Wilhelm Wien
Wilhelm Wien (* 13. Januar 1864 in Gaffken bei Fischbach, heute Primorsk; † 30. August 1928 in München) wurde als Nachfolger Wilhelm Conrad Röntgens an die Universität Würzburg berufen. Hier forschte und lehrte er von 1900 bis 1919. Während dieser Periode wurde er 1911 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. 1913/14 war er Rektor der Universität, 1919 folgte er einem Ruf nach München.
Forschungsschwerpunkt des Physikers war die Wärmestrahlung. Das nach ihm benannte Wien'sche Verschiebungsgesetz stellt die Temperatur eines Strahlers in einen spezifischen Zusammenhang mit der Wellenlänge seiner größten Strahlungsintensität. Verwendung findet dies z.B. in Bereichen der Beleuchtung oder der Meteorologie.
Wien lebte in Würzburg mit seiner Frau und vier Kindern im Obergeschoss des Institutsgebäudes am Röntgenring 8. Neben der physikalischen Forschung und Lehre widmete sich Wien der Geschichte und der Kunst. Auch unternahm er zahlreiche Reisen in verschiedene europäische Länder.
[Bearbeiten] Literatur
- Jost Lemmerich und Armin Stock: Nobelpreisträger in Würzburg. Wissenschaftsmeile Röntgenring. Hrsg.: Universität Würzburg. Verlag Bonitas-Bauer, Würzburg. ISBN 3-9811408-0-X. S. 75ff