Bismarckwäldchen
Das Bismarckwäldchen ist ein Naturdenkmal auf der Höhe des Steinbergs nördlich der Würzburger Altstadt. Es trägt auch die Bezeichnung Steinbergsanlagen am Bismarckturm.
Bis zu den 1870er Jahren war der Höhenzug vollkommen kahl, dann begann der Verschönerungsverein Würzburg mit der Anlage einer Allee aus Walnussbäumen auf einer Strecke von ca. 2,5 km vom Lindleinsberg zum Steinberg. 1876/77 erfolgte dann die waldartige Bepflanzung der Hochfläche. Über Alleen ist das Wäldchen mit weiteren Grünflächen vernetzt. In der Grünanlage befindet sich der 1905 eingeweihte Bismarck-Turm, von dem aus man einen weiten Blick über die Stadt und die umliegenden Hügel hat. In der Nähe befindet sich die steinerne halbrunde "Morellibank". Das Bismarckwäldchen ist seit 11.8.1943 als Naturdenkmal ausgewiesen, das Gebiet umfasst ca. 66.000 qm.
Die Mischwaldfläche mit Rasenlichtungen bietet einen besonderen Pflanzenreichtum. An Gehölzen finden sich dort Spitz- und Feldahorne, Rotbuchen, Fichten, Schwarzkiefern, Stieleichen, Eschen, Ulmen, Kastanien, Holunder, Schneebälle, Birken und Robinien. Zahlreiche (Sing-)Vögel bevölkern die Anlagen, darunter auch Dorngrasmücke, Neuntöter, Nachtigall, Fasan, Grünspecht, Mittelspecht und Wendehals (Angaben von 1984).
Gleichzeitig verbessert das Bismarckwäldchen das Klima der Stadt und dient der Naherholung (Spazierwege, Spielwiese, Aussichtspunkt).
[Bearbeiten] Quelle
Sigrid Ulrich und Hans-Jürgen Beck: Die Naturdenkmäler von Würzburg. Hrsg.: Umwelt und Natur e.V. Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 1984