Staustufe Erlabrunn
Die Staustufe Erlabrunn ist eine Schleuse mit Wehranlage im Main auf Höhe des Ortes Erlabrunn. Zwar liegt die Schleuse sowie das Kontrollgebäude auf der Gemarkung Thüngersheims, aber aufgrund des zugehörigen Kraftwerkes auf Erlabrunner Gemarkung kommt es zu dieser Namensnennung.
Die Schleuse hat eine Fallhöhe von 4,15 Meter. Die Schleusenkammer ist 299,20 Meter lang und hat eine Breite von 12 Meter. Als Schleusentore werden Stemmtore eingesetzt. Die Anlage wurde 1935 erbaut und in Betrieb genommen. Insgesamt fällt das Wasser über drei Walzen mit je 30 Meter Breite herab: Ein Dreigurtschütz mit Klappe und zwei Normalwalzen. Auf Erlabrunner Seite befindet sich ein Kraftwerk, das eine Leistung von 2,90 MegaWatt hat und dem Betreiber E.ON Bayern gehört. Über die Brücke führt ein Gehweg, über den man nur über eine Treppe gelangt. Den Boden bildet ein Metallgitter, durch das man hindurch direkt auf das Wehr schauen kann. Es ist der einzige Mainübergang in der Nähe Erlabrunns. Sie verband ehemals Erlabrunn und den auf der anderen Mainseite gelegenen Bahnhof.
Am 17. April 2012 wurde in der für Wartungsarbeiten leergepumpten Schleusenkammer eine funktionsfähige Mörsergranate gefunden. Diese stammte aus dem Zweiten Weltkrieg und wurde am gleichen Tag vom Sprengkommando Nürnberg/Feucht geborgen und entsorgt.
Die nächstgelegene Staustufe mainabwärts ist Himmelstadt, mainaufwärts Staustufe Würzburg.