Zeller Bock

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Der Zeller Bock ist die umgangssprachliche Bezeichnung einer Ein- bzw. Ausfallstraße im Nordwesten der Stadt. Ein Teil des Zeller Bocks gehört zur Frankfurter Straße; er ist Teil der St 2300. Die Straße verläuft zwischen Zell und dem Stadtbezirk Zellerau, vorbei am Kloster Oberzell. Die Straße ist seit März 2010 aufgrund ihres maroden Zustandes voll gesperrt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verlauf

Im Nordwesten beginnt der Zeller Bock am Südende von Zell an der Laurentiusbrücke. Von dort steigt die Straße nach Süden Richtung Kloster Oberzell an und macht dann einen Linksknick. An diesem Knick befindet sich eine Ampel, an der die Hettstatter Steige auf den Zeller Bock trifft. Auf der Höhe verläuft die Straße Richtung Osten. Seit dem Einsturz der Mauer gilt dort Tempo 30. Ein Ampel regelt den abwechselnden Verkehr. Am südöstlichen Ende befindet sich die Gabelung in die Mainaustraße und Frankfurter Straße.

[Bearbeiten] Geschichte

Ende des 18.Jahrhunderts wurde die Strecke an der heutigen Stelle gebaut, während schon vorher eine Trasse an etwas höherer Stelle existierte. Aufgrund mehrerer Wasserrohrbrüche muss die Straße oftmals gesperrt werden, bis die Leitung 1984 ins Maintal verlegt wird. Im Oktober 1985 wurden die Stützmauern für 1,4 Mio. DM saniert.

[Bearbeiten] Sperrung 2010

Die Straße verläuft parallel zum Main, allerding leicht erhöht am Hang. Die ursprünglich in jede Richtung einspurige Straße ist seit dem Einsturz einer Stützmauer 2002 nur noch abwechselnd in einer Richtung einspurig befahrbar. Die Trasse wurde in der Folge für den Schwerverkehr gesperrt. Finanzielle Probleme, gesetzliche Regelungen und Unstimmigkeiten mit der Nachbargemeinde Zell haben eine Sanierung verhindert. So sollte die sanierte Trasse für den Schwerverkehr gesperrt bleiben, was staatliche Zuschüsse verhindert und eine geplante Fahrradspur würde bei Zell an einer viel befahrenen Kreuzung enden. Seit 2005 wurde die Straße regelmäßig Sicherheitsüberprüfungen unterzogen und wurde aufgrund des maroden Zustandes ab dem 26. März 2010 voll gesperrt. Dies hatte vor allem negative Auswirkungen für die Zellerauer Geschäftswelt an der Ein- und Ausfallstraße.

[Bearbeiten] Sanierung von 2012 bis voraussichtlich 2014

2011 begann die Regierung von Unterfranken mit dem Planfeststellungsverfahren der städtischen Ausbaupläne. Letzter strittiger Punkt war hierbei die Standfestigkeit der zehn Jahre alten bergseitigen Klostermauern entlang des Antoniusheimes. Deren Sanierungskosten übernimmt nun die Stadt. Das Planfeststellungsverfahren läuft noch bis Januar 2012, danach soll die nötige Sanierung beginnen und bis 2014 andauern. Die Arbeiten an dem etwa einen Kilometer langen Abschnitt sollen 20 Millionen Euro kosten. Solange wird der Verkehr über die nächstgelegenen Ein- und Ausfallstraßen Veitshöchheimer Straße (B27) bzw. Höchberger Straße (B27/B8) fließen. Geschäftsleute in der Zellerau haben deshalb auch weiterhin Umsatzeinbußen, da auch während der Sanierung der gesamte Durchgangsverkehr der westlichen Zellerau entfällt.

[Bearbeiten] Wirtschaftsförderung durch die Stadt Würzburg

Im Zuge der Schließung des Zeller Bocks und der damit verbundenen negativen Auswirkungen auf den Stadtbezirk Zellerau betreibt die Stadt Würzburg aktiv Wirtschaftsförderung. Für die Geschäftswelt wird mit einer eigenen Internetpräsenz geworben - letztere stellt gleichzeitig eine Informationsplattform über den ganzen Stadtbezirk dar. Daneben wurde außerdem ein Logo entworfen: Dieses nimmt mit dem Spruch "Zellerau - Ich hab Bock drauf..." in Kombination mit einem karikaturhaften Ziegenbock humorvoll auf die Zeller Bock-Problematik Bezug. Das Logo wurde auch für eine werbewirksame Schilderkampagne an den Einfallsstraßen der Zellerau verwendet.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

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