Marianne Dora Rein

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Marianne Dora Rein (* 2. Januar 1911 in Genua; † zwischen 27. November 1941 und 26. März 1942) verfasste Gedichte und Prosa, insbesondere aus der Sparte Naturlyrik. Einzelne Werke wurden in der Publikation „Der Morgen“ des Kulturbunds Deutscher Juden veröffentlicht.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Marianne Rein wurde in Genua als Tochter eines Kaufmanns geboren. Nach dessen Tod 1917 zog sie mit der Mutter nach Würzburg. Marianne besuchte die Jüdische Volksschule und war offenbar auch Schülerin am Würzburger Lyzeum Maria Schlimbach für Mädchen. Ihre Leidenschaft galt bereits in jungen Jahren der Literatur.

Schriftstellerisches Werk[Bearbeiten]

Ab etwa 1936 begann Marianne Rein, selbst zu schreiben. Sie verfasste Gedichte und Prosa, die zum Teil in „Der Morgen“, der Zeitschrift des Jüdischen Kulturbundes, veröffentlicht wurden. Seit dem Jahr 1940 arbeitete sie als Haushaltshilfe im jüdischen Altenheim.

Deportation und Ermordung[Bearbeiten]

Nach mehreren erzwungenen Umzügen traf Marianne Rein 1941 zusammen mit ihrer Mutter Vorbereitungen für die Emigration zu Verwandten in die USA. Marianne und Hedwig Rein standen bereits auf der Visa-Warteliste, als sie am 27. November 1941 nach Riga deportiert, in das Außenlager Jungfernhof [1] gebracht und vermutlich dort oder in der Nähe in den folgenden Wochen oder Monaten ermordet wurden. [1]

Stolperstein[Bearbeiten]

Vor ihrem Wohnhaus in der Ludwigstraße 29 wurde für sie ein Stolperstein verlegt.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

2012 hat der Stadtrat beschlossen, einen Abschnitt der Ottostraße in Marianne-Rein-Straße umzubenennen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Edith Raim: Marianne Rein – eine vergessene jüdische Dichterin aus Würzburg, in: Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst Nr. 59 (2007), S. 335-375.
  • Rosa Grimm (Hrsg.): Marianne Rein – Das Werk. Ergon Verlag Würzburg, Buch und CD, 25 Euro. ISBN 978-3-89913-829-0

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.stolpersteine-wuerzburg.de