Burg Falkenberg
Im 12. Jahrhundert existierte die Burg Falkenberg (oder auch Falkenburg) auf dem Volkenberg am nördlichen Ende des heutigen Ortes Erlabrunn.
Um 1170 hat sich zwischen dem heutigen Veitshöchheim und Thüngersheim eine Burg auf dem Rabensberg entwickelt. 1178 wird erstmals der Name Heinrich von Rauensperg urkundlich erwähnt. Zur gleichen Zeit entstand auf der anderen Mainseite etwa ein Kilometer nördlich eine kleinere Burg Falkenberg, die dem Lehnsmann Heinrich Hund gehörte. Zusammen konnten sie den Schiffsverkehr nördlich von Würzburg kontrollieren. Speziell die Route zwischen Würzburg und der neu gegründeten Stadt Karlstadt bot dabei Konfliktpotential.
Bis 1991 war von der Burg bei Erlabrunn nichts bekannt. Es war nur die Geschichte der Falkenburg überliefert. Diese wurde ursprünglich mit der Burg Falkenstein im Steigerwald gleichgesetzt. Erst durch eine Lokalisierung durch Peter Rückert wurde die Burg am südlicher Bergsporn des Volkenberges bekannt. Der Name Falkenburg basiert auf dem früheren Namen des Volkenberg: Falkenberg. Dieser wurde Folgeberch ausgesprochen woraus im Laufe der Zeit Volkenberg entstand.
Am 3. Dezember 1202 ermorden die Falkenburger und Ravensburger den Bischof Konrad von Querfurt. Als Strafmaßnahme für die Ermordung des Bischofs wurde die Burg geschleift. Heute sind nur noch wenige Steine von der Ruine zu sehen.