Concilium Germanicum

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Das Concilium Germanicum war die erste Reformsynode fränkischer Bischöfe Mitte des 8. Jahrhunderts.

Geschichte

Der vom Papst legitimierte und von Karl Martell mehr geduldete als unterstützte Bonifatius hielt am 21. April 742 das von Karlmann einberufene Concilium Germanicum, ab. Die Bemühungen von Bonifatius, die germanische Kirche zu reformieren, gipfelten in Reformsynoden.

Einige der Beschlüsse dieser Synode haben bis heute Bestand. In der Folge sollte der Einfluss der lokalen fränkischen Kirche langsam aber stetig zugunsten der zentralisierten päpstlichen Organisation zurückgehen. Der Versammlungsort ist unbekannt.

Synodalen

Neben Karlmann und Bonifatius nahmen die Bischöfe von Büraburg, Eichstätt, Erfurt, Köln, Mainz, Straßburg, sowie Burkard aus Würzburg an den Beratungen teil.

Ergebnis der Synode

Ehemalige Regelungen

  • Statt der adligen Laien, die in einigen Bistümern seit der Lehnsvergabe durch Karl Martell herrschten, wurden als Leiter der Bistümer wieder Bischöfe eingesetzt.
  • Als verbindliche Klosterregel wurde die Benediktusregel für alle Klöster vorgeschrieben.

Bis heute geltende Regelungen

  • Jeder Bischof ist zur Visitationsreise durch seine Pfarreien verpflichtet, während deren er die Firmungen vornimmt. In diesem Zusammenhang kam der Brauch auf, Auxiliarbischöfe, sog. Weihbischöfe, einzusetzen, die den Bischof bei seinen Aufgaben unterstützen.
  • Der Klerus muss einmal jährlich in der Fastenzeit seinem Bischof gegenüber Rechenschaft über seine Lebens- und Amtsführung geben.
  • Am Gründonnerstag soll die sog. Chrisammesse stattfinden, in der der Bischof die Heiligen Sakramentsöle weiht, die für alle Pfarreien seines Bistums bei ihm abgeholt werden.
  • Der Geistlichkeit ist das Tragen von Waffen und die Jagd verboten.

Siehe auch

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Concilium Germanicum aus der freien Enzyklopädie [1] und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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