Schönbornkapelle

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Die Schönbornkapelle
Hauptportal

Die Schönbornkapelle, die Schönborn’sche Begräbniskapelle, befindet am Nordquerhaus des Kiliansdoms sich zwischen Kiliansplatz und Hofstraße.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Geschichte bis zum Tode des ersten Bauherrn (1724)[Bearbeiten]

Johann Philipp Franz von Schönborn hatte sich bereits als Dompropst mit der Absicht getragen, eine Begräbniskapelle für sich und seine Familie am Dom errichten zu lassen, war jedoch am Widerstand des Domkapitels gescheitert. Zwar hatte das Domkapitel was die Person des Dompropstes betraf nichts einzuwenden, hatte aber Bedenken wegen der Unterhaltungskosten und besonders wegen der Beteiligung der ganzen Familie. Die Schönborns waren bei ihren adeligen Kollegen nicht sehr beliebt, denn die Familie war schnell empor gestiegen und man befürchtete nicht zu Unrecht, dass sie überall am Rhein und Main nach der bischöflichen Würde strebte. Auch in Würzburg sah man mit der Errichtung einer Begräbniskapelle eine Stärkung ihres Ansehens, dem man entgegenwirken wollte. Die Hindernisse, die man Johann Philipp Franz in den Weg legte, bewogen ihn dann, seine Absicht vorläufig fallen zu lassen. Nach seiner Wahl zum Würzburger Fürstbischof begann er sein Vorhaben im Jahre 1719 umgehend in die Tat umzusetzen. Begräbniskapellen, für die es in Deutschland kaum Vorbilder gab, hatte er auf seiner Reise durch Italien und hier am großherzoglichen Hof in Florenz kennengelernt. Den entscheidenden Anstoß zum Bau der Würzburger Begräbniskapelle erhielt er 1715 bei einem Besuch der Kurfürstenkapelle am Breslauer Dom. [1]

1721 wurde der Bau nach einem Projekt von Maximilian von Welsch begonnen, das dann 1723 von Balthasar Neumann unter Einfluss Johann Lucas von Hildebrandts modifiziert weitergeführt wurde. Neumann übernahm den Aufriss von Welsch weitgehend, hat ihn aber weitergeführt. So entstanden ein überkuppelter Zentralbau und zwei seitliche Räume für die Grablegen. Neumann ersetzte die bei Welsch bis zum Kuppelring hinaus rechteckige Konzeption, deren Bögen und Wände zumeist gerade geführt werden sollten, durch eine Kurvierung des Raumes.

Stillstand des Baues (1724/29)[Bearbeiten]

Das Mauerwerk des Außenbaus war bereits hochgezogen und die Kuppel mit Kupfer bedeckt, als der Fürstbischof am 18. August 1724 auf der Rückreise von Mergentheim starb. Nach seinem Tod kamen die Bautätigkeiten unter dem neuen Fürstbischof Christoph Franz von Hutten zum Erliegen, Künstler und Handwerker wurden entlassen. Auch Balthasar Neumann war als Anhänger der Schönborn damals in seiner Stellung stark gefährdet. Johann Philipp Franz von Schönborn wurde, da seine Begräbniskapelle noch nicht ausgebaut war, im Kiliansdom beigesetzt.

Obwohl Johann Philipp Franz von Schönborn bereits am 27. März 1721 verfügt hatte, dass sein hinterlassenes Vermögen dafür haften sollte, wenn er „ohne die neue Capellen ausgebauet zu haben, etwa, so in Gottes Handten stehe, sterben solte“, war an eine Fortführung des Baues aus den Mitteln seiner Hinterlassenschaft nicht zu denken. Zu sehr hatte der prunkliebende Fürstbischof nicht allein das Hochstift Würzburg, sondern auch sich selbst in große Schulden gestürzt, dass man froh sein konnte, wenn die Hauptschulden bezahlt werden konnten. Der gesamte Nachlass des Johann Philipp Franz wurde verkauft, um mit der erlösten Summe die Schulden tilgen zu können. Selbst die unbezahlten Handwerker versuchten durch Bittschriften an die Familie von Schönborn wie an den Fürstbischof von Hutten zu ihrem Geld zu kommen.

Von Seiten des Hochstifts wandte man sich ebenfalls an die Schönborn’sche Familie, um sie zur Fortführung des Baues und zur Übernahme der Schuldenlast zu veranlassen. Die Familie stellte aber einige Gegenforderungen, über die man sich mit dem Domkapitel und dem Bischof nicht einigen konnte, weshalb die Angelegenheit auf sich beruhen blieb.

