Marmelsteiner Hof
Der Marmelsteiner Hof zählt zu den ältesten Domherrnhöfen der Stadt. Den Namen erhielt er nach Domkapitular Eberhard von Marmorstein in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Das heutige, nach dem 2. Weltkrieg wiedererstandene Gebäude wurde ursprünglich durch Balthasar Neumann errichtet. 1950 zog das bischöfliche Ordinariat ein. Im Marmelsteiner Hof wurde 1990 die Galerie "Marmelsteiner Kabinett" eingerichtet. Seit 2000 befindet sich in diesen Räumlichkeiten das Museum "Domschatz".
Der Standort des ehemaligen Domherrnhofs ist an der Domerschulstraße 2 / Plattnerstraße 16 (Frühere Adressbezeichnung: Distrikt III, Nr. 89/90). Den Innenhof der Anlage ziert ein Brunnenbecken mit barockem Wasserspeier.
[Bearbeiten] Marmelsteiner Kabinett
Die bundesweit erste diözesaneigene Galerie wurde am 31. August 1990 durch Bischof Scheele eröffnet. Sie zeigte 10 Jahre lang wechselnde Ausstellungen in den Räumen im Erdgeschoss des Marmelsteiner Hofs. Unter anderem waren folgende Ausstellungen zu sehen[1]:
- Auferstehung: Werke von 17 Fränkischen Künstlern zum Thema Auferstehung. (31. August bis 28. September 1990)
- Unausweichlich: Werke der Künstler Manfred Billinger und Merve Giehl. (12. Januar - 3. Februar 1991)
- Schätze aus dem Würzburger Dom (22. Mai - 12. Juli 1992)
- Mensch Maria: Arbeiten fränkischer Künstler (12. September - 1. November 1992)
- Jakobus in Franken (21. November 1992 - 17. Januar 1993)
- Maria-Hilf: ein Cranach-Bild und seine Wirkung[2]. (23. September bis 20. November 1994)
Dokumentiert wurden die Ausstellungen in der Katalogreihe Marmelsteiner Kabinett.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Chronik der Stadt Würzburg 1989-1992. Hrsg.: Stadtarchiv Würzburg. Schöningh, Würzburg 1996.
- ↑ Maria-Hilf: ein Cranach-Bild und seine Wirkung; Ausstellung der Diözese Würzburg; Katalog zur Ausstellung des Kunstreferates der Diözese Würzburg im Marmelsteiner Kabinett, Würzburg vom 23. September bis 20. November 1994 (Nr. 13). Hrsg. Jürgen Lenssen, Diözese Würzburg 1994, 120 S.