Heinz Otremba

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Heinz Otremba (* 28. November 1931 in Oberschlesien; † 3. April 2009 in Werneck) war langjähriger Geschäftsführer der Volksblatt Verlags GmbH. Er war im sozialen Bereich ebenso engagiert wie im kulturellen und gab einige Publikationen im lokal-kulturellen Themenbereich heraus.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Otremba kam mit Mutter und vier kleinen Geschwistern nach der 1945 erfolgten Vertreibung aus Schlesien nach Homburg (Triefenstein), wo die Familie Aufnahmen fand. In der ehemaligen Buchdruckerei Heim in Marktheidenfeld lernte er den Beruf des Schriftsetzers, den er anschließend mehrere Jahre bei Stürtz ausübte. 1953 wechselte er zu Echter Würzburg, Fränkische Gesellschaftsdruckerei und Verlag GmbH. Dort wurde er Druckereikaufmann, dann Abteilungsleiter und Verkaufsleiter, erhielt ab 1967 Prokura. In den Jahren 1968 bis 1971 war er gleichzeitig Verlagsleiter des Fränkischen Volksblatts. Ab 1971 wirkte er als Geschäftsführer der Volksblatt Verlags GmbH. 25 Jahre prägte er die Zeitung, schrieb auch selbst Beiträge unter dem Pseudonym „Peter Busch“. 1996 ging er in den Ruhestand und zog nach Werneck um, wo er seine weiteren Lebensjahre verbrachte. Im Alter von 77 Jahren verstarb er nach kurzer Krankheit in einem Schweinfurter Krankenhaus. Er wurde in Werneck beigesetzt.

Otremba war seit 1955 verheiratat und wurde Vater von vier Kindern. Zeitlebens zeigte er besonderen Einsatz für die Schwächeren der Gesellschaft wie auch für kulturhistorische Belange. Er organisierte zahlreiche Benefizkonzerte, gründete mit dem Volksblatt die Hilfsaktion „Fröhlich sein – Gutes tun“, die sich in Kooperation mit der Caritas um bedürftige Menschen kümmert.

Auch in seiner Würzburger Zeit ließ er den Kontakt nach Homburg nicht abreißen. Um das Gebsattel-Schloss als bauhistorisches Wahrzeichen vor dem Verfall zu retten mitbegründete Otremba den „Verein zur Rettung von Schloss Homburg“. Es gelang mittels unterschiedlicher Aktionen große Spendensummen für den Erhalt des Bauwerks zu sammeln. 2007 ernannte der Verein ihn zum Ehrenvorsitzenden.

Otremba war Gründungsmitglied des Historischen Vereins Markt Werneck e.V. und der Weinbruderschaft Franken, wo er er lange Zeit als Bruderschaftsmeister wirkte. Der Künstlervereinigung Hetzfelder Flößerzunft stand er als Floßmäster vor. Otremba veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu kulturhistorischen und künstlerischen Themen und war Autor von Rundfunkbeiträgen.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Für sein Wirken erhielt er mehrere besondere Auszeichnungen. Darunter das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das goldene Ehrenkreuz der Caritas und die Ernennung zum Ritter des päpstlichen Silvesterordens.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Heinz Otremba (Hrsg).: 15 Jahrhunderte Würzburg. Eine Stadt und ihre Geschichte. Echter Verlag, Würzburg 1979 (2. Auflage 1983) (Stadtbücherei Magazin Dek Fue)
  • Heinz Otremba: Würzburger Porträts. Lebensbilder von 95 berühmten Würzburger. Echter Verlag, Würzburg 1984 (Stadtbücherei Den Wür)
  • Heinz Otremba (Hrsg.): Richard Rother und sein Werk. Illustration und Werbekunst. Echter Verlag, Würzburg 1991. ISBN 3-429-01361-5 (Stadtbücherei Drm Rot)
  • Heinz Otremba: Rudolf Virchow. Begründer der Zellularpathologie. Eine Dokumentation. Liebhaberdruck des Echter Verlags, Würzburg 1991 (Stadtbücherei Dnm Vir)
  • Würzburg 1945. Die Tragödie einer Stadt in fotografischen Dokumenten. Herausgegeben und beschrieben von Heinz Otremba. Echter Verlag 1995. ISBN 3429016665 (Stadtbücherei Dek 3 Wür)
  • Würzburger Porträts: Lebensbilder von 95 berühmten Würzburgern. Herausgeber: Otremba, Heinz und Brod, Walter Michael. Echter Verlag Würzburg 1982.

Quellen[Bearbeiten]