Fürstengarten
Der Fürstengarten ist Teil der Festungsanlage auf dem Marienberg. Der herrschaftliche Garten befindet sich an der Ostseite der Burg und bietet einen besonders schönen Ausblick direkt auf die Altstadt sowie rundum vom Steinberg bis zum Käppele.
Als Wohnsitz der Fürstbischöfe verfügte die Festung bereits im Mittelalter über einen großzügig angelegten Lustgarten am nordöstlichen Hang des Festungsberges, der aber im 17. Jhd. den neuen Bastionen weichen musste. Dafür wurde am heutigen Standort, der bis dahin als Geschützplattform diente, der Fürstengarten eingerichtet. Vorbild für die Gestaltung waren Villengärten Italiens. Auftraggeber war Kurfürst von Schönborn, sein Nachfolger von Greiffenclau ließ die Anlage weiter ausschmücken.
Der Garten ist regelmäßig angelegt, beinhaltet abgezirkelte Blumenbeete, ein Mittelbassin mit Springbrunnen sowie Wandbrunnen und Figuren an den seitlichen Treppenaufgängen. Oberhalb der halbrund angelegten Treppen finden sich kleine Pavillons. Die Beete waren früher farbenprächtig bepflanzt und mit Zitronen- und Orangenbäumen geschmückt. Die Balustrade umfasst mittig eine Aussichtskanzel.
Anfang des 20. Jhd. war der Garten verwildert und mit Gehölz zugewachsen, die Figuren zeigten deutliche Schäden. Daher wurde er 1936-38 renoviert und sein ursprüngliches Erscheinungsbild wieder hergestellt. Die Gartenanlage ist heute noch gut erhalten. Lediglich die Bepflanzung der Beete mit Rosen weicht vom Original ab.
[Bearbeiten] Besucherinformation
Der Fürstengarten ist vom 16. März bis 31. Oktober geöffnet. Montags bis 16 Uhr, Dienstag - Sonntag bis 17.30 Uhr. Das Zugangstor befindet sich im inneren Hof der Festung, neben der Marienkirche.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Gärten und Grünanlagen in Würzburg. Ihre Entwicklung und Bedeutung. Staatsarchiv Würzburg, 1990. ISBN 3-921635-15-2
- Ulrike Bausewein: Die Gärten der Fürstbischöfe. In: Würzburg-Herbipolis. Stadt der Gärten, der Pflanzen und des Weines. Hrsg. Franz Christian Czygan, Ulrike Bausewein und Johannes Gottfried Mayer. Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg, 2009. ISBN 978-3-7954-2139-7