Kapuzinerstraße

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Die Kapuzinerstraße in der Würzburger Altstadt schließt nordöstlich an die Balthasar-Neumann-Promenade an und führt in einem leichten Bogen zum Rennweger Ring.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Angrenzende Straßen

[Bearbeiten] Namensherkunft

Früher trug der Straßenbereich ab der Wolframgasse stadtauswärts den Namen Kartäusergasse. Bereits 1348 hatte sich die Kartause Engelgarten in Würzburg angesiedelt. Das Gelände der Kartause erstreckte sich etwa zwischen der heutigen Kapuziner- und Ludwigstraße und dem Rennweger Ring. Der hinterste Teil der Straße hieß einst Wallgasse, da die Straße an den Wällen der barocken Stadtbefestigung abschloss.

Namensgeber der Kapuzinerstraße war das Kloster der Kapuziner, welches seit Julius Echters Regierungszeit im vorderen Bereich der Straße angesiedelt war. Dieses wurde ebenso wie die Kartause im Zuge der Säkularisation aufgelöst, die zugehörigen Gebäude verkauft oder abgebrochen.

[Bearbeiten] Historische Gebäude

  • An der Ecke Theater- und Kapuzinerstraße befand sich einst der Von-Sandsche-Hof, ein frühbarockes Bürgerhaus. Die nach dem 2. Weltkrieg verbliebene Ruine wurde 1952 entfernt.
  • Das Anwesen Kapuzinerstraße 2-4 wurde ursprünglich durch Balthasar Neumann errichtet. Als großzügiges eigenes Wohnhaus geplant, tauschte er die Gebäude dann gegen das Haus der Familie Hutten in der Franziskanergasse und ließ sich dort nieder.
    • Haus Nummer 2 ist daher auch als Hutten-Hof bekannt. Heute beherbergt dieses Gebäude die Rotkreuzklinik. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Gebäude bis 1950 wieder errichtet. Der Fassadenschmuck erinnert an den barocken Baustil des früheren Bauwerks. Im Garten befindet sich ein barocker Tierbrunnen.
    • Haus Nummer 4, auch unter den Bezeichnungen Zobelscher Hof bzw. Hueberspflege bekannt, beherbergt heute eine Einrichtung des Bürgerspitals. Die Hueberspflege (ehemals Hofspital zum Hl. Geist) wurde 1794 als Stiftung des Stadtrates Adam Josef Hueber für arme, ledige, dienstunfähige Mägde gegründet. Bereits 1796 bezog das Stift hier den Von-Zobelschen-Hof. Die Gebäude wurden 1945 zerstört, standen dann zunächst leer. Der Wiederaufbau erfolgte bis 1956. Das Relief über dem klassizistischen Portal erinnert an den Stifter.
  • Oegg-Haus bzw. Hof Bentheim, Kapuzinerstraße 3 (heute: Staatliches Bauamt, FB Universitätsbau)
  • Kapuzinerstraße 6: „Julianeum“. 1607 durch Julius Echter von Mespelbrunn als „Seminarium Nobilium“ gegründet, wurde es nach der Säkularisation unter der Bezeichnung „Königlich Adeliges Julianeum“ durch König Ludwig II wieder belebt. Zu dieser Zeit wurden auch die Räumlichkeiten in der Kapuzinerstraße bezogen. Es war ein hoch angesehenes Erziehungsinstitut für den adelige Nachwuchs. Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Seminar auch für bürgerliche Schüler geöffnet. Das kriegszerstörte Gebäude wurde bis 1954 in Anlehnung an die ursprüngliche Gestaltung Balthasar Neumanns wieder errichtet. Heute ist das Julianeum Studienseminar, Internat und Tagesheim für SchülerInnen.
  • Originalgetreu wiedererrichtet wurde nach dem 2. Weltkrieg das Mühlhaus der ehemaligen Kartause Engelgarten mit seinem Spätrenaissancegiebel. Es befindet sich in der Kapuzinerstraße 31 (Ecke Eichstraße).

[Bearbeiten] Rosenbachpark

Vom Rennweg aus verläuft die Kapuzinerstraße zunächst ein Stück entlang des Rosenbachparks. Umrahmt von schmiedeeisernen Gittern und dem Rosenbachpalais verlaufen geschwungenen Spazierwege durch Rasenflächen, die teils mit Bäumen und Sträuchern durchsetzt sind. Es befindet sich dort auch ein Brunnen mit Fontäne.

[Bearbeiten] Ansichten des Rosenbachparks

[Bearbeiten] Einrichtungen

[Bearbeiten] Quelle

  • Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band II. Fränkische Gesellschaftsdruckerei GmbH Würzburg 1969. S. 24f