Universitätsklinikum

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Das Universitätsklinikum Würzburg (kurz: Uniklinik) im Stadtteil Grombühl wurde im Zeitraum 1912-21 als Luitpoldkrankenhaus eingerichtet. Heute umfasst die Institution 19 Kliniken mit Polikliniken, drei selbständige Polikliniken und vier klinische Institute. Neben der Krankenversorgung dient die Uniklinik auch der Forschung und Lehre, insgesamt sind über 5.300 Mitarbeiter (davon 4.283 Vollzeit-Stellen) beschäftigt. Pro Jahr werden über 50.000 Patienten stationär und rund 195.000 Kranke ambulant behandelt. Das Klinikum hat eine Gesamtkapazität von 1.433 Betten.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

  • 1581: Verbindung der Medizinischen Fakultät mit dem Juliusspital
  • 1816: Gründung der ersten orthopädischen Heilanstalt im deutschen Sprachraum durch Johann Heine
  • 1833: Gründung einer Psychiatrischen Klinik (im Juliusspital)
  • 1840: Errichtung einer Kinderabteilung; 1850 folgt die erste Universitäts-Kinderklinik der Welt (Franz von Rinecker)
  • 1855: Gründung einer Augenklinik (Robert von Welz)
  • 1921: Fertigstellung des neuen Universitätsklinikums (Luitpoldkrankenhaus) im Grombühl
  • 1930: Nobelpreis für Karl Landsteiner für die Entdeckung der Blutgruppen (1948 erste Herstellung einer Blutkonserve)
  • 1955: Einweihung der Tuberkuloseabteilung
  • 1966-1973: Bau des Kopfklinikums
  • 1983: Gründung der Abteilung für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
  • 1998: Neubau des Zentrums für Operative Medizin (ZOM, 2004
  • 2006: Gründung eines interdisziplinären Trainings- und Simulationszentrum (INTUS; praxisnahes Medizinstudium)

(Weitere Eckdaten der Geschichte; hier Zitate daraus)

[Bearbeiten] Nobelpreisträger der Uniklinik

  • 1930 Karl Landsteiner (Entdeckung der Blutgruppen)
  • 1935 Hans Spemann (Entdeckung des Organisator Effekts)
  • 2008 Harald zur Hausen (Impfung gg Gebärmutterhalskrebs)

[Bearbeiten] Bereiche / Häuser

  • Gesundheitszentrum, bestehend aus dem Zentrum Operative Medizin ZOM und dem Zentrum Innere Medizin ZIM (Häuser A1-A4)
  • Kopfklinikum (Häuser B1/B2)
  • Haut-, Frauen- und Kinderklinik (Bereich C und D)
  • Nervenkliniken (Bereich F)
  • Zahnkliniken (Bereich G)
  • Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF)
  • Interdisziplinäre Zentrum für Palliativmedizin

[Bearbeiten] Gesundheitszentrum ZOM / ZIM

1988 wurde der Entschluss für einen Neubau für Zentrum Operative Medizin (ZOM) und Zentrum Innere Medizin (ZIM) an der Oberdürrbacher Straße gefasst. Zuerst wurde 1998 mit dem Bau des ZOM begonnen, welches 2004 fertiggestellt und eröffnet wurde. Etwas zeitversetzt wurde 2002 mit dem Bau des ZIM begonnen, welches dann 2009 eröffnet wurde.[2] Die Baukosten beliefen sich auf rund 500 Millionen Euro.[3]

Das Gesundheitszentrum (Haus A1 bis A4) umfasst: Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie (Chirurgische Klinik I), Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie (Chirurgische Klinik II), Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie sowie Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie in Haus A1/A2 und Medizinische Klinik und Poliklinik I, Medizinische Klinik und Poliklinik II, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Institut für Röntgendiagnostik, Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie sowie Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie mit Bereich Zentrallabor in Haus A3/A4.

Auf dem Dach befinden sich zwei Landeplätze für Hubschrauber, die Anfahrt des Rettungsdienstes erfolgt über eine Tiefgarage.

[Bearbeiten] Blutspende und Knochenmarktypisierung

Am Institut für klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie kann Blut gespendet werden. Hier werden auch potentielle Stammzellspender registriert und in die Spenderdatei des Netzwerk Hoffnung aufgenommen. Standort: ZIM, Gebäude A3, Ebene 3.

[Bearbeiten] Berufsfachschulen

Der Uniklinik sind medizinische Berufsfachschulen in den Bereichen Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Hebammen, Physiotherapie, Diätassistenten, Massage und Medizinisch-technische Assistenz angegliedert.

[Bearbeiten] Dienstleistungen für Patienten / Besucher

[Bearbeiten] Klinik-Bus

Der kostenlose Shuttle-Bus ermöglicht allen Patienten und Besuchern die Anbindung vom Parkplatz A+B zur jeweiligen Klinik und verbindet die einzelnen Bereiche des Klinikumsgeländes. Der Bus fährt im 16-minütigen Rhythmus, beginnend am Parkplatz A/B am Straubmühlweg die Bereiche ZOM/ZIM / Kopfklinikum (A/B), HNO-Klinik (B2), Hautklinik (D20, D8), Frauenklinik (C15) und ZOM/ZIM (A1, A2, A3, A4) an und von dort aus wieder zum Parkplatz A/B.[4]

[Bearbeiten] W-LAN

Das Universitätsklinikum Würzburg bietet den Patienten als Dienstleistung die Internet-Nutzung über WLAN an. Diese kostet zwei Euro pro Tag (Flatrate) und ist in fast allen Klinik-Bereichen möglich.

[Bearbeiten] Friseur und Kosmetik

Ein Damen- und Herren-Friseursalon befindet sich im Zentrum Innere Medizin (ZIM) zwischen A3 und A4, Ebene 0. Das Angebot des Salons umfasst Friseurarbeiten, Gesichtspflege, Maniküre und Beratung.

[Bearbeiten] Zukunft

  • Die Kopfklinik (Häuser B1 und B2) sollen für 200 Millionen Euro neu gebaut werden. Widerstand gibt es jedoch von Seiten des Denkmalschutzes.[5]
  • Für eine bessere Erschließung des Klinik-Geländes hat die Regierung von Unterfranken ein Baurecht für die Erweiterung der Linie 1 und Linie 5 um 1,3 Kilometer erteilt. Die Realisierung soll 2012/2013 abgeschlossen sein. Neue Haltestellen sind im Bereich der Frauen- und Kopfklinik, des Gesundheitszentrums ZOM/ZIM und der Park&Ride-Anlage oberhalb des Dialyse-Zentrums geplant. Die Kosten belaufen sich nach Angaben der WVV auf 10,5 Millionen Euro.[6]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Uniklinik: Geschäftsbericht 2009
  2. Uniklinik: Geschichte
  3. Main-Post: Am Hubland passiert die Zukunft
  4. Uniklinik: Shuttle-Bus
  5. Main-Post: Am Hubland passiert die Zukunft
  6. Main-Post: Bahn frei für Straba in Grombühl

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

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