Mozart-Gymnasium

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Das „Hufeisen“ des MOZ während des Internationalen Filmwochenendes 2015
Blick von der Hofstraße auf Aula und Foyer des MOZ, ehemalige Spielstätte des Programmkinos Central

Das Mozart-Gymnasium (MOZ) war ein städtisches Gymnasium, das sich bis 2001 in dem gleichnamigen Gebäudekomplex zwischen Hof- und Maxstraße (Anschrift: Maxstraße 2) befand. Die Schule wurde dann mit dem Schönborn-Gymnasium am Frauenlandplatz zusammengelegt.

Heute werden die Klassenräume übergangsweise durch mehrere Schulen genutzt, im Bereich der Aula und des ehemaligen Sekretariats/Direktorats befanden sich bis 28. Oktober 2016 die Spielstätten des Programmkinos Central.

Das residenznahe städtische Grundstück mit dem denkmalgeschützten Schulbau der 1950er Jahre soll nach Stadtratsbeschluss an einen Investor veräußert und neu bebaut werden. Hierbei wird eine zukünftige Mischnutzung durch Einzelhandel, Hotel und Wohnen angestrebt. Eine Bürgerinitiative setzt sich für den Erhalt des Schulgebäudes und für eine weiterhin kulturell geprägte Nutzung des Standorts ein.

Baukomplex[Bearbeiten]

Ausstellung im Foyer zur Baugeschichte des MOZ

Der Baukomplex aus kombinierten architektonischen Gruppen mit einer hufeisenförmigen Öffnung zur Hofstraße entstand in den 1950er Jahren auf dem Ruinengrundstück der ehemaligen Maxschule. Der neue Schulbau sollte modern, offen, freundlich und einladend wirken. Den Entwurf fertigte Stadtbaurat Rudolf Schlick. 1957 wurde der Schulbau an der Maxstraße in Betrieb genommen. Zehn Jahre später wurde die Anlage in Richtung Kardinal-Faulhaber-Platz erweitert.

Kunst am Bau[Bearbeiten]

Neben zahlreichen künstlerisch wertvollen architektonischen Details finden sich im bzw. am MOZ folgende Kunstwerke:

  • Skulptur „Mädchen mit Trinkschale” vor dem Haupteingang, zugehörig war ursprünglich ein nierenförmiges Teichbecken. Künstler: Franz Martin
  • Skulptur „Mädchen mit Genius” aus Muschelkalk im Pausenhof. Künstler: Helmut Weber
  • Wandbild mit zwei ballspielenden und einem musizierenden Mädchen an der Außenfassade zur Hofstraße. Farbige Putzintarsientechnik. Künstler: Curd Lessig.
  • Wandbild „Lebensbaum” im Haupttreppenhaus über vier Stockwerke. Künstler: Ludwig Martin
  • Mehrere Wandbilder in Nischen des Treppenhauses, sie stellen Landkarten von Würzburg, Unterfranken, Bayern und Deutschland dar. Künstler: Leo Flach, Rudolf Hainlein (1904-1978), der Grafiker Leo Dittmer, Willy Fuchs.
  • Das Wandbild „Abendland” zwischen den Eingängen zur Aula zeigt bedeutende Männer, Frauen und Bauwerke der Geschichte. Es wurde von Oskar Martin-Amorbach als Sgraffito in Ritztechnik erstellt.
  • Künstlerisch gestaltete farbige Glasfenster zu sakralen Themen entlang des Kellerflurs. Künstler: Willy Wolf. [1]

Führungen[Bearbeiten]

Einblick in das Gebäude, seine Geschichte, Architektur und Kunst, ermöglichen Führungen durch Mitglieder der Heiner-Reitberger-Stiftung und der Stadtbildinitiative Würzburg jeweils Freitags um 17 Uhr. Treffpunkt ist am Eingang der Mozartschule in der Hofstraße, die Führung dauert etwa eine Stunde, die Teilnahme ist kostenfrei.

Denkmalschutz[Bearbeiten]

Seit dem Entschluss zur Auflösung des städtischen Gymnasiums an diesem Standort setzten sich Heiner Reitberger und der „Initiativkreis zur Erhaltung historischer Denkmäler” intensiv für den Erhalt des Bauwerks ein. 1995 erfolgte - trotz fehlender Zustimmung des Stadtrats - die Eintragung in die bayerische Denkmalliste, nachdem das Landesamt für Denkmalpflege die Denkmaleigenschaft eindeutig festgestellt hatte.

Auszug Denkmalliste[Bearbeiten]

In der bayerischen Denkmalliste heißt es:

„Mozart-Gymnasium, mehrteilige gestaffelte Baugruppe aus verschieden großen und unterschiedlich gestalteten Stahlbetonskelettbauten mit flachgeneigten Walmdachungen, angelegt im Sinne der organischen Stadtbaukunst, Nachkriegsmoderne, Rudolf Schlick, 1955-1957; mit Ausstattung; zugehöriger Schulgarten“

Denkmalrechtliche Situation[Bearbeiten]

Der Eigentümer eines Baudenkmals ist nach dem Bayerischen Denkmalschutzgesetz (DSchG) verpflichtet, sein Denkmal instandzuhalten, instandzusetzen, sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdung zu schützen (Art. 4 Abs. 1). [2] Zudem soll er es entsprechend der ursprünglichen Zweckbestimmung nutzen (Art. 5). Im Falle der Mozartschule wären dies die Zwecke Bildung und Kultur.

