Versbach
| Versbach | |
|---|---|
| Ort in der Stadtgemeinde | Würzburg |
| Regierungsbezirk | Unterfranken |
| Freistaat | Bayern |
| Land | Deutschland |
| KFZ-Kennzeichen | WÜ |
| Höhe | 201 m ü. NN |
| Fläche | 9,81 km² |
| Einwohner | 7306 (31. Dez. 2008) |
| Quelle: Würzburg.de | |
Versbach ist ein Stadtbezirk von Würzburg und war bis 1978 eine eigenständige Gemeinde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Versbach liegt nördöstlich der Würzburger Altstadt. Es grenzt an die Stadtbezirke Lindleinsmühle, Grombühl, Dürrbachtal und Lengfeld sowie an die Gemeinden Rimpar und Estenfeld.
[Bearbeiten] Geschichte
Mit der Errichtung einer Kirche auf einer altgermanischen Kult- und Opferstätte, der Heide, wurde Versbach christianisiert.
Aufgrund seiner Tallage und der hoch gelegenen Felder war Versbach lange Zeit eine landwirtschaftlich geprägte Kleingemeinde. Durch die Pleichach waren Fischfang und das Transportwesen weitere Grundpfeiler für die frühe Blüte Versbachs.
Wegen seines ländlichen Charakters und der Nähe zu Würzburg wurde das Pfarrdorf Versbach immer beliebter bei Wissenschaftlern der Würzburger Universität.
Beim Luftangriff der Alliierten auf Würzburg am 16. März 1945 wurde Versbach von den Bomben verschont. Bei den folgenden Tagesangriffen wurde jedoch auch Versbach am 26. März 1945 bombardiert, unter anderem wurde die Schule zum Teil zerstört.
1978 wurde Versbach nach Würzburg eingemeindet, die Stadt Würzburg versprach im Gegenzug die Anbindung an die Stadt über eine Straßenbahn, die jedoch bis heute nicht realisiert wurde.
1990 wurde ein von den Versbacher Vereinen erstellter Bildband zur Geschichte des Ortes publiziert.
[Bearbeiten] Gemeindewappen
Das Wappen Versbachs zeigt einen goldenen Löwenkopf mit Sparren im Maul auf blauem Schild. Die Darstellung wurde aus dem Siegel des Stiftes Haug entnommen. Ursprünglich stammt der Löwenkopf aus dem Rothenburger Grafenwappen. Das Versbacher Gemeindewappen ist bereits seit 1735 nachgewiesen.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Rochusfest zu Ehren des Ortspatrons (jährlich im August)
- Grill- und Schlachtfest der Freiwilligen Feuerwehr Versbach
- Brunnenfest
- "Jahrmarkt der Möglichkeiten" der Vereine aus Versbach und Lindleinsmühle am Aktivspielplatz Steinlein (alle 2 Jahre)
[Bearbeiten] Stadtteilzentrum
Die Pleichachtalhalle wird nicht nur für sportliche, sondern auch für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Sie erfüllt damit Aufgaben eines Stadtteilzentrums.
[Bearbeiten] Vereine
- Abteilungen: Tennis, Tischtennis, Badminton, Karate, Schach, Fußball, music- and drumcorps, Faschingsgesellschaft Versbach mit Aktivengarde und Juniorgarde, Turnen, Schach, Volleyball.
- Der SB Versbach entstand 1995 als Zusammenschluss der damaligen Versbacher Sportvereine DJK, TSV uns SKC. Der Verein hat über 1600 Mitglieder.
- Freiwillige Feuerwehr Versbach 1869 e.V. [2] mit Jugendfeuerwehr und Kindergruppe "Löschi-Team"
- Sängerverein 1879 Versbach [3]
- Schützengesellschaft Hubertus 1895 Versbach [4]
[Bearbeiten] Ehemalige Vereine
- Turn- und Sportverein TSV Versbach (1862-1995)
- DJK Versbach (1953-95)
- Sport- und Kegel-Club SKC (1968-95)
- FC Versbach (1984-91)
[Bearbeiten] Pfarrgemeinden
- Pfarrei St. Jakobus Versbach, römisch-katholisch, bildet seit 2009 eine Pfarreiengemeinschaft mit St. Albert, Lindleinsmühle
- Vereine innerhalb der Pfarrei St. Jakobus: Rochusbruderschaft, Jakobusverein, KAB
- Kirchengemeinde Hoffnungskirche, evangelisch-lutherisch
[Bearbeiten] Bildung und Kinderbetreuung
- Zweigstelle der Stadtbücherei
- Wolfskeel Realschule
- "Volksschule Versbach" mit vier doppelzügigen Jahrgangsstufen
- Kath. Kindergarten St. Jakobus mit vier Gruppen
- Evang.-luth. Kindergarten "Willa Wichtel" mit drei Gruppen
- St. Josef Kindergarten und Jugendhort
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Baudenkmale finden sich im Artikel Liste der Baudenkmale in Versbach (nach der Aufstellung des Landesamts für Denkmalpflege 1985)
- Naturdenkmal "Schillerlinde"
[Bearbeiten] Brunnen
- Dorfbrunnen an der Versbacher Straße. Historischer Pfeilerbrunnen. Laufbrunnen.
- Brunnen vor dem Rathaus: Hoch aufragender moderner Brunnenaufbau in einer leicht vertieften runden Fläche. Darum herum sind unregelmäßig Sitzblöcke angeordnet. Umwälzbrunnen.
Fotos beider Brunnen sind auf den Seiten des städtischen Gartenamts einsehbar[1]
[Bearbeiten] Verkehr
- ÖPNV: Versbach ist über die Buslinie 12 an die Würzburger Innenstadt angebunden, außerdem hält die Regionalbuslinie 45 (Würzburg-Rimpar) in Versbach. Eine Anbindung an das Straßenbahnnetz (als Verlängerung der Grombühler Linie) war mehrmals in der Diskussion und Vorplanung, wurde aber bislang nicht verwirklicht.
[Bearbeiten] Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
- Joseph Adam Schmitt (* 1745; † 24.6.1808 in Versbach); erhielt seine Ausbildung im Kloster Oberzell und war ab 1768 Lehrer in Versbach. Schmitt hinterließ zahlreiche Orgelkompositionen.
[Bearbeiten] Literatur
- Versbach im Wandel der Zeit. Ein geschichtlicher Überblick. Hrsg: Gemeinderat und Verwaltung Versbach. Druck Bonitas Bauer, Würzburg, 1977.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- Karl Bosl: Bosls Bayerische Biographie. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, 1983. Mit Querverweis auf Lebensläufe aus Franken Band 3. Seite 686.