Stadion am Dallenberg

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Haupttribüne mit Sprecherkabine (vor Umbau)
Haupttribüne mit Flutlicht (vor Umbau)
Gegengerade (vor Umbau)
Gästeblock und LED-Anzeigetafel (vor Umbau)
Eingang
Denkmal

Das Stadion am Dallenberg (kurz: Dallenbergstadion) bzw. Kickers-Stadion ist die Heimspielstätte der Würzburger Kickers und wurde 1967 erbaut. Am 6. März 2013 erwarb die Würzburger Online-Druckerei flyeralarm für drei Jahre die Namensrechte am Stadion - der offizielle Name lautet seitdem flyeralarm Arena. [1] Das Stadion hat gegenwärtig eine Kapazität von 13.138 Zuschauern und ist damit das größte Stadion im Stadtgebiet. [2] Zum Stadion gehört ein Nebenplatz sowie ein Kunstrasenplatz mit Flutlicht.

Geschichte[Bearbeiten]

  • Bis zum Bau des Kickers-Stadions spielten die Kickers im Stadtbezirk Sanderau auf einem Sportplatz an der Randersackerer Straße im Bereich des heutigen Frischecenter Trabold. Aufgrund der Stadterweiterung in südliche Richtung (in Richtung Randersacker) und dem Bau des Mittleren Rings mussten die Kickers jedoch umziehen. Das neue, vereinseigene Gelände wurde auf der anderen Mainseite am Dallenberg gefunden.
  • Architekt des Kickers-Stadion war Jupp Schunk, Bauherr Balthasar Höhn. Die Bautätigkeiten fanden in den 1960er und 1970er Jahren statt, wobei die überdachte Haupttribüne den ältesten Abschnitt des Stadions darstellt. Erst 1975 wurden die Stehränge um den Platz fertiggestellt. Auf eine Laufbahn wurde aus Platzgründen verzichtet. Die Errichtung wurde durch Zuschüsse von der Stadt Würzburg, dem Land und dem Bund, vor allem aber durch Spenden und durch Arbeitsleistungen von Mitgliedern finanziert. Auch dem Engagement der damaligen Vorsitzenden Julius Bächer und Josef Metzger war es zu verdanken, dass das Stadionprojekt zügig umgesetzt wurde. Pläne sind im Stadtarchiv in der Straßenakte Frankfurter Straße einsehbar.
  • Einweihung am 15. August 1967 mit dem Eröffnungsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern vor 8.000 Zuschauern. Dabei war die Haupttribüne mit 4.000 Zuschauern restlos ausverkauft.
  • Am 27. Mai 1976 sorgte das Spiel um die Bayernliga-Meisterschaft Würzburger Fußballverein e.V. gegen FC Wacker München mit 12.617 Besuchern für einen Zuschauer-Rekord. Die Würzburger verloren die Partie mit 2:0.
  • 2006 wurde der Rasen saniert. Die Spielfeldgröße beträgt 105 x 68 Meter. Das WM-Team aus Ghana trainierte während der Weltmeisterschaft im Dallenbergstadion. Siehe Veranstaltungen.
  • Am 6. März 2013 erwarb die Würzburger Online-Druckerei flyeralarm für drei Jahre die Namensrechte für die Sportstätte - die offizielle Bezeichnung ist seitdem flyeralarm Arena. Laut Kickers-Vorsitzenden Michael Schlagbauer sollen die Einnahmen aus dem Verkauf der Namensrechte für die Modernisierung des Stadions herangezogen werden. Geplant ist unter anderem eine Flutlichtanlage. [1]
  • Am 23. September 2014 genehmigte der Bauausschuss die Errichtung von vier Flutlicht-Masten. Ohne eine Flutlicht-Anlage hätte das DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Braunschweig nicht stattfinden können. Der erste Mast wurde am 15. Oktober aufgestellt und ist mit 32 Metern der höchste der vier Flutlicht-Masten. Am 20. Oktober erleuchtete das Flutlicht erstmals das Stadion.
  • 2015 wurde das Stadion für den Spielbetrieb in der Dritten Liga umgebaut: Die Haupttribüne wurde komplett bestuhlt, die Gästeblöcke 5 und 6 mit einer Stahlrohrtribüne (Sitz- und Stehplätze) überbaut und der Fanblock der Kickers (B-Block) auf die Nordtribüne verlegt. Um die Trennung von Fans und Spielern gewährleisten zu können, musste ein Spielertunnel errichtet werden.
  • 2016 erfolgten umfangreiche Umbaumaßnahmen für den Spielbetrieb in der 2. Bundesliga: Die Kapazität der Gegengerade wurde durch Stahlrohrtribünen von 5.000 auf 7.000 Stehplätze angehoben. Hinzu kam der bis dato gesperrte Block Z an der Haupttribüne mit etwa 200 Sitzplätzen und ein neues VIP-Gebäude für 500 Personen. Auch in die Sicherheit wurde investiert: Ein neuer Löschwassertank mit 200.000 Liter Fassungsvermögen, breitere Treppen und eine bessere Stromversorgung für die Rettungskräfte kamen hinzu.[2]

