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Rudolf Graf von Rechteren-Limpurg

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Friedrich Reinhard Burkhard Rudolf Graf von Rechteren-Limpurg-Speckfeld (* 22. September 1751; † 20. Juni 1842 in Sommerhausen) war Generalmajor unter Großherzog Ferdinand von Würzburg und Ehrenbürger der Stadt Würzburg.

Adelsgeschlecht[Bearbeiten]

Stammsitz der Familie ist in Sommerhausen Schloss Sommerhausen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Als junger Mann war Friedrich Reinhard Burkhard Rudolf Graf von Rechteren-Limpurg-Speckfeld Fähnrich und Schiffsoffizier. Er nahm als Freiwilliger am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teil. Nachdem er wieder in Sommerhausen war übernahm er das Erbe seines Vaters. Er gab den Bürgern seines Herrschaftsbereiches für damalige Verhältnisse weitreichende Mitverwaltung. Nach der Säkularisation kaufte er die ehemalige Kurie Weinsberg in der Herrnstraße 2 (heutiger Kardinal-Döpfner-Platz 8-9). Er war Generalmajor und Kreiskommandant der Nationalgarde im Großherzogtum Würzburg sowie erblicher Reichsrat der Krone Bayerns und besaß zeitweise einen Domherrnhof in Würzburg. Er war unter anderem mit dem Bürgermeister Georg Ignaz Brock und dem Professor Franz Oberthür befreundet.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

1819 wurde von Rechteren-Limpurg-Speckfeld Ehrenbürger der Stadt Würzburg für seinen wohltätigen Einfluss als Reichsrat der Krone Bayerns.

Im Rahmen des Festbankettes zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde wurde ihm folgendes Gedicht gewidmet:

„Ein Lorbeer und Eichenkranz
dem mutigen Krieger einstens,
für eines fremden Volkes Freiheit,
dem gefälligen Dichter schöner, sanfter Lieder
für Frankenland, das Vaterland,
dem kraftvollen Redner,
für Völkerrecht und Staatenwohl
vor Volk und Thron
dem erblichen Standesherrn des Reichs der Baiern
nun auch Würzburgs neugewählter Ehrenbürger
dem hochgeschätzten Herrn Grafen von Rechteren-Limpurg
gewunden von fränkischen Frauen Händen“

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Friedrich Reinhard wurde in der Familiengruft in Markt Einersheim beigesetzt. Er war mit Prinzessin Auguste Eleonore von Hohenlohe-Kirchberg verheiratet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Abenteuer des Grafen Friedrich Reinhard von Rechteren-Limpurg im Mittelmeer und im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1770 bis 1782. The adventures of Friedrich Reinhard count of Rechteren-Limpurg in the Mediterranean and the American War of Independence 1770 – 1782, hrsg. von / edited by Jane A. Baum, Hans-Peter Baum, Jesko Graf zu Dohna (Mainfränkische Hefte 115), Baunach 2016.
  • Beate Kann: Würzburgs Ehrenbürger 1819 bis 1837. Stadtarchiv Würzburg 1993