Johann III. von Grumbach

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Grabmal von Bischof Johann III. von Grumbach (Gesamtansicht)
Grabmal von Bischof Johann III. von Grumbach (Detailansicht)

Johann III. von Grumbach († 11. April 1466 in Würzburg) war von 1455 bis 1466 Fürstbischof von Würzburg.

Die Adelsfamilie Grumbach[Bearbeiten]

Johann III. von Grumbach stammte aus der Rimparer Linie des fränkischen Adelsgeschlechts der Wolffskeel von Grumbach, die sich später nur noch von Grumbach nannte. Aus diesem Adelsgeschlecht stammten auch Wolfram von Grumbach, der von 1322 bis 1333 Bischof von Würzburg war, und Wilhelm von Grumbach.

Der Bischof Johann III. von Grumbach[Bearbeiten]

Johann trat schon 1408 als Domherr auf. 1418 besuchte er die Universität Heidelberg. 1432 wurde er Propst in Würzburg. Gegenüber dem Fürstbischof Gottfried IV. Schenk von Limpurg, dessen Nachfolger er später wurde, nahm er eine oppositionelle Rolle ein. 1456 empfing er im Kiliansdom die Bischofsweihe. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger im Amt, der sich durch Zurückhaltung und die Wahrung finanzieller Interessen auszeichnete, gebärdete sich Johann III. von Grumbach kämpferisch. Im Krieg zwischen dem Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach, der vom Kaiser unterstützt wurde, und den Wittelsbachern stand Johann III. auf der Seite der Wittelsbacher. Diese unterstützte er auch im Herbst 1458 bei der Eroberung von Donauwörth. Von Beginn seiner Amtszeit an war er stets bemüht die Rechte des Hochstifts - auch in Fehden - gegenüber lokalen Adelsgeschlechtern durchzusetzen. 1461 kam es zu Eroberungen von heute mittelfränkischen Orten wie Langenzenn, Neustadt a. d. Aisch, Uffenheim und Schloss Hoheneck bei Ipsheim. Zum Ende seiner Regierung begann 1463 eine sich steigernde Auseinandersetzung mit dem benachbarten Hochstift Bamberg, bei der alte Bündniskonstellationen zu einer neuen Eskalation zu führen drohten. Sein Tod verhinderte die Fortsetzung dieser Streitigkeiten.

Im Juni 1455 nahm er an der Aschaffenburger Provinzialsynode teil. Diese beschäftigte sich mit Fragen der kirchlichen Disziplin, dem Verhältnis des Pfarrklerus zu den Bettelorden. 1455 forderte er den Weltklerus auf, die Franziskaner zum Almosensammeln, Predigen und Beichthören zuzulassen. 1460 förderte er die Reform des Würzburger Augustinerklosters.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Sein Leichnam wurde im Würzburger Kiliansdom beigesetzt.

Nachlass[Bearbeiten]

Als wichtiges Relikt hinterließ er das Fränkische Herzogsschwert.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Gottfried IV. Schenk von Limpurg Bischof
1455 - 1466
Rudolf II. von Scherenberg


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