Wiederaufnahme und Vollendung (1729/36)[Bearbeiten]

Nach dem Tode von Christoph Franz von Hutten kam am 18. Mai 1729 Friedrich Karl von Schönborn auf den Würzburger Bischofsstuhl und langsam liefen die Arbeiten an der Schönbornkapelle wieder an. Da Friedrich Karl auch das Amt des Reichsvizekanzlers innehatte, residierte er nach wie vor in Wien und besuchte seine beiden Bistümer Würzburg und Bamberg nur sporadisch. Im Herbst 1729 ließ er Balthasar Neumann nach Wien kommen, um sich über den Stand der Bauarbeiten an der Residenz und der Schönbornkapelle unterrichten zu lassen und seine Anweisungen zu geben. Da das Äußere der Kapelle fertig war, handelte es sich jetzt um den Ausbau und die Einrichtung des Innern. Die Marmorverkleidung der Wände musste angebracht, Säulen und Pilaster aufgestellt, die Durchgänge zum Dom geschaffen und die Kuppelgewölbe zur Malerei vorbereitet werden. Friedrich Karl hatte sich entschlossen, die Kapelle von seinem Hofmaler Johann Rudolf Byss ausmalen zu lassen. Da dieser aber noch für unabsehbare Zeit außerhalb des Bistums beschäftigt war, teilte der Fürstbischof Balthasar Neumann mit: „was hingegen die Capell angehet, wird es nicht vonnöthen sein, damit sehr zu eylen, in der Erwegung, daß der Cammerdiener Byß, welcher die Cuppel mahlen solle, den ganzen Sommer hindurch zu Göttweig wird beschäftigt sein.“

Anfang 1731 wurden die Arbeiten an der Kapelle forciert. Im Mai 1731 kündigte der Fürstbischof Neumann an, dass er Byss nach Würzburg schicken werde, damit dieser mit den Arbeiten an der Kuppel beginnen könne. Die Malereien der Hauptkuppel hatte Byss am 18. Mai 1733 begonnen und mit den Nebengewölben im Spätsommer fertiggestellt. Die Malereien der Hauptkuppel sowie der Nebengewölbe führte der fast 73 Jahre alte Byss ganz alleine aus. Nach Beendigung der Freskomalerei wurden die Altäre und die Epitaphien in Angriff genommen.

Da Byss mit der Leitung der Inneneinrichtung betraut war und selbst Vorschläge machte oder sie begutachtete, musste sich Neumann, der den Bau führte, mit ihm besprechen. Über die Ausführung der Epitaphien in Stein war man sich schnell einig geworden, schwankte aber noch über die Gestalt des Hauptaltars, der seinen Platz an der Kapellenrückwand haben sollte. Ein Altaraufbau musste dort ausscheiden, weil er ohne Zweifel den Raumeindruck der Kapelle geschädigt hätte. An seiner Stelle sollte die Rückwand durch ein großes figürliches Relief gefüllt werden, das in Stein gedacht war. Byss war aber der Ansicht, das Relief aus Gips zu machen und schlug dazu den Stuckateur Antonio Bossi vor, dessen obwohl nur flüchtig gearbeitetes Modell ihm gut gefallen hatte, und den er für geeigneter hielt als einen Bildhauer. Fürstbischof Friedrich Karl überließ die Angelegenheiten Neumann und Byss. Bossi übernahm sämtliche Stuckarbeiten in der Schönbornkapelle, die er alle im gleichen Jahr vollendete.

1734 wurden die unteren Teile zur Ausgestaltung der Kapelle in Angriff genommen. Größere Beratungen waren wegen den Epitaphien und den Haupt- und Nebenaltären notwendig geworden. Über die Epitaphien war man sich einig: Sie sollten aus Stein gemacht werden. Die Ausarbeitung wurde dem Hofbildhauer Claude Curé übertragen. Das Altarbild, welches ursprünglich als Relief gedacht war, wurde durch Feskomalerei ersetzt, die Byss selbst übernahm. [2] Dabei waren ihm die beiden jungen Maler Johann Thalhofer und Anton Joseph Högler behilflich, die der Fürstbischof einige Jahre an der Wiener Akademie hatte lernen lassen.

Mit der Anfertigung der Gittertore an den Domdurchgängen war der neue Hofschlosser Johann Georg Oegg beauftragt worden. Am 1. Mai 1735 waren die zwei Seitenaltäre fertig und konnten gesetzt werden, während der Hauptaltar mit seinen Bildhauerarbeiten noch ausstand. Alle noch offenen Arbeiten füllten das Frühjahr und den Sommer 1736 bis zur Einweihung der Kapelle. Diese hatte bereits am 1. Juli 1736 stattgefunden, während sich die Innenarbeiten noch bis Oktober des gleichen Jahres hinzogen.

