Adam Joseph Onymus
Adam Joseph Onymus (* 29. März 1754 in Würzburg; 9. September 1836 in Würzburg) war katholischer Theologe, Schriftsteller, Professor, etc.
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[Bearbeiten] Leben
Onymus wurde 1754 in Würzburg geboren. Er wurde 1770 in das geistliche Seminar aufgenommen und erhielt 1777 die Priesterweihe. Seine Seelsorgestätten waren Hausen und Fahr. Ab 1778 war er Kaplan am Juliusspital. Bis zu seiner Ernennung zum Subregens war er auch Hofmeister im Hause der Familie von Franckenstein zu Mainz. Seine weitere Karriere:
- 1782 Subregens
- 1783 Professor der Exegese in Würzburg
- 1786 Kanonikus des Stiftes Neumünster in Würzburg
- 1789 Regens des adeligen Seminars und Direktor der Gymnasien zu Würzburg und Münnerstadt und Mitglied der Schulkommission.
- War Anhänger der Aufklärung. Veröffentlichte gegen die alte Schule der katholischen Kirche in den "Würzburger gelehrten Anzeigen" und ging besonders schroff gegen die Aussagen des Dompredigers Merz zu Augsburg vor. Unter anderem forderte er, als Direktor der Mittelschulen, die Einführung gymnastischer Übungen als Erholung der Schüler.
- 1802 unter bayerischer Herrschaft avancierte er zum Landesdirektionsrat mit dem Vortrag in Schulsachen.
- Seine Schärfe gegen die Kirche war derart, dass er durch sein Amt es schaffte, dass alle Professoren der katholisch-theologischen Fakultät außer ihm und Professor Berg zurücktreten mussten.
- 1804-1814 während der Zeit von Ferdinand von Habsburg, als Großherzog von Würzburg war er beurlaubt.
- Diese Aufklärung missfiel dem der katholischen Kirche nahestehenden Großherzog Ferdinand von Würzburg und Onymus wurde beurlaubt.
- 1816 wiederum unter bayerischer Herrschaft wurde er von Montgelas reaktiviert und wurde Professor für Dogmatik.
- Zu dieser Zeit kehrte Onymus in kirchliche Bahnen zurück. Es wäre interessant, zu hinterfragen, inwieweit seine Stiftung Neubau der Kirche und des Pfarrhauses zu Oberdürrbach mit seiner "Rekatholisierung" zu tun hat. (Vielleicht eine auferlegte Buße kirchlicherseits?) Denn auffallenderweise fällt dies alles zusammen.
- 1824 Domdechant.
- 1825 Generalvikar.
Er stiftete die 1816 errichtete Pfarrkirche zu Oberdürrbach und das dazugehörende Pfarrhaus Er verstarb am 9. September 1836 in Würzburg wo er bis zuletzt sein Amt und auch die Seelsorge ausübte. Testamentarisch errichtete er mehrere Stiftungen. Beigesetzt ist er auf dem Friedhof in Oberdürrbach, neben der von ihm gestifteten Kirche. Hier steht eine Säule auf einer Wiese, die sein Wirken würdigt.
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- Erhielt 1832 den Ludwigsorden
[Bearbeiten] Veröffentlichungen
- 1777-1779:"Opera s. Justini Mart. grace et lat."
- 1777: "Dissertatio exponens Justini Mart. de praecipipuis religionis christianae dogmatis sententiam"
- 1786: "Die Weisheit Jesu Sirachs Sohns aus dem Griechischen" mit Anmerkungen
- 1786: "Entwurf zu einer Geschichte des Bibellesens"
- 1787-1802 erschienen fünf Bände "Geschichte des alten und neuen Testamentes"
- 1793: erschien als Anonyme Schrift zu Zürich: "Bemerkungen auf einer Reise durch einen großen Teil von Deutschland"
- 1802: Begräbnisrede für Weihbischof Fahrmann
- 1803: "De usu interpretationis allegoricae in novi foederis tabulis
- 1807: "Der 104 Psalm, übersetzt mit Anmerkungen"
- 1818: Über die Verhältnisse der katholischen Kirche, oder die Beantwortung der Punkte, welche der Freiherr von Wangenheim in seiner Eröffnungsrede bei der Beratung mehrere teutschen Bundesstaaten über die Angelegenheiten der teutschen katholischen Kirche vorgelegt hat.
- 1819: "Programma de eo, quod iustum est circa rationem et revelationem." Darin erklärt er die Kantsche Philosophie für unvereinbar mit der katholischen Kirche.
- 1820-1823 veröffentlichte er die in drei Teilen erschienene "Glaubenslehre der katholischen Kirche"
- 1821: "Meine Ansichten von der wunderbaren Heilungen, welche der Fürst Alexander von Hohenlohe seit dem 20. Juni d. J. in Würzburg vollbracht hat.
- 1822: "Die Dämonenlehre der Alten oder die Idee des Göttlichen in iher Ausartung bei den Ägyptern, Phöniciern und Griechen."
- 1823: "Die Principien der katholischen Kirche in katechetischer Form" in zwei Bänden
- 1823: "Über die Verhältnisse der katholischen Kirche"
- 1824: "Lehre von den Heilsmitteln der christlichen Religion, katechetisch vorgetragen"
- 1827: "Homilien und Betrachtungen über die Leidensgeschichte Jesu, seine Auferstehung und Himmelfshrt"
- 1831: "Das Leben und die Lehre Jesu nach Matthäus, Marcus und Lucas in Homilien."
[Bearbeiten] Zum Aufbau dieser Seite herangezogene Quellen
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- Allgemeine Deutsche Biographie, Band 24, Seite 359-361; Leipzig 1887
- Karl Bosl, Bosls Bayerische Biographie, Seite 129, Ergänzungsband, Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1988. ISBN 3-7917-1153-9