Johann Prokop Mayer
Johann Prokop Mayer (* 2. Juli 1737 in Smetzna/Böhmen; † 25. Juli 1804 in Würzburg) war fürstbischöflicher Hofgärtner in Würzburg. Er war maßgeblich an der Gestaltung des Hofgartens beteiligt.
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[Bearbeiten] Biographie
1752 begann Mayer eine dreijährige Lehre bei Johann Wiseck, dem Gräflich Martiniszischen Gärtner des Schlosses Smezna. Im Anschluss arbeitete er einige Monate als Gehilfe von Hofgärtner Franz Weppel im Lustgarten des Grafen Tczernin, ging dann als Gärtner nach Wien und Deutschland. Seinen Gesellenbrief erhielt er im Februar 1761 durch Georg Joseph Oth, Hofgärtner im "Lust und Zir Garten zu Veitshöchheim". Bis zu seinem 31. Lebensjahr reiste er durch Holland, England und Frankreich und sammelte dort gärtnerische Erfahrungen und Ideen. Unter anderem war er dabei in den großen Gärtnereien von Versailles und Issy tätig. Seine erste feste Anstellung hatte er auf dem Familiensitz der Grafen von Seinsheim bei Regensburg. Dort gestaltete er u.a. den Schlossgarten und wurde daraufhin dem Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim empfohlen, welcher ihn 1770 als Hofgärtner nach Würzburg berief. Im selben Jahr heiratete Mayer Eleonora Winterstein, Tochter des Gräflich Schönbornschen Hofgärtners zu Gaibach. Das Paar bekam drei Töchter: Agnes, Elisabetha und Barbara. Mayer verstarb mit 68 Jahren und wurde am Kirchhof zu St. Peter begraben.
[Bearbeiten] Porträtbilder
Im Jahr 2009 hat das Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg zwei 1786 entstandene Pastellbilder von Mayer und seiner Frau erworben[1], die nun erstmals einen optischen Eindruck seiner Person ermöglichen.
[Bearbeiten] Literatur
Johann Prokop Mayer 1735-1804 - Ein Würzburger Hofgärtner. Autor: Karl Schäfer. In: Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst 32/1980.