Pläne[Bearbeiten]

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Außenbau[Bearbeiten]

Die Schönbornkapelle ist in ihrer heutigen Erscheinungsform in der letzten Fassung der architektonischen Pläne mit geringen Abweichungen zur Ausführung gekommen. Die Kapelle lehnt sich in ihrer ganzen Breite dem nördlichen Arm des Domquerschiffs an. Der rechteckige Grundbau ist an den Ecken stark abgerundet und tritt an der Vorderseite mit einem breiten Mittelteil, der das Portal mit seinem runden Oberlicht aufnimmt, risalitartig [3] hervor. Auf beiden Seiten des Portals befinden sich je ein Fenster, ebenso jeweils in der Mitte der Schmalseiten. Der Aufbau der Kapelle besteht in einem hohen Sockel mit Pilastern [4] darüber, die das Hauptgebälk mit Zahnschnittfries tragen. Auf diesem erhebt sich in gleicher Höhe wie der Sockel die Attika [5], in die sich die Pilaster als Lisenen [6] fortsetzen. Der vorspringende Mittelteil trägt auf zwei gekuppelten Dreiviertelsäulen den mächtigen, sich in die Attika einspannenden Dreiecksgiebel. Das Portal ist reich profiliert und flankiert von freistehenden Säulen mit schweren Volutengiebeln. Auf den Giebelschenkeln sitzen zwei in faltige Gewänder gehüllte Gerippe, das eine ursprünglich mit Sichel, die heute fehlt, das andere mit Sanduhr. Über dem Portal ist ein von Blattwerk und Totenkopf umrahmtes und von einer Grafenkrone bekröntes Schild angebracht. Das runde Oberlicht des Portals ist besonders reich mit Voluten, Girlanden, und Zweigen eingerahmt; unterhalb des Ovals zwei Engelsköpfe, über dem Oval ein Totenkopf. Über dem Ovalfenster sitzt ein Engel, eingerahmt von Vasen. Das Giebelfeld nimmt das große, von zwei stehenden Löwen gehaltene und dem Herzogshut bekrönte Wappen der Schönborns ein. Auf den vorgekröpften Schenkeln des Dreiecksgiebels sitzen die Personifikationen von Hoffnung und Liebe, während auf der Spitze zwei Engel das Kreuz als Sinnbild des Glaubens halten. Die Fensterbrüstungen zeigen in der Mitte Reliefe mit Totenkopf und Gebeinen, an den Scheiteln große, geflügelte Engelsköpfe.

Über der Attika steigt die mächtige kupfergedeckte Kuppel mit Tambour [7] und Laterne empor. Durch den Tambour wird die Kuppel stark erhöht und durch sechs Rippen in einzelne Felder geteilt, deren Mitte kleine ovale Dachfenster aufnehmen. Die Laterne sitzt ohne Zwischenglied direkt auf der Kuppel. Ihre vier Rundbogenfenster werden durch Pilaster getrennt. Über den Rundbogenfenstern befinden sich drei große Engelsköpfe mit Wolken. Das Kupferdach der Laterne ist mit Lambrequins [8] geschmückt, auf der Spitze eine Vase.

Außenplastik[Bearbeiten]

Die Außenplastik sind zum größten Teil Werke von Claude Curé aus den Jahren 1723 und 1724 [9] und waren ehemals aus Grünsandstein aus Randersacker. Heute handelt es sich um Kopien, deren Maße denen der Originale entsprechen:

