Adelshöfe und Bürgerhäuser

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In Würzburg sind zahlreiche historische Adelshöfe und Bürgerhäuser namentlich bekannt. Diese Gebäude wurden zumeist architektonisch besonders reich ausgestattet. Einige davon sind bis heute erhalten geblieben bzw. wurden nach dem 2. Weltkrieg originalgetreu - oder in Anlehnung an frühere Formen - wieder errichtet.

Eine Sonderstellung unter den Adelshöfen nehmen die Domherrnhöfe ein, welche den Mitgliedern des Domkapitels als Wohnanwesen dienten. Sie sind/waren im Umkreis des Doms angesiedelt. Näheres zu diesen Höfen findet sich im Artikel Domherrnhöfe in Würzburg


  • Bachmann'sches Haus
stand ehemals in der Neubaustraße
  • Anwesen Zum Bären
Barockes Haus, ehemals an der Domstraße 20, Ecke Augstinerstraße, neben dem Anwesen zum Roß. Beide wurden 1854 durch einen Neubau ersetzt, welcher 1945 zerstört wurde. Heute Geschäftshaus.
  • Bechtolsheimer Hof
Standort: Hofstraße 16-20
Um einen rechteckigen Hof gruppierte Anlage aus dem Barock, Ende des 17. Jhd. von Petrini errichtet. Die Fassaden und Portale überstanden den Luftangriff und das Gebäude wurde 1964 als Volksschule wieder errichtet.
  • Hof Bentheim /Oegg-Haus
Standort: Kapuzinerstraße 3
Das Haus wird bereits zur Zeit des 30-jährigen Kriegs urkundlich erwähnt. Ab 1743 war es Eigentum des Hofschlossermeisters Johann Georg Oegg. Zu seiner Zeit wurde das Gebäude wohl durch Balthasar Neumann neu gestaltet. Nach Oeggs Tod ging das Haus an Witwe und Sohn über. 1804 übernahm es der Weinhändler Klühspieß, später wohnte hier Graf Moritz zu Bentheim-Tecklenburg-Rhoda. Nach der Zerstörung des Hofs beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde er bis 1953 nach alten Plänen unverändert wieder errichtet. Das Universitätsbauamt nahm dort seinen Sitz.[1]
  • Bronnbacher Hof
Standort: Bronnbachergasse 1
  • Hof Castell (vorderer Gressenhof)
Standort: Marktplatz 1
Eckhaus mit Volutengiebel von 1591. Hier befand sich 1830 bis 1945 das Hotel Wittelsbacher Hof. Nach Kriegszerstörung 1945 im Jahr 1955 wiederhergestellt. Heute findet sich hier die Würzburger Filiale der Castell-Bank.
  • Dietricher Viertelhof (Hof zur Lommel)
Standort: Bronnbachergasse 18
Traufseithaus des 18. Jahrhunderts. Nach Kriegszertsörung 1950 wieder erbaut.
  • Haus zum schöne Eck
Martinstraße 1 (Übergang Kürschnerhof, Martinstraße, oberer Markt)
Bürgerhaus mit Erker, errichtet 1590. Nach totaler Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude 1950-52 durch die Kronprinz-Ruprecht-Stiftung in Anlehnung an die frühere Bauweise wieder errichtet.
  • Ehemann'sches Haus
stand ehemals in der Augustinerstraße, Ecke Wolfhartsgasse
Das Haus zierten reiche Fachwerkornamente sowie Handwerksinsignien und Heiligenfiguren. Das Gebäude überstand den 2. Weltkrieg, wurde aber später zu Gunsten einer veränderten Verkehrsführung abgebrochen.
  • Hof zum roten Eichhorn & Hof zum schwarzen Eichhorn
standen ehemals an der heutigen Eichhornstraße
An der Fassade des Hofs zum schwarzen Eichhorn befand sich ein Bild des Hl. Sebastian und die Inschrift "Wer baut an die Straßen, der muß Jettermann reden lassen" und darunter "Dieses Haus steht in Gottes Hand, Zum schwarzen Eichhorn ist es genannt, gebaut von Sebastian Schubel, Gott behüte es vor dem Übel. Anno 1690." Die Höfe gaben der Straße ihren Namen. Als Erinnerung befindet sich in der Straße eine Wandplastik, die zwei Eichhörnchen darstellt.
  • Hof zum Elefanten
stand ehemals in der Elefantengasse
  • Hof Emeringen
Standort: Martinstraße 5
Kanonikatshof des Stifts Neumünster. Walmdachbau mit Barockgliederung von Antonio Petrini, aus dem Jahr 1699. Nach dem 2. Weltkrieg rekonstruierend wieder aufgebaut im Jahr 1968.
  • Fichtelscher Hof (Fichtelhaus)
Standort: Bronnbachergasse 8
Errichtet von Balthasar Neumann, wieder aufgebaut 1955, Fassade und Portal waren erhalten.
  • Hof Friedberg
Standort: Bronnbachergasse 43
