Oberes Tor

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Obertor, 19. Jahrhundert (Gemälde)

Das Obere Tor (auch Obertor) war der südöstliche Zugang nach Heidingsfeld aus Richtung Winterhausen durch die historische Stadtbefestigung.

Geschichte

Die Heidingsfelder Stadtmauer besteht aus Halbpfeilern entlang der Innenseite, auf der West- und Südseite in regelmäßigen Abständen schmale Rundtürme, die im oberen Teil der Maueraußenseite erkerartig in Erscheinung treten, zwei halbrund vorspringende Türme sowie auf den höchsten Erhebungen zwei stärkere Rundtürme mit Kegeldächern (Stegenturm im Westen und Salmannsturm im Osten), am Ein- und Austritt des Heigelsbaches durch die Stadtmauer zwei Brückenbauwerke mit Wehrgang und Satteldach, Reste der beidseitigen Ummauerung des Heigelbaches innerhalb der Stadtmauern. Sie wurde errichtet ab 1368, vollendet im 15. Jahrhundert und im 17. Jahrhundert verändert.

Beschreibung

Die Anlage des Obertors war der Stadtmauer vorgelagert. Es wurde außen von zwei Rundtürmen mit Fachwerkaufbau flankiert; im Anschluss daran erstreckte sich ein Zwinger, also ein Verteidigungszwecken dienender ummauerter Innenhof. Der vor der Mauer liegend Stadtgraben wurde im Bereich des Obertors von einer Brücke überspannt, auf der sich ein Torhaus befand, dessen oberer Bereich einen Fachwerkaufbau besaß. Das innere Tor schloss bündig mit der Stadtmauer ab; direkt dahinter befand sich der Zehnthof.

Heutige Zeugnisse

1865 beschloss der Heidingsfelder Magistrat, alle Stadttore und damit auch das Obertor zu beseitigen. Vom Obertor ist heute nur noch das ehemals dort angebrachte Wappen mit dem böhmischen Löwen und dem Reichsadler erhalten, das man an die Nordwand des Zehnthofes versetzte.

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Obertor. In: Touristisches Leitsystem Heidingsfeld. Hrsg.: Stadt Würzburg (FB Stadtplanung und Stadtarchiv Würzburg), S. 12 f.

Kartenausschnitt

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