Burkardushof

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Burkardushof

Der Burkardushof in der Burkarderstraße war zunächst ein Ritterstift, nach der Säkularisation diente das Gebäude bis 1892 als Gefängnis (Fronveste). Im Volksmund war es auch als "Hotel Michel" bekannt nach dem Gefängniswärter namens Michael Huber. 1916 gründeten die Salesianer Don Boscos hier ihre erste deutsche Niederlassung und eröffneten kurz danach ein Lehrlingsheim. Dieses bestand bis die Gestapo das Anwesen 1939 beschlagnahmte um dort die Polizeireserve unterzubringen. Die Ruinen des im 2. Weltkrieg zerstörten Gebäudes blieben viele Jahre bestehen. Sie wurden später abgerissen um einem Neubau des Verwaltungsgerichts Platz zu machen. Die Salesianer zogen nach dem Krieg ans ehemalige Schottenkloster und errichteten dort bereits 1945 ein neues Heim für Jugendliche.

Das historische Tor und eine Gedenktafel erinnern heute noch an den Burkardushof.

[Bearbeiten] Quelle

Harald Zoepffel und Andreas Mettenleiter: Würzburg 1943 bis 1945 - Bilder aus einer versunkenen Zeit. Band 1, 2. Auflage. Akamedon Verlag, Pfaffenhofen 2010. S. 47