Zuschauer-Kapazität und Ausstattung[Bearbeiten]

Ursprünglich fasste das Stadion am Dallenberg rein rechnerisch 14.500 Zuschauer. Im Zuge der Umbauarbeiten für die Dritte Bundesliga sank die Kapazität auf den Stand von 10.504 Zuschauern. Aktuell sind es 13.138 Zuschauer, die im Stadion Platz finden.

Die Haupttribüne ist der einzige Zuschauerbereich des Stadions, der vollständig überdacht ist. Hier befinden sich seit dem Umbau 2015 ausschließlich Sitzplätze. Die übrigen Tribünen rund um das Spielfeld bieten mit Ausnahme von Block 6 ausschließlich Stehplätze und sind nicht überdacht. Durch die zur Mitte hin leicht nach außen zulaufenden Tribünen auf der Seite der Stehhalle sowie der Gegengeraden bekommt das Stadion eine achteckige Optik, hierdurch ist im Innenraum an beiden Spielfeldseiten Platz für die Coachingzonen und Reservebänke. An der Mittellinie sind die Tribünen, durch diese Bauweise bedingt, einige Meter weiter von der Seitenlinie entfernt als in der Nähe der Torauslinien.

Es handelt sich um ein reines Fußballstadion ohne Laufbahn um das Spielfeld. Seit 2013 ist das Stadion mit einer LED-Anzeigetafel ausgestattet. 2014 wurde im Nordwesten des Stadions ein größerer VIP-Bereich eingerichtet und die Sportstätte mit einer Flutlicht-Anlage mit einer Leistung von 800 Lux versehen.

Aufgrund einer verschärften Versammlungsstättenverordnung der Stadt Würzburg nach den Vorkommnissen bei der Love Parade in Duisburg war die Zahl der zugelassenen Zuschauer in der Saison 2014/2015 an normalen Spieltagen auf 5.000 Zuschauer begrenzt. Bei Spielen mit Ausnahmegenehmigung (beispielsweise DFB-Pokalspielen) konnte die Kapazitätsgrenze auf Antrag des Vereins mit Auflagen angehoben werden. Beim DFB-Pokalspiel gegen Fortuna Düsseldorf waren beispielsweise 12.000 Zuschauer zugelassen,[3] beim Relegationsspiel gegen den SC Saarbrücken durften 10.504 Zuschauer auf die Tribünen.

