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Feuerland Werkstätten

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Die Feuerland Werkstätten GmbH & Co. KG ist ein metallverarbeitender Industriebetrieb in Geroldshausen.

Geschichte[Bearbeiten]

1932 gründete Ernst Beilhack die Feuerland-Arbeitsgemeinschaft. Mit spärlicher Ausstattung, einer Bohrmaschine und einer Drehbank, wurde mit der Produktion von Flugzeugmodellen begonnen, die in Spielwarengeschäften verkauft wurden. Daneben war Beilhack für verschiedene Unternehmen tätig, die ihn für die Reorganisation ihrer Betriebe heranzogen. So auch für das Schwelmer Eisenwerk, das als Gegenleistung für Beilhacks Tätigkeit nach Betriebshallen für Feuerland suchte. So verlagerte Beilhack den Betrieb erstmals von [Würzburg]] nach Langerfeld. Jedoch suchte er in der Heimat nach einem geeigneten Grundstück, das viel Platz bot und in der Nähe eines Bahnhofs gelegen war. 1936 zog der Betrieb an seinen heutigen Standort in Geroldshausen.

Während des Zweiten Weltkrieges erhielt das Unternehmen einen Auftrag zur Fertigung von Einzelteilen für eine Schnellfeuerkanone und wurde offiziell zum Rüstungsbetrieb erklärt. Feuerland produzierte Steuerorgane für sämtliche Flugzeugtypen und Vergaser für Sturzbomber. Im weiteren Verlauf wurde der Betrieb durch neue Hallen erweitert und Beilhack erwarb den Geyerhof in Ingolstadt. Das Rüstungskommando beauftragte die Firma mit der geheimen Fertigung des Jensch-Geräts für die U-Boot-Ausrüstung. Der Betrieb war mittlerweile auf 350 Arbeitskräfte angewachsen, die unter anderem auch Teile für die Raketen V1 und V2 produzierten.

Nach dem Wiederaufbau nach dem Krieg begann die Produktion mit dem Auftrag der Militärregierung für die Produktion orthopädischer Geräte für Kriegsverletzte. Um Kapital für den Betriebsaufbau zu beschaffen, begann Beilhack mit der Reparatur kaputter landwirtschaftlicher Maschinen und vermietete Teile des Firmenareals. Ab 1955 produzierte Feuerland Messinstrumente für den Benzindurchlauf von Tankstellen und Instrumente für Ölzapftankstellen. Feuerland übernahm die Eisenbahnstoßdämpfer-Fertigung von Fichtel & Sachs. Mit dem Export von Anpressstangen für Kabelschuhe nach Holland, Frankreich und Schweden erreichte Beilhack mit Feuerland den internationalen Markt. Zeitgleich begann Feuerland mit der Fertigung von Stanzwerkzeugen für mechanische Teile und Prägemaschinen und eröffnete als weitere Produktionslinie den Bau von Rundschleifmaschinen, Frankiermaschinen sowie Vertonungsanlagen für die Filmproduktion. 1981 übernahm der heutige Geschäftsführer Klaus Hünig den Betrieb.

Heutiges Produktportfolio[Bearbeiten]

Neben der Fertigung von Neudämpfern bildet heute auch die Aufarbeitung von Stoßdämpfern aller gängigen Systeme für Lokomotiven, Waggons, U-, S- und Straßenbahnen einen wichtigen Produktionszweig der Werkstätten. Neben Maschinenbau- gehören heute Schmiede- und Gussteile sowie Schweißbaugruppen und verschiedene Produktionsteile zur Produktpallette vonr Feuerland. Als Zulieferer für die Bahnindustrie bietet der Betrieb ein Produktsortiment rund um das Schienenfahrzeug, so entwickelte Feuerland einen Evakuierungssteg, der mittlerweile in allen ICE´s der Deuschen Bahn und bei Zügen ausländischer Bahndienstleister zum Einsatz kommt.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Mit dem Namen „Feuerland-Werkstätten" gedachte der Unternehmensgründer Ernst Beilhack seinem verstorbenen Freund Günther Plüschow. Der Flugzeugpionier war 1932 wenige Monate vor Firmengründung durch einen Absturz bei einer Expedition über den südargentinischen Feuerland-Inseln ums Leben gekommen.

Adresse[Bearbeiten]

Feuerland Werkstätten GmbH & CO. KG
Klingenstraße 40
97256 Geroldshausen
Telefon: 09366-9074-0

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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