Heuchelhof

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Der Heuchelhof ist ein Stadtteil und Stadtbezirk von Würzburg. Er liegt auf einer Anhöhe im Süden der Stadt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Im Süden der Stadt gelegen grenzt der Heuchelhof im Nord-Westen an das Steinbachtal an, im Norden an Heidingsfeld und im Süden an Rottenbauer. Westlich befindet sich die Gemeinde Randersacker, im Westen Reichenberg.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Die ersten Einwohner des neu entstehenden Stadtteils bezogen ihre Wohnungen im Jahr 1972. In den Folgejahren wuchs die Einwohnerzahl rach. Im Oktober 1975 wurden 3000, 1982 bereits 5000 Einwohner gezählt. Heute liegt der Heuchelhof mit ca. 9.200 Einwohnern an siebter Stelle der 13 Stadtbezirke.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Namensherkunft

Der Name Heuchelhof ist zusammengesetzt aus „Hof“ und einer alten Sprachform von Hügel („Heuchel“) und bedeutet „der Hof auf dem Hügel“.

[Bearbeiten] Frühgeschichte

Bei den Bauarbeiten für das Körperbehindertenzenrum wurden Hinweise auf eine Besiedlung in der jungsteinzeitlichen Kultur der Bandkreamiker gefunden. Die Idee der Seßhaftigkeit war zu der Zeit noch neu. Das gefundene Dorf umfasste etwa ein Dutzend Landhäuser, die Bewohner betrieben Ackerbau und Viehzucht.

[Bearbeiten] Entstehung des Stadtteils

Das Gebiet am Heuchelhof gehört zur Heidingsfelder Gemarkung und ist seit der Eingemeindung im Jahr 1930 Teil der Stadt Würzburg. Das dort angesiedelte und große Flächen umfassende Gut Heuchelhof war im Eigentum des Otto Philipp Groß von Trockau. Als das Gut 1960 zum Verkauf stand, sah die Stadt Würzburg die Chance, hier ein dringend benötigtes neues Wohngebiet für die stark wachsende Bevölkerung zu schaffen. Prüfungen hinsichtlich Baugrund und nötiger Infrastruktur sprachen für die Durchführbarkeit des Projekts, das jedoch insbesondere wegen der hohen finanziellen Belastung der Stadt umstritten war. Bei den Verhandlungen mit dem Eigentümer setzte sich die Stadt Würzburg schließlich gegen die weiteren Interessenten - eine Immobilienfirma und die Bundeswehr - durch und erwarb das Gut Heuchelhof mit einer Gesamtfläche von 216 ha im Juli 1961 zum Preis von ca. 13 Millionen DM. Entstehen sollte hier keine reine Schlaf- und Trabantenstadt, sondern ein Stadtteil mit vielfältigen Beziehungen zur Kernstadt, welcher auch Funktionen der Gesamtstadt übernehmen sollte. Neben Wohngebäuden in möglichst vielfältigen Bauformen sollten auch Gewerbe und öffentliche Einrichtungen angesiedelt werden.

Der erste Bauabschnitt (H 1) begann 1968 mit der Erschließungsstraße von Heidingsfeld bis zum heutigen Straßburger Ring. Hierbei wurde bereits eine zukünftige Anbindung per Straßenbahn berücksichtigt und der Mittelstreifen freigehalten. 1970 waren Kanäle und Tiefgaragen im Bau, schließlich auch die ersten Hochbauten und Eigenheime im Bereich Straßburger Ring. Die ersten Wohneinheiten konnten im März 1972 bezogen werden. Inzwischen war beim Verlag der Main-Post die Entscheidung gefallen, aus der Innenstadt in den neuen Stadtteil umzuziehen, was nach anfänglichen Verzögerungen (bedingt duch die Rezession zu Beginn der 1970er Jahre) zu einem Aufschwung des gesamten Heuchelhof-Projekts beitrug. 1972 wurden die ersten Gebäude der Main-Post errichtet (1976 erfolgte bereits die Erweiterung). 1973 eröffnete das erste Geschäft, im Jahr darauf nahmen Grundschule, Kindergarten, das Zentrum für körperbehinderte Kinder und das Rechenzentrum des Verbandes der deutschen Rentenversicherung den Betrieb auf (H 2). Es entstanden die katholische Pfarrei St. Sebastian ebenso wie eine evangelische Gemeinde. 1977/78 eröffnete das Ladenzentrum am zentral gelegenen Place de Caen.

Mit der Eingemeindung Rottenbauers 1974 entstand eine neue Planungseinheit Heuchelhof-Rottenbauer (zunächst gemeinsamer Stadtbezirk). Im Folgejahr wurde ein Wettbewerb für den zweiten Bauabschnitt durchgeführt. Die Planungen berücksichtigten neue städtebauliche Vorstellungen, insbesondere den Verzicht auf Wohntürme. Statt dessen sollten "Wohndörfer" um Plätze angeordnet und von Eigenheimen umgeben werden. Der Bebauungsplan für die Abschnitte H 3 und H 4 wurde 1981 genehmigt, kurz darauf wurde mit deren Erschließung begonnen.

Bis heute entstanden weitere Bauabschnitte H 5 bis H 7. Zudem das Gewerbegebiet zwischen Heuchelhof und Rottenbauer. Die Straßenbahn verkehrt seit 1989 zum Heuchelhof.

Lage der Abschnitte: H 1 = Straßburger Ring, H 2 = angrenzende Flächen südwestlich der Heuchelhofstraße, H 3 = Wiener Ring, H 4 = Madrider Ring, H 5 = Prager Ring, H 6 = Athener Ring, H 7 = Moskauer Ring.

[Bearbeiten] Vereine

[Bearbeiten] Sportvereine

[Bearbeiten] Schulen

[Bearbeiten] weitere Einrichtungen

[Bearbeiten] Verkehr

Durch den gesamten Heuchelhof verläuft halbkreisförmig die Heuchelhofstraße als Zentrale Verkehrsader. Diese verläuft von der Anschlussstelle der B19 bis nach Heidingsfeld. Fast die gesamte Strecke verläuft die Straßenbahnlinie parallel zur Straße. Über die B19 gelangt man auf direktem Weg auf den Stadtring. Außerdem verläuft die Kopenhagener Straße nach Heidingsfeld.

Zwar verläuft die Autobahn am Heuchelhof vorbei, die Auffahrt ist aber nur über die B19 zu erreichen.

[Bearbeiten] ÖPNV

Der Heuchelhof wird ausschließlich durch die Straßenbahnlinie 3 und 5 erschlossen.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  • Abschnitt "Entstehung des Stadtteils" basiert auf: Helmuth Zimmerer:Würzburg. Aufstieg einer zerstörten Stadt. Ein Bericht. Selbstverlag, Würzburg 1982, S. 149ff

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

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