Prinzregentendenkmal

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Heutiges Luitpold-Denkmal an der Friedensbrücke
Büste am Luitpold-Denkmal

Das Würzburger Prinzregentendenkmal von 1903 mit Standbild des Luitpold von Bayern in einem Säulenhalbrund befand sich östlich des Bahnhofsvorplatzes.

Heute erinnert auf der Friedensbrücke (ehemals Luitpoldbrücke) ein steinerner Pfeiler mit vorgesetzter Büste an den Prinzregenten.

[Bearbeiten] Geschichte

Mit einem Denkmal sollte der in Würzburg gebürtige Prinzregent zu seinem 80. Geburtstag geehrt werden. Ein Comité unter Leitung von Georg Geiger (Gemeindekollegiumvorstand und Kaufmann) sowie Sebastian Göbl (Stadtarchivar) erstellte die Pläne für ein bronzenes Standbild in einer Säulenexedra. Mit der Ausführung wurden der Architekt Julius Angermaier sowie Ferdinand von Miller (beide München) beauftragt. Die Grundsteinlegung erfolgte pünktlich zum Geburtstag am 12. März 1901. Feierlich enthüllt wurde das fertiggestellte Denkmal zu Kiliani 1903 im Rahmen eines mehrtägigen Festprogramms.

Das auf einem erhöhten Platz angeordnete halbrunde Bauwerk von sechs Metern Höhe umfasste zwei Pfeiler, vier Säulenpaare und ein breiteres Mittelstück, welches von der bronzenen "Wircibirgia" bekrönt wurde. Auf den Pfeilern waren steinerne Torsos angebracht. Zentral befand sich auf einem Postament das monumentale bronzene Standbild des Prinzregenten.

1943 wurde die Statue - ebenso wie der Hl. Kilian auf dem gegenüberliegenden Kiliansbrunnen - kriegsbedingt zum Einschmelzen nach Hamburg verbracht. Der bronzene Prinzregent überstand dort zwar die Kriegszeit, wurde aber nach dem Auffinden 1948 nicht gleich zurückerworben und ging dann verloren. 1957 wurden die steinernen Teile des Denkmals im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes abgerissen. Säulen und Pfeiler wurden aufbewahrt zu anderweitiger Verwendung. Die beiden steinernen Torsos in Form von Brustpanzern mit aufgesetztem Helm fanden einen Standplatz auf der angrenzenden Wiese.

Einer der Pfeiler bildete die Grundform des neuen Prinzregentendenkmals, das zur Feier der 150jährigen Zugehörigkeit Unterfrankens zu Bayern im Juni 1964 errichtet wurde. Die dort angebrachte Büste von 1892 stammte aus Privatbesitz. Das Denkmal befindet sich am linksmainischen Aufgang der Friedensbrücke, welche ehemals den Namen Luitpoldbrücke trug.

[Bearbeiten] Quelle/Literatur

  • Jörg Lusin: Seltsame Wanderungen in Würzburg. In: Festschrift der Leonhard-Frank-Gesellschaft zum 80. Geburtstag von Werner Dettelbacher. Echter Verlag 2006. S. 69ff
  • Thomas Heiler: Prinzregent Luitpold (1821-1912) und Würzburg. Stadtarchiv Würzburg 1996

[Bearbeiten] Siehe auch

Luitpold von Bayern