Bürgerspital zum Heiligen Geist
Das Bürgerspital "zum Heiligen Geist" in Würzburg ist eine Stiftung deren Gründung aus dem 14. Jahrhundert datiert. Zum Bürgerspital gehört auch ein Weingut, teils mit Weinen der Weinlage Am Stein.
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[Bearbeiten] Geschichte
Das Bürgerspital wurde 1319 durch Johann von Steren zur Krankenpflege gegründet und unter die Verwaltung des Stadtrats gestellt. Es trug zunächst den Namen "neues Spital vor dem Hauger Tore". 1342 wurde das Spital mit dem bis dahin außerhalb der Stadt gelegenen städtischen Siechenhaus vereinigt. Die Stiftung erhielt zahlreiche großzügige Schenkungen. Nach verschiedenen Neubau- und Wiederaufbauarbeiten im 16. Jhd. wurde 1718 ein Neubau im Hof errichtet[1]. Ältester erhaltener Teil des Gebäudekomplexes ist die Spitalkirche von 1371.
[Bearbeiten] Einrichtungen der Stiftung Bürgerspital
- Semmelstraße (Stammhaus)
- Huberspflege
- Seniorenwohnheim St. Maria
- Wohnstift Frauenland
- Ehehaltenhaus
- Haus St. Nikolaus
- Robert-Krick-Wohnstift
- Wohnstift Sanderau
- Geriatriezentrum
[Bearbeiten] Weingut
Das Weingut Bürgerspital ist Teil der Stiftung. Es dient dem finanziellen Unterhalt der Einrichtungen.
[Bearbeiten] Hofschoppenfest
Jährlich lädt das Weingut Bürgerspital zum Hofschoppenfest im barocken Innenhof des Stammhauses. Das Fest findet immer rund um den Stiftungstag des Spitals (23. Juni) statt. Zu einer Auswahl an Weinen der diversen Lagen des Bürgerspitals werden fränkische Speisen angeboten.[2]
[Bearbeiten] Glockenspiel
Als das Bürgerspital an der Theaterstraße/Semmelstraße nach der Kriegszerstörung wieder errichtet wurde, entstand ein neuer Verbindungsbau. Dieser erhielt 1956 im Giebelbereich eine Uhr und ein Glockenspiel aus 13 Glocken, die täglich um 11, 13, 15 und 17 Uhr ertönen. Zum "Kilianslied" ziehen Wallfahrer an den Frankenaposteln Kilian, Kolonat und Totnan vorbei. So dann schlägt eine weiße Taube dreimal mit den Flügeln. Es folgt das Lied "Die Würzburger Glöckli", dabei drehen sich die Figuren eines Winzerzuges. Als Abschluss zeigt sich in einem kleinen Fenster ein Kellermeister, der den Passanten zuprostet[3].
[Bearbeiten] Grabdenkmäler
In der Kapelle des Bürgerspitals finden sich die Grabdenkmäler folgender Personen:
- Johann von Steren (Sterbejahr 1329) und Mergardis von Steren: Stifter des Bürgerspitals und seine Ehefrau.
- Ekro von Steren (Sterbejahr 1343): Bruder des Stifters.
- Michael de Leone (Sterbejahr 1355) und Jakob vom Löwen (Sterbejahr 1400)
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ S. Göbl: Würzburg die Stadt des Rokoko. Ein kulturhistorisches Städtebild. Verlag Stürtz A.G., 12. Auflage, Würzburg 1926.S. 144f
- ↑ Main-Post-Bericht Hofschoppenfest 2011
- ↑ Information zum Glockenspiel auf Buergerspital.de