In der Dritten Liga sind dauerhaft 10.504 Zuschauer im Dallenbergstadion zugelassen (bei Sicherheitsspielen nur 9.011 wegen nötiger Pufferzonen). Die Stehplätze auf der Haupttribüne (Stehhalle) und ein Teil des Gästeblocks (Block 6) wurden dauerhaft zu Sitzplätzen umgewandelt.[4] Ferner wurde ein Spielertunnel eingerichtet, eine Videoüberwachung installiert und die Beschallungsanlage modernisiert. Für die Spielberechtigung sind weitere Umbaumaßnahmen seitens des DFB notwendig: So muss spätestens in der nächsten Saison eine Rasenheizung eingebaut werden.[5]

Nachdem die Kickers in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind, muss das Fassungsvermögen dauerhaft auf 15.000 Zuschauer angehoben werden. Für die erste Saison können die Kickers jedoch mit einer Sondergenehmigung der DFL zunächst von dieser Auflage befreit werden. [6] Das Fassungsvermögen liegt nach den jüngsten Umbauten bei 13.138 Zuschauern (mit VIP-Gebäude).[2]

Veranstaltungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Während der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 war es die Trainingsanlage der Nationalmannschaft von Ghana („Black Stars“). Im Zuge dessen wurde im Stadion ein neuer Rasen verlegt. Bei einem Testspiel Ghanas gegen den VfB Stuttgart kamen 6.000 Besucher.
  • Im Jahr 2010 fand dort das - nach Angaben des Veranstalters - größte Public Viewing Nordbayerns zur Weltmeisterschaft statt. Vor zwei auf dem Spielfeld aufgebauten großen Leinwänden verfolgten teilweise über 6.000 Besucher die Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen wurden außerdem Planschbecken auf dem Spielfeld aufgebaut. Gesponsert wurde das Public Viewing vom Möbelhaus Neubert.
  • Am 23. Juni 2013 fand im Stadion ein Benefizspiel zwischen den aus Prominenten - insbesondere aus dem deutschen Spitzensport - zusammengestellten Mannschaften Dirk Nowitzki All Stars und Manuel Neuer & Friends statt, zu dem 10.800 Besucher kamen. Zusätzlich wurde das Fußballspiel im TV-Sender Kabel 1 live übertragen. Der Erlös der Veranstaltung unter dem Motto „team-up for kids“ kam dem Projekt „Fußball trifft Kultur“ von LitCam zugute. Dieses will Kindern und Jugendlichen über die Begeisterung für Fußball Perspektiven schaffen. Das Spiel ging letztlich 8:7 für die Mannschaft Manuel Neuer & Friends aus - der Erlös lag bei etwa 100.000 Euro. [7] [8]

Gastronomie im Stadionumfeld[Bearbeiten]

Das unmittelbare Umfeld des Stadions ist von Wohnbebauung geprägt und bietet - Freibad-Kiosk ausgenommen - keine Gastronomiebetriebe. Die nächstgelegenen Biergärten sind Postkutscherl, Biergarten Zollhaus und Steinbachtalbäck im Steinbachtal (etwa ein Kilometer zu Fuß vom Stadion entfernt). Fußläufig erreichbare Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe findet man darüber hinaus in Heidingsfeld (unter anderem in der Mergentheimer Straße und Wenzelstraße).

Anfahrt[Bearbeiten]

Bei Spielen der Würzburger Kickers wird eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen.

Symbol Auto.svg

Mit dem Auto[Bearbeiten]

  • Anfahrt mit dem Auto aus Richtung Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart, Ulm: Autobahnausfahrt Würzburg-Heidingsfeld (A3), dann auf die B19 Richtung Würzburg-Zentrum. Ab der Stadtgrenze der Beschilderung „Kickers Würzburg“ folgen.
  • Anfahrt mit dem Auto aus Richtung Fulda, Schweinfurt: Autobahnausfahrt Würzburg-Estenfeld (A7), dann auf B19 Richtung Würzburg, ab Stadtgrenze auf der B19 Richtung Schwäbisch Hall bleiben. Ab der Konrad-Adenauer-Brücke (über den Main) der Beschilderung „Kickers Würzburg“ folgen.