  • Inschriftenkartusche mit rahmenden Blattwerk über dem Scheitel des Portals
Inschrift: „BEATI MORTVI QVI IN DOMINO MORIVNTUR“ - „Selig die Toten, die im Herrn sterben.“
  • Gerippe: Die das rechteckige Portal rahmenden, freistehenden Säulen tragen schwere Volutengiebel, auf denen zwei mit Mantel bekleidete Gerippe ruhen. Die linke Figur, den verhüllten Kopf nach rechts gedreht, hält in der Linken einen Herzogshut, in der Rechten ursprünglich eine Sense. Brustkorb und Beine werden unter dem Mantel sichtbar. Das rechte Skelett hält in der rechten Hand eine Sanduhr; der lorbeerbekränzte Kopf ist leicht zur Seite geneigt.
  • Federhaltender Putto mit seitlich je einer Räuchervase
  • Giebel
    • Schönbornwappen mit dem Herzogshut bekrönt und von zwei stehenden Löwen gehalten
    • lagernde weibliche Allegorien: Die linke Allegorie hält in einer Hand ein Buch; die andere Hand, auf ein Kissen gestützt, ist erhoben. Sie trägt Sandalen, ein mit Schleier verziertes Gewand, darüber einen Umhang; der rechte Arm bleibt frei. Zu ihren Füßen ein Putto. Beide Figuren schauen zur Mitte auf. Die rechte Giebelfigur, deren Kopf in einen langen Schleier gehüllt ist, hält zwei Kinder in den Armen; sie trägt ein langes Gewand und Sandalen.
    • kreuztragende Putten: Kreuz als Symbol des Glaubens, zu dem auf den Schenkeln links die als Hoffnung, rechts die als Liebe zu deutende Allegorie hinzutritt.
  • Hauptgeschossfenster
    • Verdachungen (Puttengruppen)
    • Brüstungsreliefs:
Attika: 10 Räuchervasen
Laterne: Engelsgruppen an der Ost-, Nord- und Westseite

Innenraum[Bearbeiten]

Das Innere der Schönbornkapelle umfasst einen runden mittleren und zwei elliptische seitlich angeordnete Räume und hat zwei Zugänge vom Dom aus in die Seitenkapellen; das Hauptportal befindet sich an der Nordseite. Das Kuppelfresko mit der Auferstehung und dem Jüngsten Gericht und das Hochaltargemälde mit der Auferstehung Christi stammen von Johann Rudolf Byss, der auch die Fresken der Hofkirche in der Residenz schuf. Der Hauptaltar, der nur aus Mensa und Leuchterbank aus achatfarbigem Marmor besteht, befindet sich an der Südseite des Mittelbaus. In den Halbkuppeln die vier Evangelisten und trauernde Putten. Desweiteren ist der Innenraum mit Marmorsäulen ausgestaltet. Die Wände sind gänzlich mit schwarzem Marmor verkleidet. Die Seitenaltäre schmücken die Ost- und Westseite der Kapelle. Sie bestehen aus Marmormensen mit darüber liegendem stuckierten predellenartigem Aufsatz, der einerseits die Gruppe Magdalenas vor dem Kreuz, andererseits die Gruppe der Pietà trägt. Diese Gruppen fertigte Claude Curé im Jahre 1735 aus grünem Sandstein; sie sind vergoldet.

An den Wänden neben den Seitenaltären befinden sich vier Denkmäler für geistliche Fürsten aus dem Hause Schönborn. Sie sind in Sandstein ausgeführt und größtenteils vergoldet, einzelne Teile bronzeartig getönt. Die Inschriftentafeln sind vergoldete Bronzearbeiten des Hofbildhauers Claude Curé:

  • Johann Philipp von Schönborn, Kurfürst von Mainz, Bischof von Würzburg und Worms († 1673). Der Bischof ruht betend auf dem Sarkophag, seitlich zwei Genien [10], außerdem Engel mit Insignien.
  • Johann Philipp Franz von Schönborn, Bischof von Würzburg († 1724). Auf dem Sarkophag kniet der Bischof betend, seitlich die Personifikation der geistlichen und weltlichen Gewalt, Insignien und Wappen.
  • Friedrich Karl von Schönborn, Bischof von Würzburg und Bamberg († 1746). Tumba [11], worauf allegorische Figuren sitzen, darüber Obelisk mit der Büste des Verstorbenen. Putten mit Insignien.
  • Lothar Franz von Schönborn, Kurfürst von Mainz und Bischof von Bamberg († 1739). Sarkophag, darüber Obelisk mit dem Brustbild des Verstorbenen, von Engeln gehalten. Seitlich vom Sarkophag die geistliche und weltliche Gewalt.

Grabstätte der Schönborns[Bearbeiten]

Begraben liegen in der Schönbornkapelle die beiden Erbauer Johann Philipp Franz von Schönborn und Friedrich Karl von Schönborn sowie die 1817 im Säuglingsalter verstorbene Prinzessin Theodolinde, eine Schwester des Prinzregenten Luitpold.

