Herzogtum Franken

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Fränkischer Rechen
Franken um das Jahr 800
Zentraleuropa mit Franken von 919 - 1125

Das Herzogtum Franken versteht sich nur vor einem sehr weiten historischen Hintergrund. Das heute so genannte Franken besteht geografisch aus den drei Regierungsbezirken Unterfranken, Oberfranken und Mittelfranken, die allesamt zu Bayern gehören.

Zur Zeit des Herzogtums Franken fiel das heutige Oberfranken komplett in die Markgrafschaft Nordgau sowie auch in der östliche Teil des heutigen Regierungsbezirks Mittelfranken. Das Territorium des Herzogtums reichte jedoch im Norden bis Kassel, im Süden bis Calw und bis westlich des Rheins.

Sicherlich war Franken bei der Verleihung des Herzogtitels an den Bischof von Würzburg in der Fläche anders zu sehen als das, was man heute unter Franken verstehen. Auch der Gebietsverlust bei der Errichtung des Großherzogtums Würzburg muss dabei noch berücksichtigt werden (Frieden von Paris).

Fränkisches Reich im frühen Mittelalter[Bearbeiten]

Nach dem Tode Chlodwigs im Jahre 511 wurde das Reich unter dessen vier Söhnen aufgeteilt. Es konnte die Reichseinheit zwar durch Chlodwigs Nachfolger immer wieder hergestellt werden, doch brachte es die germanische Tradition mit sich, dass es immer wieder zu Reichsteilungen unter den Söhnen beim Tode des Vaters kam. Im Jahr 639 starb Dagobert I., der letzte bedeutende Merowinger, und hinterließ seinem Sohn Radulph das nochmals geeinigte Reich. Das Fränkische Reich unter der Herrschaft thüringisch-fränkischer Herzöge bestand bis 719 und wurde nach dem Tod von Hetan II. und dessen Sohn Thuring von den Karolingern aufgelöst.

Burggrafenschaft und den Grafen von Henneberg[Bearbeiten]

1057 wurde mit Godebold, Sproß der Grafschaft Henneberg, der erste Burggraf von Würzburg eingesetzt.

Die Zeit der Henneberger Grafen endete 1354, als Bischof Albrecht II. von Hohenlohe die Burggrafschaft Würzburg erwarb.

Fränkischer Reichskreis[Bearbeiten]

Was wir heute unter Franken verstehen ist das Ergebnis der Maßnahme Kaiser Maximilian I. (reg. 1493-1519), der den Landfrieden im Reich auf sichere Füße zu stellen versuchte. Die Überlegungen, die vor 1500 begannen, hatten zur Folge, dass das Reich in 12 Reichskreise eingeteilt wurde. Diese Reformmaßnahme kam im Jahr 1512 zum Abschluss. Im Jahr 1500 wurde der Fränkische Reichskreis in seinen bis 1806 bestehenden Umfang geschaffen. Dieser Reichskreis war -on dit- unter diesen zwölf Reichskreisen der „Führnehmste“.

Dieser Fränkische Reichskreis reichte von westlich Wertheim bis östlich über Hof und Wunsiedel. Nördlich bis Bad Salzungen und südwärts bis über Eichstätt. Dieses Gebiet versteht sich heute als Franken und so wird es auch von der Gesellschaft „Fränkischer Bund“ gesehen.

Das Herzogtum Franken im Dreißigjährigen Krieg[Bearbeiten]

Nach den Siegen des Schwedenkönigs Gustav Adolfs entstand am 10. Juni 1633 das Herzogtum Franken aus einer förmlichen Belehnung der meisten Gebiete durch Bernhard von Sachsen-Weimar, die aus den eroberten Bistümern Bamberg und Würzburg stammten. Mit der Verwaltung betraute er zunächst seinen Bruder Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg. Die Schlacht von Nördlingen am 6. September 1634 brachte den Schweden eine Niederlage bei und Bernhard kostete sie sein Herzogtum.

Sprache[Bearbeiten]

Dieses Gebiet gehört zum „ostfränkischen Dialekt“. In Unterfranken spricht man unterostfränkisch.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Welche Orte zum Reichkreis gehörten, gibt das mehrbändige Werk von Bundschuh, welches im Jahr 1799 erschien, unvollständig wider. Darin sind nicht die Gebiete zu finden, die während der bayerischen Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts in das Gebiet Franken eingegliedert wurden. (z.B. Coburg)

Weblinks[Bearbeiten]