Hofstraße

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Hofstraße  

Stadtbezirk: Altstadt
Postleitzahl: 97070


Blick in die Hofstraße stadteinwärts
Kurie Neulobdeburg
Chronosbrunnen/Moenusbrunnen

Aktuelles[Bearbeiten]

Bis zur Fertigstellung des Neubaus der Sparkassenerweiterung an der Domerpfarrgasse ist die Hofstraße ausschließlich in umgekehrter Richtung befahrbar, also vom Paradeplatz zur Maxstraße.

Straßenverlauf[Bearbeiten]

Die Hofstraße verbindet den Paradeplatz mit dem Residenzplatz.

Namensgeber[Bearbeiten]

Die Hofstraße hieß zunächst Plönlein (nach dem in der Straße gelegenen Hof Plönlein). In einer Urkunde vom 25. Juni 1405 wird die Straße Haupt- und Burgstraße genannt. Nach der Erbauung der Residenz im 18. Jahrhundert wurde der Straßenzug zur Hofstraße, da er vom Dom im Stadtzentrum direkt zur Hofhaltung des Fürstbischofs führte. [1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige Hofstraße bildete historisch einen wichtigen Teil der West-Ost-Achse innerhalb der Altstadt. Sie befindet sich im geistlich geprägten Teil der Stadt, angesiedelt waren hier Kleriker, fränkische Adelige und begüterte Bürger. Mit dem 18. Jahrhundert stieg die Bedeutung des Straßenzugs durch die Verlagerung des Herrschaftssitzes des Fürstbischofs in die ab 1719 erbaute Residenz. Balthasar Neumann ließ im Auftrag von Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn die damals noch krumme Gasse - teils gegen massiven Widerstand der betroffenen Hausbesitzer - begradigen und verbreitern. Es sollte eine Prachtstraße als Verbindung zwischen dem Herrschaftssitz und der Bischofskirche entstehen. Auf der neuen Baulinie wurden dann die Vikarienhäuser Hofstraße 18/20 und der Hof Neulobdeburg sowie der kleine Platz mit dem Chronosbrunnen auf der südlichen Seite errichtet. Die nördliche Seite der Hofstraße blieb gleichsam ein Provisorium. Das Domkapitel hatte sich mit Erfolg gegen einen Abbruch des Katzenwickerhofes zur Wehr gesetzt. So konnte nur eine neuerrichtete Mauer den bereits begonnenen Abbruch kaschieren. Die nördliche Seite der Hofstraße wurde erst mit Anlegung der Maxstraße in der Mitte des 19. Jahrhunderts reguliert. Die neu geschaffene Blickachse führt vom Zentrum des Residenz-Mittelbaus auf die dem Dom angefügte Schönbornkapelle, der Begräbniskapelle der Schönborns. [2] [3]

Domherrnhöfe[Bearbeiten]

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Besondere Merkmale[Bearbeiten]

Seit Montag, 10. November 2014 ist das Teilstück der Hofstraße zwischen Maxstraße und Balthasar-Neumann-Promenade für den Individualverkehr gesperrt und als Fußgängerzone ausgewiesen. Die Zufahrt zur privaten Tiefgarage Mozartschule ist für Berechtigte von der Maxstraße kommend möglich. Die Ausfahrt aus der Kettengasse in die Hofstraße ist nicht mehr erlaubt.

Weiterhin wird die Einbahnrichtung in der Hofstraße zwischen Domerpfarrgasse und Maxstraße gedreht. Die Einbahnrichtung verläuft künftig von Ost nach West, also von der Maxstraße in Richtung Paradeplatz. Der Radverkehr kann wie bislang in Gegenrichtung fahren.

In der Sitzung des Stadtrates vom 3. Juli 2014 wurde die Einführung einer Fußgängerzone in der Hofstraße zwischen Maxstraße und Balthasar-Neumann-Promenade sowie die Drehung der Einbahnrichtung in der Hofstraße zwischen Domerpfarrgasse und Maxstraße beschlossen. Die Drehung der Einbahnrichtung erfolgt bis zur endgültigen baulichen Herstellung der Fußgängerzone Hofstraße.

Einrichtungen[Bearbeiten]

Gastronomie[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Sehenswertes[Bearbeiten]

Ehemaliger Ausstellungsraum[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestellen: Residenzplatz, Mainfranken Theater, Spiegelstraße
Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestelle: Dom


Stolpersteine[Bearbeiten]

In der Hofstraße wurden die folgenden Stolpersteine verlegt:

Adresse Erinnerung an / Historische Notizen Verlegejahr
Hofstraße 11 Für Walter Küttenbaum / Vom 23. April 1915 bis zum 14. Oktober 1939 lebte er in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Von dort wurde er in die Wohltätigkeits- und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Reichenbach/Oberpfalz gebracht und am 17. Mai 1941 in die Niederbayerische Kreis-, Heil- und Pflegeanstalt Mainkofen bei Deggendorf verlegt. Am 5. Juli 1941 kam er im Auftrag des Reichsverteidigungskommissars mit dem T4-Transport Nr. 5 in die Tötungsanstalt Hartheim/Linz, wo er im Rahmen der Aktion T4 („Erwachseneneuthanasie“) des NS-Regimes vermutlich noch am selben Tag ermordet wurde. 2015

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Hinweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Memminger, Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 187
  2. Geschichte der Stadt Würzburg, Hrsg.: Ulrich Wagner, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2004, Band II, S. 286
  3. Stadtarchiv Würzburg, ZGS, Biographische Mappe Balthasar Neumann, NL Ziegler Nr. 5118; Abdruck bei Max H. v. Freeden, Balthasar Neumann als Stadtbaumeister, Kunstwissenschaftliche Studien 20, Berlin 1937, Anhang, S. 49 ff.
  4. Dr. Johann Rosenberger war praktischer Arzt und Privatdozent sowie Vorstand einer chirurgischen Privatklinik in der Hofstraße 7

Weblinks[Bearbeiten]

Angrenzende Straßen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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