Landesgartenschau 1990

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Gelände der Landesgartenschau1990.jpg

Die Landesgartenschau (LGS) 1990 war die erste und bisher einzige Landesgartenschau in Unterfranken. Sie fand vom 27. April 1990 bis zum 21. Oktober 1990 statt. Seit 1980 werden in jedem Bundesland Landesgartenschauen veranstaltet als Ergänzung zu den Bundesgartenschauen. Die fünfte bayerische LGS fand im Würzburger Osten am Fuße des Marienberges statt. Die LGS erstreckte sich über eine Fläche von 14 Hektar und kostete 9,2 Mio. Euro. [1] Insgesamt 2,5 Mio Besucher zählte die LGS und stellte damit einen Besucherrekord auf.[2] Das Ziel war eine Verlängerung des Ringparks auch auf die Ostseite des Mains. Daher verläuft das Gelände der Landesgartenschau von der Friedensbrücke, vorbei am Nautiland bis zum Nordhang des Festungsberges. Ein wichtiges Thema war die ökologische Innovationen. So wurden erste Solarzellen im Garten montiert, um beispielsweise Wasser vom Main in den Garten zu pumpen.[3] Als Ausstellungsbeitrag des Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen wurde am Rande des Geländes die erste bayerische Umweltstation errichtet.[4]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Heutige Nutzung

Ein Großteil des Geländes blieb nach der Gartenschau als Freizeit- und Erholungsbereich erhalten. Im Frühjahr findet hier der "Frühling international" statt bei dem die Partnerstädte sich mit Aktivitäten und kulinarischen Spezialitäten präsentieren.

Öffnungszeiten des Parks (sowohl unterer Teil zwischen Pyramide und Nautiland als auch oberer Teil zwischen Zeller Tor und Festung):
November bis März: Mo-Fr 7-17 Uhr, Sa/So/Feiertag 8-17 Uhr
April bis Oktober: Mo-Fr 7-21 Uhr, Sa/So/Feiertag 8-21 Uhr

[Bearbeiten] Das Gelände

Blick vom Eingangsbereich (Pyramide) in den Luitpoldgraben

Der LGS-Park erstreckt sich noch heute von der Friedensbrücke bis zur Festung[5], mit einer kurzen Unterbrechung zwischen Nautiland und Zeller Tor.

[Bearbeiten] Unterer Teil: Luitpoldgraben

Nach der Eingangspyramide erstreckt sich eine blumengeschmückte Anlage (Staudengarten) durch den Luitpoldgraben. Der kleine Wasserlauf mündet in einen Teich, den Tierplastiken von Reinhard Dachlauer schmücken. Wenn man gleich im Eingangsgereich links abzweigt kann man in den höher gelegenen Sieboldgarten gelangen. Nach dem Teich folgt ein Bauerngarten, das Ökohaus und ein Brunnenbecken mit mehreren niedrigen Fontänen. Dort verläßt man das Areal zunächst vor dem Nautiland-Bad.

[Bearbeiten] An der Eisbahn

Ein kleiner Weg zwischen dem Bad und der Eisbahnanlage führt in einen höher gelegenen Teil der Gartenschaugeländes. Heute führt der Weg nicht mehr direkt zum oberen Teil des LGS-Geländes sondern nur noch bis zur Kreuzung Wörthstraße/Zeller Straße.

[Bearbeiten] Skulpturengarten

Der Zugang zum Skulpturengarten befindet sich hinter der Umweltstation. Der Schlüssel zum Tor kann bei der Nautilandkasse gegen Kaution ausgeliehen werden.

[Bearbeiten] Am Zeller Tor

Gleich hinter dem Zeller Tor befindet sich der Kneipp-Heilkräutergarten. Es folgt der Wasser-Sand-Spielplatz.

[Bearbeiten] Rosengarten

Der Rosengarten wurde bereits im Jahr 1927 grundgelegt, 1990 in die Landesgartenschau einbezogen und dafür erweitert.

[Bearbeiten] Anlagen der Partnerstädte

Japanischer Garten

Beiträge der Würzburger Partnerstädte zur Landesgartenschau:

  • Japanischer Garten (auch:"Ohmi-no-niwa"- Garten): Ōtsu (Japan)
  • Lebensgroßer Stier aus Bronze: Salamanca (Spanien)
  • Amerikanischer Fliedergarten, Blockhaus und Totempfahl: Rochester (Amerika)
  • Normannisches Landhaus mit Garten: Caen (Frankreich)
  • Schottischer Highland-Garten: Dundee (Schottland)
  • Wicklow-Garten: Bray (Irland)

Diese Anlagen, Bauten und Skulpturen sind weitgehend erhalten.

[Bearbeiten] Festungshang

Auf dem weiteren Weg zur Festung folgt die Kleingartenanlage. Sie wurde im Zuge der Landesgartenschau im hochgelegenen Teil des Geländes angelegt und ist weiterhin in Benutzung. Über eine Streuobstwiese und vorbei an einem Aussichtspavillon mit asiatischer Bemalung erreicht man schließlich die Festung am Höchberger Tor.

[Bearbeiten] Markante Bäume

Viele markante Bäume auf dem LGS-Gelände sind mit einem Hinweisschild gekennzeichnet. Sie sind mit dem jeweiligen Standort in einem Flyer der Umweltstation aufgeführt.

  • Rotbuche
  • Winterlinde
  • Bergahorn
  • Salweide
  • Stieleiche
  • Vogelbeere/Eberesche
  • Ginkgo/Fächerblattbaum
  • Feldahorn
  • Spitzahorn
  • Rote Rosskastanie
  • Gemeine Rosskastanie
  • Silberahorn
  • Echte Walnuss
  • Baumhasel
  • Katsurabaum/Lebkuchenbaum
  • Gemeine Platane
  • Schwarzer Holunder
  • Tulpenbaum
  • Japanischer Ahorn
  • Europäische Lärche
  • Mammutbaum/Riesensequoie
  • Schwarzkiefer
  • Amerikanische Roteiche
  • Weymouth-Kiefer/Strobe
  • Waldkiefer/Föhre
  • Grau-Erle
  • Süßkirsche
  • Haselnuss
  • Hainbuche
  • Kultur-Birne
  • Berg-Ulme
  • Gemeine Eibe
  • Gemeine Esche
  • Steinweichsel/Felsenkirsche
  • Echte Quitte

[Bearbeiten] Landesgartenschau 2018

Würzburg hat sich auch für die Landesgartenschau 2016 wieder beworben, doch ohne Erfolg. Anfang 2010 bewarb sich die Stadt Würzburg für die Landesgartenschau 2018 und setzte sich auch gegen den Mitbewerber Erding durch. Die LGS 2018 soll auf dem Leighton-Gelände am Hubland entstehen.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Main-Post vom 2.4.09
  2. Main-Post vom 23.3.09
  3. Main-Post vom 8.3.09
  4. Die Umweltstation der Stadt Würzburg
  5. "Landesgartenschau-Park", Flyer des Gartenamtes

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

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