Joseph Adam Schmitt

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Joseph Adam Schmitt (* 29. Juli 1745 in Zell am Main; † 24. Juni 1808 in Versbach) war Schullehrer, Organist und Komponist in Versbach.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Seine Grundkenntnisse in Musik sowie Klavier- und Orgelunterrricht erhielt Joseph Adam Schmitt bereits in der Schule, insbesondere aber später im Kloster Oberzell. Er war sehr begabt und zeigte große Fortschritte. Durch seine Fähigkeiten wurde ihm die Kantorstelle in Veitshöchheim übertragen. Die Sommeraufenthalte von Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim im Schloss Veitshöchheim boten ihm die Gelegenheit, Virtuosen aus dessen Kapelle kennen zu lernen, so auch den Hoforganisten Beyer.

Organist[Bearbeiten]

Im Jahre 1768 kam er als Schullehrer nach Versbach und arbeitete dort eifrig an seiner Weiterbildung. Bei der Einweihung einer neuen Orgel in Versbach 1783 lernte er den Organisten und Chorrektor von Stift Haug Vicarius Rügerth kennen, der ihm Einblick in die Werke großer Musikkünstler verschaffte. Diese Werke studierte Schmitt eifrig und erwarb sich so Kenntnisse in Fugen [1] und kontrapunktischen Bearbeitungen [2]. Nach diesen Vorlagen versuchte er Präludien [1] und Fugen zu komponieren und verbrachte die meisten Stunden seiner Freizeit an der Orgel. Er brachte es soweit, dass er nicht nur die allerschwersten Meisterwerke spielen konnte, sondern sich auch eine solche Gewandtheit im Präludieren aneignete, dass er beim Vorspielen anlässlich der Wiederbesetzung der Hoforganistenstelle als bester Spieler anerkannt wurde.

Kompositorische Werke[Bearbeiten]

Joseph Adam Schmitt komponierte mehrere Präludien, die in Würzburg verlegt wurden. Auch schrieb er 24 kleiner Vorspiele für Landschullehrer. Aus seiner Hand stammen außerdem Messen, Te Deums und Requiems. Darüber hinaus schrieb er noch verschiedene Lehrbücher für seine Schüler.

Siehe auch[Bearbeiten]

Erklärungen[Bearbeiten]

  1. Ein Präludium, auch Praeludium (lat. praeludium, Vorspiel) bzw. Prélude (frz.), Preludio (ital.), ist ein Instrumentalwerk mit eröffnendem oder hinführendem Charakter.

Quelle[Bearbeiten]

  • Johann Georg Meusel: Teutsches Künsterlexikon, Band 2, Meyersche Buchhandlung, Lemgo 1809, S. 290 f.