Außenansichten[Bearbeiten]

Besichtigungen[Bearbeiten]

Besichtigungen der Schönbornkapelle finden nur im Rahmen von Domführungen statt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Walter Boll: Die Schönbornkapelle am Würzburger Dom. Ein Beitrag zur Kunstgeschichte des XVIII. Jahrhunderts. Georg Müller, München 1925 (Zugleich: Würzburg, Univ., Diss., 1922)
  • S. Göbl: Würzburg - ein kulturhistorisches Städtebild. 7. Auflage, Königliche Universitätsdruckerei von H. Stürtz, 1904. S. 76
  • Erika Kerestely: Würzburg. Stadtführer mit farbigem Stadtplan. Verlagshaus Würzburg GmbH&Co KG, 2007. S. 31
  • Felix Mader: Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern. Band XII, Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, R. Oldenbourg Verlag München/Wien, Würzburg 1915, S. 127 ff.
  • Bernd M. Mayer: Johann Rudolf Bys (1662-1738). Studien zu Leben und Werk. scaneg Verlag, München 1994, S. 85 ff.
  • Stefan W. Römmelt: Selig sind die Toten, die im Herrn sterben. In: Würzburger Katholisches Sonntagsblatt Nr. 47, 22. November 2015, S. 27
  • Ute Nadler: Der Würzburger Hofbildhauer Claude Curé in: Mainfränkische Studien Band 8, Würzburg 1974 (Zugleich Philosophische Dissertation - Würzburg 1972), S. 284 ff.
  • Harmen Thies: Grundrissfiguren Balthasar Neumanns. Zum massstäblich-geometrischen Rissaufbau der Schönbornkapelle und der Hofkirche in Würzburg. Editrice Edam, Florenz 1980

Weblinks[Bearbeiten]

Hinweise und Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen über den Breslauer Dom bei Wikipedia [1]
  2. Balthasar Neumann vertrat den ersten Plan, d.h. das als Relief gedachte Altarbild. Zuletzt wurde aber die Entscheidung von Friedrich Karl von Schönborn dem Maler Byss in die Hand gegeben.
  3. Risalit (von ital. risalire, wieder hervorspringen), ein aus dem gesamten Bauwerk hervortretender Baukörper oder Architekturteil, der aus der Linie des Gesamten hervortritt. In der Barockzeit gerne zur Fassadengliederung von Palästen und in der einfachsten Form auch zur Gliederung von einfachen Häusern verwendet.
  4. Pilaster (lat. pila, Pfeiler), ein in den Mauerverbund eingearbeiteter Teilpfeiler, der auch als Wandpfeiler bezeichnet wird. Er kann tragende statische Funktion haben, muss diese aber nicht besitzen.
  5. Attika (aus griechisch attikos ‚attisch‘) bezeichnet in der Architektur eine über dem Kranzgesims befindliche Aufmauerung oder eine Abschlusswand zur Verdeckung des Daches.
  6. Die Lisene (von frz. lisière „Saum“, „Rand“‚ „Kante“), auch Mauerblende, ist im Bauwesen eine schmale und leicht hervortretende vertikale Verstärkung der Wand.
  7. Als Tambour (frz. ‚Trommel‘) wird ein vertikales Architekturelement mit einem meist runden, seltener auch polygonalen oder ovalen Querschnitt bezeichnet, das als verbindendes Zwischenglied oberhalb eines meist quadratischen Baukörpers und dessen aus einer Kuppel bestehenden Dach fungiert.
  8. Der Begriff „Lambrequin“ ist aus dem französischen Wort lambeau (Lappen, Lumpen) abgeleitet. Lambrequins wurden ursprünglich in der Raumausstattung verwendet. Sie dienten als Querbehang, mit dem der obere Abschluss von Fenstern und Türen verschönt wurde. Ab dem Barock wurde der Lambrequin auch in der Außenarchitektur eingesetzt. Er besteht dann in der Regel nicht aus Stoff, sondern ist dem ihn umgebenen Baumaterial angepasst, also aus Metall, Holz oder (seltener) Stuck. Wie in der Innenarchitektur wird er zur Verzierung von Fenstern, aber auch Laubengängen oder Dachkanten verwendet.
  9. Die letzte Nachricht über einer Tätigkeit der Bildhauer - Claude Curé zusammen mit zwei Gesellen - stammt vom 12. August 1724. Zu diesem Zeitpunkt muss die Dekoration größtenteils vollendet gewesen sein, denn schon in diesem Jahr begann man mit der Bearbeitung der Marmors für das Innere der Kapelle.
  10. Siehe hierzu (Mythologie) auf Zeno.org
  11. Tumba, auch Hochgrab genannt, bezeichnet ein freistehendes steinernes oder metallenes Grabmal in Form eines Sarkophags. Im Unterschied zum Sarkophag sind in der Tumba nicht die Gebeine des Toten enthalten; allerdings ist diese Differenzierung nicht immer einheitlich. Weitere Informationen bei Wikipedia [2]

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