Sanderrasen

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Der Sanderrasen ist eine Sportanlage im Freien, die von zahlreichen Schulen für den Sportunterricht genutzt wird. Außerdem trainieren hier auch Freizeitsportler. An Schultagen ist der Platz bis 17 Uhr für Unterrichtszwecke reserviert. Zuständig für den Sanderrasen ist der Fachbereich Sport der Stadt Würzburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Adresse: Virchowstr. 1; 97070 Würzburg

Der Sanderrasen ist innenstadtnah in der vorderen Sanderau gelegen. In unmittelbarer Nähe befinden sich das Schwimmbad Sandermare und das Studentenhaus. Näheste Haltestellen der Straßenbahnen sind Sanderring und Eichendorffstraße.

[Bearbeiten] Veranstaltungen

Während der Sommerferien findet am Sanderrasen die Sportferienfreizeit für Kinder von 6-12 Jahren statt.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Sanderanger war über Jahrhunderte der Weideplatz (gemeinder Hutwasen) des Viertels. Zeitweise auch Richtplatz. Zunächst erstreckte er sich noch weit über die heutige Fläche hinaus in Richtung Mainufer. 1725 wurde der untere, mainwärts gelegene Teil in einen öffentlichen Garten umgewandelt, später bebaut. Der obere Teil wurde 1754 zum militärischen Exerzierplatz umgewidmet. Der Verlust der Weidefläche rief aber massive Proteste in der Bevölkerung hervor. Ersatzweise durfte das Glacis vor den Befestigungsmauern der Stadt als Weidefläche genutzt werden. 1764 wurde ein Kompromiss ausgehandelt: Vormittags übte die Truppe, nachmittags durfte das Vieh am Sanderanger weiden. Zudem fanden sich dort Freiflächen für das Bleichen der Wäsche und für sportliche Aktivitäten der Studenten. 1904 verzichtete das Militär auf eine weitere Nutzung des Platzes.

Häufig diente der Sanderrasen auch als Festplatz. Z.B. für das 8. Bayerische Turnfest im Jahr 1890 und für das erste Deutsche Sängerfest 1845. Zeitweise fand auch das Kiliani-Voksfest hier statt.[1] Nach dem 1. Weltkrieg standen hier kurzzeitig Wohnbarracken. Bis in die 1930er Jahre boten im nördlichen Teil des Geländes Marktstände Gemüse an. Ein Teil der Wiesenfläche wurde inzwischen mit dem Studentenhaus und dem Hallenbad Sandermare bebaut.

[Bearbeiten] Bildergalerie

[Bearbeiten] Weblink

Sanderrasen auf Würzburg.de

[Bearbeiten] Quellen

  • Abschnitt "Geschichte" basiert auf Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band II. Fränkische Gesellschaftsdruckerei GmbH, Würzburg 1969. S. 31
  1. Peter Moser: Würzburg. Geschichte einer Stadt. Babenberg Verlag, Bamberg 1999. ISBN 3-933469-03-1; Foto aus dem Jahr 1909

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

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