Parkmöglichkeiten[Bearbeiten]

Bei Spielen steht der Parkplatz am Dallenbergbad nicht vollständig zur Verfügung, da er teils als Gästeparkplatz und teils von Einsatzkräften (Polizei) genutzt wird. In diesen Fällen stehen das komplette Parkdeck der Firma XXXL Neubert am Wiesenweg, der Parkplatz am Kupsch-Supermarkt an der Mergentheimer Straße und der Parkplatz in der Feggrube auf der anderen Mainseite zur Verfügung. Von allen Parkplätzen ist das Stadion fußläufig erreichbar. Vom Parken im Wohngebiet wird abgeraten - hier wird an Spieltagen rigoros abgeschleppt.
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Mit dem Zug / ÖPNV[Bearbeiten]

Vom Würzburger Hauptbahnhof fahren die Straßenbahnlinien 3 (Richtung Heuchelhof) und 5 (Richtung Rottenbauer) bis zum Stadion. Darüber hinaus werden zusätzliche Straßenbahnen eingesetzt, die am Dallenbergbad enden (Stadion-Linien). Die Ausstiegshaltestelle heißt Haltestelle Dallenbergbad, von dort sind es etwa 500 Meter Fußweg zum Stadion. An der Haltestelle befindet sich eine Wendeschleife, an der bei höherem Fahrgastaufkommen mehrere Straßenbahnzüge halten können und nach dem Spiel Züge in Bereitstellung stehen.

  • Bayern-Ticket und Schönes-Wochenende-Ticket sind im Würzburger Nahverkehr gültig.
  • An Spieltagen gilt die Eintrittskarte drei Stunden vor und nach der Veranstaltung als Fahrschein für öffentliche Verkehrsmittel. Dies ist auch gesondert auf der Rückseite der Eintrittskarte vermerkt.
Fahrrad-Symbol.svg

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Das Stadion befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Radverkehrsachse Altstadt - Heidingsfeld und ist über die Konrad-Adenauer-Brücke auch vom Main-Radweg aus sehr gut erreichbar.

Etwa hundert Fahrradstellplätze befinden sich unmittelbar vor dem Dallenbergbad. Weitere Stellplätze befinden sich nahe der Unterführung beim B 19-Zubringer. Da es wegen der abgeschiedenen Lage hier immer wieder zu Fahrraddiebstählen kommt, sollte man sein Rad nach dem Spiel wieder mitnehmen bzw. nicht über Nacht stehen lassen.

Adresse[Bearbeiten]

Stadion am Dallenberg
Mittlerer Dallenbergweg 49
97082 Würzburg

Bilder[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

  • Die Sitzschalen der Haupttribünen-Sitze stammen ursprünglich vom Fritz-Walter-Stadion („Betzenberg“), dem Stadion des 1. FC Kaiserslautern.
  • Die aktiven Fans der Würzburger Kickers stehen auf der Nordtribüne im Block B. Die Gästefans befinden sich in den Blöcken 5 und 6 auf der Südtribüne, die über einen eigenen Eingang erreichbar sind.
  • Im Stadion gibt es eine Stadiongaststätte mit Blick aufs Spielfeld und ein großes Ehrenmal neben dem Eingang.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Main-Post: „Kickers-Stadion am Dallenberg hat neuen Namen“ (6. März 2013)
  2. 2,0 2,1 2,2 Main-Post: „Kickers-Heimpremiere: „Letzter Schliff am Dallenberg““ (11. August 2016)
  3. Main-Post: „Die wichtigsten Fragen rund um das Pokalspiel“ (15. August 2014)
  4. Main-Post: „Kickers-Aufstieg: Eine Feiernacht und fünf Abschiede“ (1. Juni 2015)
  5. Interview mit Präsident Dr. Michael Schlagbauer auf TV Touring vom 3. Juni 2015
  6. Radio Gong
  7. Main-Post: „Auch Paul Breitner kommt“ (21. Juni 2013)
  8. Main-Post: „Benefizspiel Nowitzki gegen Neuer: Ein launiger Kick mit vielen Promis“ (23. Juni 2013)

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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