Kaufhaus am Markt
Das Kaufhaus am Markt ist ein Barockgebäude am unteren Markt (Marktplatz Nr. 14). Es wurde von Balthasar Neumann im Jahr 1738 im Zuge einer allgemeinen Marktplatzregulierung errichtet. Für den Bau des ersten Großkaufhauses in Würzburg mussten einige kleine ältere Häuschen abgerissen werden. Das Kaufhaus war für sieben Kaufleute konzipiert. Jeder von ihnen verfügte über eine Verkaufsfläche im Erdgeschoss, wo die Arkaden tagsüber offen standen. Dazu über Lagerräume im Kellergewölbe und im Zwischengeschoss. Im oberen Teil des Hauses hatte jeder eine zweigeschossige Wohnung mit Dienstbotenzimmern im Dach.
Von dem im zweiten Weltkrieg ausgebrannten Gebäude blieben die Original-Fassaden erhalten. Es wurde kurze Zeit später wieder vollständig aufgebaut. Heute befinden sich darin mehrere Ladengeschäfte. Es wird teils auch Barock-Kaufhaus oder Balthasar-Neumann-Kaufhaus genannt.
An der Nord- und Südseite ist die Fassade jeweils mit einem Wappen des Fürstbischofs Friedrich Karl von Schönborn geschmückt, der den Auftrag zum Bau des Kaufhauses gegeben hatte[1].
[Bearbeiten] Quellen
- Marianne Erben: Unser Würzburg. Der kleine Stadtführer. Echter, Würzburg 1991. ISBN 3-429-01385-2
- Jörg Paczkowski: Der Wiederaufbau der Stadt Würzburg. Mainfränkische Studien, Band 30. Würzburg 1982, S. 242