Am Pleidenturm

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Am Pleidenturm bezeichnet eine Parallelstraße zum Willy-Brandt-Kai. Sie zählt zum Peterer Viertel der Würzburger Altstadt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Straßenverlauf

"Am Pleidenturm" ist die Weiterführung der Büttnerstraße nach Süden. Sie beginnt an der Wirsbergstraße und verläuft parallel zu Felix-Freudenberger-Platz und Uferstraße bis zum Wirsberg-Gymnasium. Seitenstraßen in Richtung Sanderstraße sind im Norden die Untere Johannitergasse, im weiteren Verlauf die Reibelt-, Rosen- und Korngasse sowie am südlichen Ende die Landwehrstraße.

[Bearbeiten] Namensherkunft

Der Pleidenturm - ein Teil der Stadtbefestigung - befand sich am Zusammentreffen der Büttner- und Wirsbergstraße. Er wurde im Jahr 1869 abgebrochen, um die Zufahrt zum Kai zu verbreitern. Der Turm hieß ursprünglich Oswaldtor bzw. Oswaldturm. Der Name Pleidenturm war im Laufe der Jahrhunderte von einem kleineren Befestigungsturm auf diesen übergegangen.

Laut Forschungen von Franz Seberich war der ursprüngliche Pleidenturm der halbrunde Befestigungsturm, dessen Reste heute am Gebäude Oberer Mainkai 9 integriert sind. Dieser, auch Rundel genannte Turm, wurde wahrscheinlich 1428 errichtet und bildete das südwestliche Eck der Bischofsmütze. An seinem Standort waren Stellungen der "Bleiden", das waren mittelalterliche Steinwurfmaschinen zur Verteidigung der Stadt. Der zur Uferseite halbrunde Turm war bis zum Bauernkrieg im Jahr 1525 etwa 20 m hoch und mit Wächtern besetzt. Dann musste er teilweise abgetragen werden und verblieb in niedriger Form - mit einer Plattform versehen - erhalten. [1][2]

[Bearbeiten] Frühere Bezeichnung

Die Straße trug bis ins 20. Jahrhundert den Namen Kaserngasse, da sich hier die 1724 errichtete Infanteriekaserne befand.Die Bezeichnung Bey den Pleiden findet sich historisch für einige Häuser der südlichen Büttnerstrasse. [3][4]

[Bearbeiten] Angrenzende Straßen

[Bearbeiten] Erwähnenswertes

  • Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind zwischen Wirsbergstraße und Reibeltgasse erhalten [Fl.-Nr. 10216, Gemarkung Würzburg].
  • Hotel und Restaurant Walfisch (Am Pleidenturm 5)
  • Wirsberg-Gymnasium (Am Pleidenturm 16)
  • Orpheus-Skulptur von Otto Sonnleitner aus dem Jahr 1963 (Vorplatz des Wirsberg-Gymnasiums)

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen Band I. Fränkische Gesellschaftsdruckerei GmbH, Würzburg 1967. S. 97
  2. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921. S. 69
  3. Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band I. Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1967
  4. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921. S. 69

[Bearbeiten] Stolpersteine Am Pleidenturm

Adresse Erinnerung an / Historische Notizen Verlegejahr
Am Pleidenturm 6 Für die Helmuth, Anneliese, Eliesabeth, Hildegard, Rudolf-Michael, Walter und Wilhelmine Heumann / Ermordet 1944 in Auschwitz
Am Pleidenturm 6 Für die Waldemar, Anneliese, Karl-Heinz, Elisabeth, Elisabeth (Elise), Gisela, Karl, Rigo und Sieglinde Winterstein / Ermordet 1944 in Auschwitz

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

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