Max-Dauthendey-Gesellschaft

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Die Max-Dauthendey-Gesellschaft war Würzburgs älteste literarische Gesellschaft, die im Jahre 1934 in Würzburg gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Gründungsmitglieder sind Adalbert Jakob zu nennen, Alfred Richard Meyer sowie Georg Harro Schaeff-Scheefen, der 30 Jahre später den Autorenverband Franken ins Leben rief. Allerdings wurde der Verein „auf höhere Weisung eingeschläfert”, wie Schaeff-Scheefen in seinen Erinnerungen berichtet. Dauthendeys Faszination für fremde Länder passte nicht ins Weltbild des nationalsozialistischen Regimes.

Nach dem Zweiten Weltkrieg belebte sich die Dauthendey-Gesellschaft aufs Neue. Schwerpunkt ihrer Ziele blieb die Pflege und Förderung des Werkes des Dichters. Doch im Laufe der Zeit erweiterte die literarische Vereinigung ihre Zielsetzung und legte erstmals in der Urkunde, die 1962 bei der Stiftung der Dauthendey-Plakette niedergeschrieben wurde, fest, dass die Dauthendey-Gesellschaft es sich zur Aufgabe gemacht hat, „... das Andenken an den Dichter Max Dauthendey wach zu halten und zugleich das lebendige fränkische Schrifttum zu pflegen”.

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

1971 schloss sich die Gesellschaft als selbständige Gruppe dem Frankenbund an.

Aufgaben und Förderungen[Bearbeiten]

Die Gesellschaft hatte sich zur Aufgabe gestellt, die Erinnerung an den Dichter Max Dauthendey wach zu halten. Ferner war sie bemüht, das gegenwärtige fränkische Schriftentum zu fördern. Hierfür veranstaltete sie Lesungen, zu denen Autoren eingeladen wurden, die mit Franken durch Geburt oder Neigung verbunden waren. Weiterhin unterstützte die Gesellschaft wissenschaftliche Arbeiten im In- und Ausland und förderte die Herausgabe von Schriften Max Dauthendeys sowie von Werken über den Dichter und veranstaltete Feierstunden bei besonderen Jubiläen.

Ehemaliger Vorstand[Bearbeiten]

Letzter 1. Vorsitzender: Willi Dürrnagel

Auflösung[Bearbeiten]

Die Auflösung der Gesellschaft erfolgte am 13. Mai 2015 nach Beschluss der letzten Mitgliederversammlung. Zuletzt hatte die Gesellschaft noch 73 Mitglieder, die im Durchschnitt 70 Jahre und älter waren. Gleichzeitig wurde ein Freundeskreis Max Dauthendey ins Leben gerufen, der durch E-Mails in Verbindung steht, wenn es um Neuigkeiten und Aktivitäten um Leben und Werk des Würzburger Dichters geht. Kontakt zum Freundeskreis besteht über das Antiquariat Daniel Osthoff in der Martinstraße 19. [1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Main-Post: „Dauthendey-Gesellschaft hat sich aufgelöst“ (5. Juni 2015)