Ursprünglich von Joseph Greising in den Jahren 1712 bis 1714 errichtet. Kriegszertört 1945 und wiederaufgebaut in den Jahren 1972 bis 1973.
  • Gambertshof
Standort: Semmelstraße 67
Repräsentatives Wohngebäude im Petrinistil (Würzburger Frühbarock). Das Gebäude wurde 1945 teilweise zerstört, die Fassade blieb erhalten. Auf Initiative des Weinhändlers Loos wurde das Gebäude in historischen Formen wieder errichtet.
  • Hof zum Greifen
stand ehemals an der Häfnergasse 1
Erstmals urkundlich erwähnt 1367. Bis 1803 im Besitz des Stifts Neumünster. Auch Schöneck genannt (nicht zu verwechseln mit dem Haus zum schönen Eck).
  • Hof zum roten Hahn
Standort: Neubaustraße 12
Bürgerhaus mit reicher Barockfassade, 1734-36 von Balthasar Neumann errichtet.
  • Hof Heidenheim
  • Hof zum Heubarn (Hof zum Ellringen)
Standort: Sanderstraße 7
1714 durch Joseph Greising errichtet.
  • Hof zum Heuwagen
Standort: Neubaustraße 14
Bürgerhaus mit reicher Barockfassade, 1715-1716 von Georg Bayer errichtet.
  • Hof zur eisernen Hose
stand ehemals in der Häfnergasse 3
Erstmals 1250 erwähnt, 1363 bis 1845 im Besitz des Stifts Aschaffenburg, daher auch Aschaffenburger Hof genannt.
  • Huttenscher Hof
Standort Kapuzinerstraße 2
Erbaut durch Balthsar Neumann. Beherbergt heute die Rotkreuzklinik.
  • Ingolstadter Hof
Stand ehemals an der heutigen Straße Ingolstadter Hof zwischen den Domherrnhöfen Kugelberg und Katzenwicker.
  • Hof Kürnach
  • Hof zum großen Löwen
Standort: Dominikanergasse 6
Trauifseitbau mit geohrten Fensterrahmungen und zwei Pilasterportalen. Nach Kriegszerstörung 1945 im Jahr 1949 wiederaufgebaut.
  • Hof zum kleinen Löwen
Standort: Dominikanergasse 4
Traufseitbau aus dem Jahr 1654. Kriegszerstört 1945 im Jahr 1950 wiedererrichtet.
  • Hof Oberfrankfurt
Franziskanergasse 2
einst Wohnsitz Balthasar Neumanns. Auf dem Gebäude befindet sich die sogenannte "Neumann-Kanzel".
  • Hof zum Regenbogen
stand an der heutigen Adresse Beim Grafeneckart 8-10
  • Anwesen Zum Roß
Barockes Haus, ehemals an der Domstraße 20, Ecke Augstinerstraße, neben dem Anwesen zum Bären. Beide wurden 1854 durch einen Neubau ersetzt, welcher 1945 zerstört wurde. Heute Geschäftshaus.
  • Haus zum goldenen Roß
stand an der heutigen Adresse Beim Grafeneckart 2, westlich an den Roten Bau des Rathauses anschließend.
Nach 1945 wurde hier der neue Südflügel des Rathauses errichtet. Im Erdgeschoss finden sich hinter den Arcaden Geschäftsflächen. Um 1830 befand sich im Goldenen Roß ein Kaffeehaus.
Standort: Theaterstraße
  • Hof zum schwarzen Saal
stand an der heutigen Augustinerstraße 6
  • Sandhof
am heutigen Standort des Kaufhofs, Schönbornstraße/Hahnenhof
Der Sandhof wurde 1897 abgebrochen.
  • Haus zum grünen Schild
stand an der Domstraße 1, Ecke Langgasse
Zur Zeit des Biedermeier befand sich in dem Gebäude das Gasthaus zum Schönbrunnen. 1913 umgebaut zum Kino Luitpold-Lichtspieltheater (kurz: Lu-Li). Dabei blieben die Arcaden und suckierte Fassade aus der Mitte des 18. Jhd. erhalten. 1945 wurde das Haus zerstört und in der Folge ein Neubau errichtet.
  • Hof zum Stachel / hinterer Gressenhof
siehe Weinhaus zum Stachel
  • Hof zum kleinen Stern
Domerschulstraße 13
  • Hof Thüngersheim
stand ehemals in der Elefantengasse
stand ehemals im heutigen Verlauf der Straße "Ulmer Hof"
  • Hof zum großen Willmuth
Standort: Karmelitenstraße 28
Das Wohnhaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde 1945 kriegszerstört und 1949 wiederhergestellt. An der Fassade befindet sich eine Madonnenfigur.
  • Hof Wolfmannsziechlein
Standort Franziskanergasse
Hier befanden sich einst Werkstatt und Wohnanwesen Tilman Riemenschneiders
  • Zobelscher Hof
Standort: Kapuzinerstraße 4
Erbaut durch Balthasar Neumann. Anwesen der Stiftung Hueberspflege, heute Senioreneinrichtung des Bürgerspitals.

[Bearbeiten] Siehe auch

Domherrnhöfe in Würzburg

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band II. Fränkische Gesellschaftsdruckerei GmbH Würzburg 1969. S. 25