Käppele
Die barocke Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, allg. unter der Bezeichnung Käppele bekannt, liegt über der Würzburger Altstadt auf dem Nikolausberg. Die Kirche wurde nach Plänen von Balthasar Neumann errichtet. Zur Kirche hinauf führt ein terrassierter Stationsweg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
- Im 30jährigen Krieg stellt der Sohn eines Fischers eine hölzerne Pietà, die er am Mainufer gefunden hatte, als Bildstock in den Weinbergen am Nikolausberg auf. In der Folge wird von Lichterscheinungen und Heilungen an der Stelle berichtet.
- Um 1640 fanden erste Wallfahrten auf den Nikolausberg statt.
- 1653 wurde dort eine erste Gnadenkapelle errichtet, die 1683 erweitert wurde.
- Seit 1747 obliegt die Wallfahrtsseelsorge den Kapuzinern.
- Die heutige Wallfahrtskirche entsteht in den Jahren 1748-78.
- Die Weihe erfolgt, durch Krieg und Säkularisation verzögert, erst 1824.
[Bearbeiten] Die Kirche
Der Barocke Kirchenbau wurde nach Plänen von Balthasar Neumann errichtet, im Jahr 1778 fertiggestellt und 1824 geweiht. Die Fresken wurden von Matthäus Günther gefertigt, der Stuck von Johann Michael Feichtmayr. Die Orgel stammt aus der Zeit des Rokoko.
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Aufnahme vom Ludwigkai aus |
[Bearbeiten] Der Stationsweg
Der Stationsweg führt über 265 Stufen hinauf zur Wallfahrtskirche. Zwischen den Treppenpartien befinden sich jeweils drei Stationshäuschen: kleine Kapellen, in denen je eine Kreuzwegstation bildhaft dargestellt ist. Die lebensgroßen Figuren in den Kapellen wurden von Johann Peter Wagner geschaffen.
[Bearbeiten] Naturdenkmale
Entlang des Wegs zum Käppele sind zwei Naturdenkmale ausgewiesen: Die alten Linden am Fußweg von der Nikolausstraße her und die Platenen am Stationsweg. Die Lindenallee wurde im Jahr 1941 unter Schutz gestellt, die Platanenallee 1943.
[Bearbeiten] Quellen
- Peter Moser: Würzburg. Geschichte einer Stadt. Babenberg Verlag, Bamberg 1999. ISBN 3-933469-03-1
- Kunstführer Würzburg und Mainfranken. HB Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Hamburg 1983. S. 27