Frankenwarte

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Als Frankenwarte wird die Hochfläche auf dem Nikolausberg in Würzburg bezeichnet. Dort befinden sich weithin sichtbar ein Aussichtsturm und einige Sendeanlagen. Neben dem Turm ist die Akademie Frankenwarte angesiedelt, ein Tagungshotel der Gesellschaft für Politische Bildung. Zwischen Aussichtsturm und Käppele erstrecken sich Parkanlagen und Waldflächen, die der Naherholung dienen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aussichtsturm

Der Aussichtsturm wurde 1894 nach einer Idee des Verschönerungsverein Würzburgs errichtet. Der Turm ist 44,5 Meter hoch, die sieben Meter hohe Wetterfahne mit eingerechnet. Auf die Aussichtsplattform gelangt man über 173 Stufen. Von dort aus hat man einen gute Rundumsicht über Stadt und Umland. [1]

Der Turm ist geöffnet: April bis September 8-19 Uhr und Oktober bis März 9-16 Uhr. Als Eintritt benötigt man eine 1-Euro-Münze für das Drehkreuz.

Bevor Turm und Parkanlage auf der Höhe des Nikolausberges errichtet wurden war dort eine Ödfläche. An der Stelle des Turmes befand sich um die Mitte des 19. Jhd. eine große hölzerne Pyramide (im Volksmund Telegraph genannt), die der trigonometrischen Landesvermessung diente[2].

[Bearbeiten] Sendeanlagen

Die Frankenwarte ist Standort mehrerer Sendemasten. Drei davon betreibt die Telekom, einer dient dem Mobilfunk. Der Bayerische Rundfunk verfügt seit der Einweihung im Juli 2010 über einen neu errichteten, 110 Meter hohen Stahlgitter-Sendemast, der wegen seiner Form im Volksmund auch "kleiner Eiffelturm" oder "Würzburger Eiffelturm" genannt wird und aufgrund seines Aussehens für Gesprächsstoff sorgte.[3] Dieser ersetzt einen abgespannten Stahlfachwerkmast aus dem Jahre 1952, der seine Tragfähigkeit erreicht hatte. Letzterer wurde am 31. Mai 2011 um 14 Uhr gesprengt.[4]

[Bearbeiten] Technische Daten

  • Bei den Telekommasten handelt es sich um
    • einen 118 Meter hohen, abgespannten Stahlfachwerkmast (errichtet 1961), der zur Verbreitung von UKW- und Fernsehprogrammen sowie Richtfunkdiensten dient [5]
    • einen 85 Meter hohen, abgespannten Stahlfachwerkmast (errichtet 1985) für sonstige Funkdienste [6]
    • ein freistehender Stahlfachwerkturm für Richtfunkdienste (für die Zuspielung von Fernsehprogrammen auf dem Areal der Sendeanlage der Deutschen Telekom AG auf der Frankenwarte)
    • einen Turm in Fertigbetonbauweise (errichtet 1993 auf dem Gelände des bayerischen Rundfunks) für Mobilfunk [7]
  • Bei dem Mast des Bayerischen Rundfunk handelt(e) es sich um
    • einen 111 Meter hohen, abgespannten Stahlfachwerkmast (errichtet 1952) [8]. Er diente auch zur Verbreitung eines Radioprogramms im Mittelwellenbereich ( Sendefrequenz: 729 kHz) und war bis zu seiner Sprengung ein gegen Erde isolierter, selbststrahlender Sendemast.
    • einen 110 Meter hohen Stahlgitter-Sendemast (errichtet 2009 / 2010) für digitales Antennenfernsehen (DVB-T).[9]

[Bearbeiten] Spielplatz

Ein großer Kinderspielplatz befindet sich südlich des Albert-Günther-Wegs, zwischen Aussichtsturm und Käppele. Der Standort ist in unmittelbarer Nähe der Haltestelle "Albert-Günther-Weg", dort gibt es auch Parkmöglichkeiten.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Frequenzen im Wikipedia-Artikel

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Daten auf structurae
  2. S. Göbl: Würzburg. Ein kulturhistorisches Städtebild. Kgl. Univ.-Druckerei Stürtz, 7. Auflage, Würzburg, 1904, S. 159
    Vergl: Artikel über die Optische Telegrafie bei Wikipedia - also kein echter Telegraf
  3. Main-Post: "Würzburger Eiffelturm": Sendemast sorgt für Gesprächsstoff
  4. Main-Post: Alten Sendemast gesprengt
  5. Daten auf structurae
  6. Daten auf structurae
  7. Daten auf structurae
  8. Daten auf structurae
  9. Main-Post: "Würzburger Eiffelturm": Sendemast sorgt für Gesprächsstoff

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

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