Sophienbäck

Weinstube SophienBäck
Außenansicht der Weinstube Sophienbäck
Ausleger der Weinstube Sophienbäck
Historische Leuchtreklame des Sophienbäck - heute ausgestellt in der Weinlaube

Der SophienBäck liegt im Stadtbezirk Sanderau und ist eine der traditionellen Würzburger Weinstuben (Bäck).

GeschichteBearbeiten

Wie viele Würzburger „Bäcks“ wurde er zusammen mit einer Bäckerei ca. 1910 gegründet. In den 1930er Jahren wurde im Bäckerladen des Sophienbäck ein kleines Café eingerichtet. Das Wohnhaus war damals grün verputzt und die Messingglocke strahlte hervor. Am Abend des 16. März 1945 wurde das Wohnhaus zerstört und die Backstube ausgebombt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb im Jahre 1946 der Bäckermeister Bruno Oefelein mit Familie das Trümmergrundstück. Baumaterial und Arbeitskräfte wurden von der Stadtverwaltung streng zugeteilt. Sie entschied, was für die Bevölkerung vorrangig wichtig sei, und obwohl sie für die Bäcker, Metzger und Weinwirte entschied, wurde Oefelein der Wiederaufbau verwehrt. So ging er ohne Genehmigung ans Werk und trotz aller Hindernisse war die Instandsetzung des Rückgebäudes mit Einbau eines neuen Backofens im Januar 1948 vollendet. Nachdem Oefelein endlich die Konzession für den Weinausschank bekommen hatte, eröffnete er am 1. Juni 1948 die Bäckerei und einige Wochen später auch das Café mit Weinstube. Bereits nach kürzester Zeit gehörte der Sophienbäck zu den beliebtesten Weinstuben Würzburgs.

1965 musste Bruno Oefelein aus gesundheitlichen Gründen die Bäckerei aufgeben. Die Backwaren für die Weinstube wurden von einer anderen Bäckerei gebacken. Im Januar 1970 verpachtete er auch die Weinstube ehe er das Haus 1979 verkaufte. Ab 1979 wurde der Sophienbäck an die Kauzen-Bräu Ochsenfurt verpachtet. Nach einer grundlegenden Renovierung durch Eckart Vogel im Jahre 1998 konnte am 31. August in den neuen Räumlichkeiten das Richtfest gefeiert werden. Drei Jahre lang führte Peter Schwab das Weinlokal.

Nach wechselnden Pächtern wurde das Lokal zwischen 2010 und April 2016 von Familie Schuster mit Team geführt, welche ab Juli 2016 die öffentliche Vereinsgaststätte Zur Zeller Au im DJK-Sportzentrum im Stadtbezirk Zellerau pachteten. Neuer Pächter im Sophienbäck ist Johannes Schwab, der bisher die Geschäfte der Weinstube und des Bierkellers im Till Eulenspiegel führte. [1] [2]

NamensgeberBearbeiten

Namensgeber war die Sophienstraße, in der der Bäck ansässig war. An den Wänden hingen rund 70 Bilder des Malers Richard Rother, weshalb das Lokal auch den Namen Rother Stuben erhielt.

AngebotBearbeiten

Der Gast hat die Auswahl zwischen Rosenstube (35 Sitzplätze), Kaminzimmer (16 Sitzplätze) und Künstlerstube (28 Sitzplätze). In der wärmeren Jahreszeit lädt die Weinlaube im Außenbereich zum Verweilen ein.

  • Fränkische Küche mit Waren aus der Region
  • Tageskarte mit wechselnden, teils internationalen Gerichten
  • Viele Frankenweine im offenen Ausschank
  • Unterschiedliche Weinproben aus dem Bocksbeutel
  • Fass- und Flaschenbiere der unterfränkischen Pfarrbräu

BildergalerieBearbeiten

AnschriftBearbeiten

Gaststätte SophienBäck
Sophienstraße 6
97072 Würzburg
Telefon: 0931 - 320 96 882 oder 0931 - 305 11 622
E-Mail: sophienbaeck@gmx.de

ÖffnungszeitenBearbeiten

Montag bis Samstag: ab 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertag: ab 12.00 Uhr

WLANBearbeiten

WLAN-Passwort an der Theke erfragen.

QuellenBearbeiten

  • Chronik des Sophienbäck
  • Nikola Treutlein/Katharina Hitz: Würzburg genießen und entdecken. Südwest-Verlag, 1995, ISBN 3-517-01821-X, S. 63.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Main-Post: „Abschied vom Sophienbäck“ (14. April 2016)
  2. Main-Post: „Boulevard Würzburg: Neuer Wirt im Sophienbäck“ (9. Juni 2016)

KartenausschnittBearbeiten

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Zuletzt geändert am 9. Januar 2018 um 12:07