Johann Martin von Wagner
Johann Martin von Wagner, (* 24. Februar 1777 in Würzburg; † 8. August 1858 in Rom) war ein bildender Künstler (Maler und Bildhauer), privater sowie beruflicher Kunstsammler und Archäologe
Sein Vater war der würzburgische Hofbildhauer Peter Wagner. Nach einem Studium der Malerei in Paris und Wien siedelte er sich wegen Geldmangels 1802 wieder in seiner Geburtsstadt an um in Folge einen der bedeutendsten Kunstpreis seiner Zeit zu gewinnen. Auf Empfehlung von Goethe, Mitinitiator des Wettbewerbs, wurde er Professor der zeichnenden Künste an der Würzburger Universität.
Ein damit verbundenes Studium in Italien brachte ihm auf der Rückreise die Bekanntschaft des späteren bayerischen Königs Ludwig I. ein, der ihn 1810 in Funktion eines Kunstagenten mit der Aquirierung von Kunstgegenständen beauftragte und wieder nach Italien entsandte wo er bis zu seinem Tod in Rom im Jahre 1858 lebte.
Während seines ersten Romaufenthaltes verdingte er sich, dies ebenfalls einer Empfehlung Goethes verdankend, im Haus des Gelehrten und preußischen Diplomaten Wilhelm von Humboldt als Zeichenlehrer.
Aus Dankbarkeit für die erfolgreiche Kunstbeschaffung für die Sammlung König Ludwigs I. erhob dieser Johann Martin Wagner bereits im Jahr seiner Krönung 1825 in den persönlichen (nicht vererbbaren) Adelsstand. Begründet wurde dies mit seinen herausragenden Kenntnissen der klassischen Archäologie und Kunstgeschichte.
Seine sehr umfangreiche private Kunstsammlung überließ Wagner im Jahr vor seinem Tod durch eine Schenkung der Universität Würzburg, welche Ihre eigene Kunstsammlung aufgrund dieses immensen Bedeutungszuwachses nun in Martin-von-Wagner-Museum umbenannte.
[Bearbeiten] Literatur
- Heinrich Ragaller: Johann Martin von Wagner, Echter, Würzburg 1979
- Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band II. Fränkische Gesellschaftsdruckerei GmbH Würzburg 1969. S. 78
- Literatur über Martin von Wagner im BVB
[Bearbeiten] Siehe auch
- Namensvetter: Martin Wagner, Journalist (* 1954)