Elisabeth Scheuring

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Elisabeth Scheuring

Die Grombühlerin Elisabeth Scheuring (* 5. Januar 1897 in Volkach; † 14. Mai 1971 in Würzburg) veröffentlichte regelmäßig Mundartgedichte, Geschichten und Illustrationen in der Main-Post.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Im Alter von 7 Jahren kam Elisabeth Scheuring aus ihrer Geburtsstadt nach Würzburg. Sie wohnte im Ingolstadter Hof, wo ihr Vater ein kleines Geschäft hatte. Nach der Schulzeit wurde sie Sekretärin in der Schokoladenfabrik Frankonia. Später heiratete sie nach Grombühl. Im Zweiten Weltkrieg fiel ihr Sohn in Griechenland, was sie nie ganz verschmerzen konnte. Ihr Mann, Vorhandwerker bei der Bahn, hatte Verständnis für ihre dichterische Leidenschaft.

Leben als Autorin[Bearbeiten]

In ihrer schriftstellerischen Entwicklung schrieb Elisabeth Scheuring zunächst hochdeutsch, erkannte jedoch sehr bald, dass die gereimte Mundart ihre Stärke war und sie entschied sich für den Grombühler Dialekt.

Ab 1930 fing sie an allerlei aufzuschreiben, war ihr einfiel: Sagen, Gespenster- und Schmugglergeschichten, die sie von den Großeltern wusste, eigene und fremde Kindheitserlebnisse und Beobachtungen aus ihrem Alltag. Bald illustrierte sie auch ihr Geschriebenes. Bereits vor 1945 verfasste sie Beiträge für die Jugendseite des Würzburger General-Anzeigers. Ab 1949 zeichnete und dichtete sie für die Main-Post von „ihrem“ Grombühl. 1982 erschienen ihre Arbeiten in Buchform unter dem Titel „Leut und Kinner“.

Heiner Reitberger schrieb 1957 zu ihrem 60. Geburtstag: „Wahrhaftig, sie gehört zu Würzburg wie - ja wie der Stadtteil, dessen Eigenart sie so verschmitzt darzustellen weiß: Grombühl. Alles, was sie schreibt und zeichnet, hat Kraft, ist voller Leben, ist illusionslos gesehen (wie eine gute Mutter), aber nie grob oder ätzend, sondern immer in jenem Mit-Leidenschaft menschlicher Schwäche, das echten Humor ausmacht.“

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Unweit der Grombühlbrücke wurde ihr ein Denkmal gesetzt, gestaltet vom Bildhauer Otto Sonnleitner. Der Sockel trägt ein Portraitrelief der Dichterin, Anregung für die bronzene Figurengruppe war Scheurings Gedicht über den „Namenstag-Göker“. Das Denkmal wurde am 8. Oktober 1977 durch Oberbürgermeister Klaus Zeitler enthüllt, umrahmt wurde die Feier durch die Grombühler Bockertöberle. Nach ihr wurde 2016 die Elisabeth-Scheuring-Straße im neuen Stadtteil Hubland benannt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elisabeth Scheuring: „Leut’ und Kinner.“ Richter, Würzburg 1982. (Die Sammlung von Scheurings Werken wurde nach ihrem Tod veröffentlicht.)

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]