Dencklerblock
Als Dencklerblock, kurz Denckler oder seltener als Denckler-Bau werden zwei rechteckige Wohnblöcke (Blockrandbebauung) zwischen der Frankfurter Straße (im Norden) und der Jägerstraße (im Süden), sowie der Scherenbergstraße (im Westen) und der Fröhlichstraße (im Osten) im Stadtbezirk Zellerau bezeichnet. Differenziert werden die Blöcke in unterer Denckler(block) und oberer Denkler(block), Trennline bildet die Brunostraße.
Die Blöcke wurden seit 1928 von der Handwerker-Baugenossenschaft erbaut und umfassen 152 Wohnungen, bei denen vor allem die Funktionalität bei der Planung im Vordergrund stand. Markant sind vor allem die beiden begrünten Innenhöfe, in denen in der Vergangenheit oftmals Feste (beispielsweise das Dencklerfest) ausgerichtet wurden.
In den Anfangsjahren war der Denklerblock hauptsächlich Heimat von Arbeitern und Beamten (Sozial- und Arbeiterwohnungen). In den Kriegsjahren wohnten dort vor allem Offiziere. Seit den 1980er Jahren wohnen überwiegend Studenten - meist in Form von Wohngemeinschaften - im Dencklerblock und präg(t)en diesen entscheidend. Bei vielen Würzburgern haben die Wohnblöcke längst Kult-Status.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Historie
- Von 1928 bis 1931 wurde der untere Denckler gebaut. Erst zehn Jahre später, 1941 wurde dann auch der zweite Block fertiggestellt. Bauherr war die Handwerker-Baugenossenschaft, Architekt der Blöcke war Eugen Weiß.
- 1983 ging der Denckler in den Besitz der Firma Altis über. Es gab währenddessen kaum Investitionen in die Bausubstanz.
- Im Jahr 2003 gab es Pläne der Deutschen Bank, den Denckler abzureißen - diese wurden jedoch verworfen.
- Im Januar 2012 wurden erstmals seit 1970 neue Fenster im Bereich der Scherenbergstraße eingebaut (zuvor gab es lediglich neue Fenster zur Frankfurter Straße hin).
[Bearbeiten] Name
Seinen Name hat der Denklerblock seit 1970 von Heinz Denckler, der die beiden Wohnblöcke erwarb. Zuvor gab es keinen Namen.
[Bearbeiten] Verwaltung
- ab 1970: Heinz Denckler Immobilien AG
- ab 1983: Firma Altis
- ab 2003: Deutsche Bank
- ab 2004: DEMA Invest
[Bearbeiten] Dencklerlichtspiele
Bei den Dencklerlichtspielen bzw. Denckler-Kino handelt es sich um ein Non-Profit-Kino für Bewohner des Denckler-Blocks. Es ist folglich kein öffentliches Kino.
[Bearbeiten] Gegenwärtige Probleme
- Der Kult-Status des Denckler und eine hohe Fluktuation wird von der Verwaltung ausgenutzt, um die Mietpreise anzuheben (für Würzburger Verhältnisse sind diese dennoch günstig). Der Verwaltung werden in diesem Zusammenhang oftmals rechtlich unwirksame Mietvertragskonditionen vorgeworfen.
- Trotz mehrfachen Wechsels der Verwaltung wurde selten in den Dencklerblock investiert. Dies hat im Laufe der Zeit zu einer maroden Bausubstanz geführt. Indikatoren hierfür sind beispielsweise durch Graffiti verunreinigte Wände, Wasserschäden durch Löcher im Dach und undichte Fenster. Im Dencklerblock kommt deshalb beim Betrachter oft der Eindruck auf, als wäre die Zeit dort stehengeblieben.
- Im Gegenzug könnte es bei einer massiven Aufwertung des Areals zu einer Gentrifizierung kommen - der Denckler würde folglich seinen Kult-Status verlieren.
[Bearbeiten] Lage, Umgebung
Angrenzend an:
bzw.
Jenseits der Jägerstraße schließt sich das Gelände von Würzburger Hofbräu an.
[Bearbeiten] Quellen / Weblinks
- Dencklerblog.de: Geschichte des Dencklerblocks
- Dencklerblock.de: Dencklerfest
- Dencklerblock-Fanseite auf Facebook
- Dencklerschutz
- O Sole Mio - ein im Decklerblock gedrehter Kurzfilm
- Main-Post: Denckler-Block in der Zellerau ist der beste Platz der Welt (Reportage vom 01.04.12)
- Info und Bilder auf Wuerzburg-Fotos.de