Mohammad Rahsepar

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Der Asylbewerber Mohammad Rahsepar (* 21. September 1982 in Ahvaz/Iran; † 29. Januar 2012 in Würzburg), der in der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber lebte, tötete sich selbst. Es wird vermutet, dass dies auf die Bedingungen in der Unterkunft zurückzuführen ist. Der Suizid war Auslöser für deutschlandweite Flüchtlingsproteste, die in Würzburg mit einer Demonstration begannen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Mohammad Rahsepar wurde im iranischen Ahvaz geboren. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Polizist, bis er eines Tages den Befehl verweigerte. Er wurde danach durch das islamistische Regime gefoltert, verlor eine Niere, floh daraufhin, allerdings seine Liebsten zurücklassend, und beantragte schließlich in Deutschland Asyl. In Deutschland hoffte er auf ein besseres Leben. Eine Schwester von ihm lebt in Köln. Ein Antrag bis zu einer Entscheidung über seinen Antrag dorthin umzuziehen, war abgelehnt worden. Er wohnte im Gebäude 305, Zimmer 321. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich im Januar 2012, er wurde aber nicht angemessen behandelt. Am 29. Januar erhängte er sich in seinem Zimmer.

Überführung des Leichnams[Bearbeiten]

Wie verschiedentlich berichtet, sollte der Leichnam von Mohammad Rahsepar bald in den Iran überführt werden. Knapp 4000 Euro wurden für die Überführung veranschlagt. Weil die Schwester des Toten das nicht finanzieren kann, wurde unter anderem von der Caritas um Spenden gebeten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]