Hauptbahnhof

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Der Hauptbahnhof nach den Sanierungsarbeiten 2010
Der Bahnhof während der Sanierungsarbeiten 2010

Der heutige Würzburger Hauptbahnhof wurde in den 1950er Jahren an Stelle der im zweiten Weltkrieg zerstörten Bahnhofsgebäude errichtet. Insgesamt existieren 11 Gleise, wobei Gleis 1 und das östlich versetzt angelegte Gleis 1c nicht mehr als Haltepunkt genutzt werden.

Aufgrund der zentralen Lage kreuzen sich einige wichtige Regional- und Fernverkehrslinien in Würzburg. Wegen des inzwischen maroden Zustandes des Bahnhofes wurde im Jahr 2004 ein Umbau geplant, der auch das Errichten eines Einkaufszentrums neben dem Bahnhof vorsah. Die Planungen wurden - unter anderem durch einen Bürgerentscheid gegen das Einkaufszentrum - wieder verworfen. Im Jahr 2005 bekam der Würzburger Hauptbahnhof von der Bild am Sonntag den Titel "Hässlichster Bahnhof Deutschlands" verliehen. 2010 wurde das Empfangsgebäude energetisch saniert und die integrierten Geschäftsflächen dabei ausgebaut.

Die Bahnanlagen trennen den Stadtteil Grombühl von der Innenstadt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bahnsteige

Der Hausbahnsteig direkt am Gebäude wird als Intercity-Parkplatz genutzt und hat regulär keinen Zugverkehr. Die fünf Bahnsteige werden über Tunnel auf Straßenniveau erschlossen und als Namen durchbuchstabiert (B bis F). Sie werden im Personenverkehr auf 10 Gleisen angefahren.

  • Bahnsteig B: Gleise 2 und 3 (Nahverkehr); Länge: 435 m
  • Bahnsteig C: Gleise 4 und 5 (Fern- und Nahverkehr); Länge: 473/444 m
  • Bahnsteig D: Gleise 6 und 7 (Fern- und Nahverkehr); Länge: 417/365 m
  • Bahnsteig E: Gleise 8 und 9 (Nahverkehr); Länge: 300 m
  • Bahnsteig F: Gleise 10 und 11 (Nahverkehr); Länge: 323/329 m

Die ICE-Bahnsteige C und D sind nahezu auf ihrer vollen Länge überdacht. Die Bahnsteige sind insgesamt nicht mit Rolltreppen erreichbar. Auch ist die Bahnsteigkante nirgends auf gleicher Höhe mit den dort haltenden Wagen.

[Bearbeiten] Sanierung

Noch 2009 lagen die Pläne für einen Umbau vor, der dann 2010 begonnen hat. [1] Im Rahmen des Konjunkturpaketes wurde für die Energetische Sanierung und den Umbau der Bahnhofshalle 2,1 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Begonnen wurde mit neuen Fassaden, so wurde z.B. die komplette Vorderfront (Südseite) abgerissen und wird erneuert. Dabei kommen Fenster aus Isolierglas zum Einsatz.

Die Struktur des Bahnhofs soll dabei nicht verändert werden, wobei die vorhandenen Verkaufsstände verschwinden sollen und die Geschäfte an der Südseite um eineinhalb Meter auf den Vorplatz erweitert werden. Bis 2012 soll der Umbau abgeschlossen sein. Am Ende soll es im Bahnhof knapp 900 Quadratmeter Verkaufsfläche und zwei Gastronomiebetriebe geben, die insgesamt etwa 440 Quadratmetern haben sollen. [2] Der Osteingang Richtung Parkplatz fällt dem Umbau ebenfalls zum Opfer, stattdessen wird es nur noch einen Haupteingang geben. Die Deutsche Bahn will außerdem den Gleistunnel bis zur Landesgartenschau 2018 komplett sanieren, verbreitern und mit Aufzügen ausstatten.

[Bearbeiten] Vorplatz

Der Bahnhofsvorplatz mit Straba-Haltestelle und Kiliansbrunnen

Auf dem Bahnhofsvorplatz befindet sich eine Rasenfläche mit dem Kiliansbrunnen, der 2007 abgebaut und restauriert wurde und heute wieder dort an seinem Platz steht.

Östlich des Haupteingangs befinden öffentliche Parkplätze und ein Parkhaus. Nach Süden begrenzt ihn der Haugerring, über den auch der zu- und ablaufende Verkehr des HBf's geführt wird (nach Westen Röntgenring).

[Bearbeiten] Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof

Um die Rasenfläche herum führt eine Wendeschleife der Würzburger Straßenbahn. Nach aktuellen Planungen sollen die Straßenbahnhaltestellen jedoch verlegt und die Gleisführung verändert werden. Die Haltestellen müssen zukünftig mindestens eine Länge von 45 Metern aufweisen, um den neuen Generationen von Straßenbahnzügen gerecht zu werden. Vom Stadtrat wird eine Variante bevorzugt, nach der die barrierefreien Haltestellen vor dem Bahnhof paarweise hintereinander angelegt werden sollen.[3]

[Bearbeiten] Busbahnhof

Westlich des Haupteingangs befindet sich der Busbahnhof. Er ist mit 15 Bussteigen die zentrale Endhaltestelle bzw. der Ausgangspunkt von über 30 Buslinien, die hier mit dem Zugverkehr der DB verknüpft sind.

[Bearbeiten] Bediente Strecken

Von / nach Würzburg führende Strecken (Kursbuchstrecken = KBS):

[Bearbeiten] Weitere Bahnhöfe in Würzburg

Zusätzlich zum Hauptbahnhof besteht noch ein Bahnhof/Haltepunkt "Würzburg Süd" (im Volksmund oft auch Südbahnhof genannt) westlich des Stadtteils Frauenland in Parallellage zum Südlichen Stadtring. Dieser hat zwei Bahnsteige mit einer Länge von 213 Metern (Gleis 1) bzw. 204 Metern (Gleis 2) Der Haltepunkt wird ganztägig von folgenden Regionalbahn-Linien angefahren:

  • (Karlstadt–) Würzburg–Steinach–Ansbach–Treuchtlingen (60-Minuten-Takt)
  • Würzburg–Lauda–Bad Mergentheim–Crailsheim (120-Minuten-Takt)

Ost- und Westbahnhof im Stadtteil Heidingsfeld werden von der Bahn nicht mehr bedient. Es gibt derzeit aber Überlegungen zur Wiedereröffnung als Haltepunkte. Für die Reaktivierung des Westbahnhof setzen sich unter anderem der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Arbeitskreis ÖPNV der Agenda 21 ein.

[Bearbeiten] Siehe auch

Bahnhöfe

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Main-Post am 05.08.2010
  2. Main-Post: Bahnhofsumbau: Halle bald ohne Verkaufsstände
  3. Main-Post: Straßenbahn-Wendeschleife um das Glacis

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

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