Mozart-Gymnasium

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Das Mozart-Gymnasium (kurz MOZ genannt) war ein städtisches neusprachliches Gymnasium mit sozialwissenschaftlichem Zweig in den Schulgebäuden zwischen Hofstraße und Maxstraße. 2001 wurde es mit dem Schönborn-Gymnasium an dessen Standort zusammengelegt.

[Bearbeiten] Geschichte

Nach dem zweiten Weltkrieg und der Zerstörung Würzburgs musste das Schulsystem der Stadt neu organisiert und wieder errichtet werden. Im Zuge dessen nahm 1946 auch die Mozartschule als kommunale Bildungseinrichtung für Mädchen ihren Betrieb unter neuen Vorzeichen auf. Der Name und die Klassenräume wurden dabei von der 1937-45 bestehenden städtischen Mädchenoberschule übernommen.

Ab 1945 war die Schule eine Oberschule bzw. Oberrealschule für Mädchen, dann ein Mädchenrealgymnasium. Zeitweise war eine Mädchen-Mittelschule angegliedert, die sich später zum Schönborn-Gymnasium entwickelte. Erst seit 1966 bestand der Titel "Mozart-Gymnasium".

In den ersten Jahren befand sich der Lehrbetrieb im ehemaligen Schulgebäude der Englischen Fräulein. Dann entstand der Neubau auf städtischem Gelände zwischen Maxstraße und Hofstraße. Der Einzug in die dort errichteten Gebäude erfolgte 1957. Zehn Jahre später wurde die Anlage in Richtung Kardinal-Faulhaber-Platz erweitert.

Zu der neusprachlichen Ausrichtung mit Englisch oder Latein als erste Fremdsprache trat 1965 ein sozialwissenschaftlicher Zweig. Die Schule öffnete sich 1977 für die Aufnahme von Jungen und die Durchführung koedukativen Unterrichts. Die Schule legte viel Wert auf eine positive Atmosphäre unter den SchülerInnen bzw. zwischen SchülerInnen und Lehrerschaft. Dazu trugen auch vielfältige Angebote außerhalb des regulären Unterrichts bei (künstlerische, musikalische und sportliche Nachmittagsangebote).

Totz der großen Beliebtheit der Schule (die stetig steigenden Anmeldezahlen führten zu häufiger Raumknappheit) werden 1993 erste Pläne der Stadt zum Verkauf des Schulgeländes und zu einer möglichen Verlegung an den Stadtrand bekannt. Gründe waren insbesondere eine notwendige Entlastung des städtischen Haushalts und Überlegungen zum Verkauf des zentral und attraktiv gelegenen Geländes. Ab 1997 durften nur mehr zwei fünfte Klassen gebildet werden. Trotz Protesten der Bevölkerung und eines Bürgerentscheids (der für den Erhalt des MOZ votierte) entschied der Stadtrat 1999 die Zusammenlegung mit dem Schönborn-Gymnasium an dessen Standort.

2001 wurde der Schulbetrieb im Gebäude des "Mozart-Gymnasiums" eingestellt.

[Bearbeiten] Siehe auch

Mozart-Schönborn-Gymnasium

[Bearbeiten] Quelle