Jöns Person Lindahl
Jöns Person Lindahl (* 27. Februar 1843 in Christianstad, Schweden, † 22. November 1887 in Würzburg), gestaltete aufgrund städtischen Auftrags den Ringpark.
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[Bearbeiten] Leben
Lindahl machte nach seinem Realschulabschluss eine zweijährige Lehre an der königlichen Gartenbauschule Bäckaskog. Danach arbeitete er als Stadtgärtner in Stockholm, Wandsbek, Hamburg und Frankfurt. Am 2. August 1880 begann Lindahl in Würzburg seinen Dienst. Seine Planungen für den Pleicher-, Hauger- und Rennwegerbereich sah eine abwechslungsreichen Parklandschaft vor. 1884 wurde er auf der Internationalen Gartenbauausstellung in St. Petersburg mit der Silbermedaille und einem Diplom ausgezeichnet. Für seine Umgestaltungen wurde er teils heftig kritisiert mit dem Vorwurf, dass seine Eingriffe in den bisherigen Bestand zu groß seien. 1883/1884 kam es bei der Umgestaltung des Glacis vor dem Bahnhof infolge schwer abzutragender Felsschichten zu unerwarteten Schwierigkeiten, die die Kosten steigen ließen, was ihm zusätzlich Kritik einbrachte. Im Mai 1884 verstarb der Bürgermeister Georg von Zürn, der Lindahl stets verteidigt hatte. Dessen Nachfolger Dr. Johann Georg Steidle distanzierte sich von Lindahl als dieser einen mit Mainwasser gespeisten See in der Sanderau anlegen wollte, obwohl dies zuvor im Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Eine Kommission sollte fortan die Ausgaben Lindahls prüfen. Da Lindahl sein Werk als Kunst ansah war er von diese Vorgehen geschockt und erlitt einen Nervenzusammenbruch. Als er von der darauf folgenden Kur wieder kam waren einiger seiner landschaftlichen Maßnahmen rückgängig gemacht worden, was seinen körperlichen Zustand weiter verschlechterte. Am 22. November 1887 erschoss er sich in den Glacisanlagen an der Ottostraße. Ob sein Selbstmord in Zusammenhang mit der Kritik und seinem physischen Zustand zu bringen ist, ist nicht überliefert. Das unvollendete Werk schloss schließlich sein Nachfolger, Stadtgärtner Engelbert Sturm, im Jahr 1891 ab.
[Bearbeiten] Würdigung
An den von Lindahl gestalteten Felsenbrunnen im Sandergalcis ließen seine Freunde, um an Lindahl und seine gartenkünstlerische Leistungen zu erinnern, durch den Architekten Peter Feile ein Bronzerelief 1904 anbringen.
Im Jahr 1982, fünfundneunzig Jahre nach seinem Tod wurden seine sterblichen Überreste in ein Ehrengrab der Stadt Würzburg umgebettet. Sein dadurch überflüssig gewordener Grabstein wurde wenige Meter neben seinen von ihm gestalteten Felsenbrunnen, heute der Lindahl-Brunnen, aufgestellt. Die Säule des Grabsteins ist abgebrochen, was den Selbstmord symbolisieren soll.