Doch in der Praxis schützt das Gesetz ein Denkmal gerade dann nicht vor Abriss, wenn es sich in städtischem Eigentum befindet. Denn eine kreisfreie Stadt wie Würzburg ist selbst „untere Denkmalschutzbehörde“ und kann einen Eigentümer von seinen Erhaltungspflichten befreien, wenn sie zur Auffassung kommt, dass diese ihm nicht zuzumuten sind (Art. 4 Abs. 1 Satz 1 und Art. 6). Als unzumutbar gilt der Erhalt eines Denkmals beispielsweise, wenn er trotz öffentlicher Zuschüsse zu dauerhaften finanziellen Verlusten führt. [3] Sich selbst als Eigentümer könnte die Stadt den Abriss jedoch kaum genehmigen, da für die öffentliche Hand der Erhalt eines Denkmals auch bei Verlusten regelmäßig als zumutbar gilt. [4] Zum Abriss muss die Stadt das Denkmal in einem ersten Schritt an einen Privateigentümer verkaufen, z.B. an einen Immobilieninvestor, wie es im Falle der Mozartschule geplant ist. Dieser kann dann im zweiten Schritt die Feststellung der Unzumutbarkeit des Erhalts und die Erlaubnis zum Abriss bei der Stadt beantragen.

Dem stünde entgegen, dass nach der Rechtslage einem aktuellen Käufer eines als Denkmal bekannten Gebäudes der Erhalt und die Instandsetzung selbst bei erheblichen finanziellen Verlusten zuzumuten ist. Die Erlaubnis zum Abriss wäre ihm zu verweigern, da er beim Kauf „sehenden Auges“ über die zu erwartenden Erhaltungspflichten informiert war. [5] Doch die Stadt kann diese Rechtslage ignorieren und seinem Antrag auf Feststellung der Unzumutbarkeit dennoch stattgeben. Auch die in solchen Fällen erhobenen Einsprüche der Fachleute des Landesamts für Denkmalpflege können von der Stadt ignoriert werden. Sie haben durch zurückliegende gesetzliche Änderungen in Bayern ihre schützende Wirkung verloren.

Auf diesem Weg kann eine Stadt ihre gesetzliche Pflicht zum Schutz eines Denkmals in eine Erlaubnis zum Abriss verwandeln. Da die Stadtratsmehrheit in Würzburg beschlossen hat, mit einem Investor zu verhandeln, der den Totalabriss plant, scheint sie willens, diesen rechtlich umstrittenen Weg im Falle der Mozartschule zu gehen. [6]Dieses Verfahren wäre formal möglich; sein Ergebnis gilt jedoch als 'materiell rechtswidrig'. Ein normaler Würzburger Bürger kann dagegen nicht klagen, da nur öffentliche Interessen aber nicht seine individuellen Rechte geschädigt werden. Klagen könnte allenfalls ein Eigentümer eines in der Nachbarschaft liegenden weiteren Denkmals. Dessen individuelle Rechte wären betroffen, da durch den Abriss der historische Wert des Gesamtensembles gemindert würde. Ob ein solcher Eigentümer in der Nachbarschaft klagen wird, ist derzeit offen.

Geschichte[Bearbeiten]

Schulgeschichte[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Zerstörung Würzburgs musste das Schulsystem der Stadt neu organisiert und wieder errichtet werden. Im Zuge dessen nahm 1946 auch die Mozartschule als kommunale Bildungseinrichtung für Mädchen ihren Betrieb als Nachfolger der Städtischen höheren Lehranstalt für Mädchen unter neuen Vorzeichen auf. Der Name und die Klassenräume wurden dabei von dieser 1937-45 bestehenden städtischen Mädchenoberschule übernommen.

Ab 1945 war die Schule eine Oberschule bzw. Oberrealschule für Mädchen, dann ein Mädchenrealgymnasium. Zeitweise war eine Mädchen-Mittelschule angegliedert, die sich später zum Schönborn-Gymnasium entwickelte. Erst seit 1966 bestand der Titel „Mozart-Gymnasium”.

In den ersten Jahren befand sich der Lehrbetrieb im ehemaligen Schulgebäude der Englischen Fräulein. Dann entstand der Neubau auf städtischem Gelände zwischen Maxstraße und Hofstraße. Der Einzug in die dort errichteten Gebäude erfolgte 1957.

Zu der neusprachlichen Ausrichtung mit Englisch oder Latein als erste Fremdsprache trat 1965 ein sozialwissenschaftlicher Zweig. Die Schule öffnete sich 1977 für die Aufnahme von Jungen und die Durchführung koedukativen Unterrichts. Die Schule legte viel Wert auf eine positive Atmosphäre unter den SchülerInnen bzw. zwischen SchülerInnen und Lehrerschaft. Dazu trugen auch vielfältige Angebote außerhalb des regulären Unterrichts bei (künstlerische, musikalische und sportliche Nachmittagsangebote).

Trotz der großen Beliebtheit der Schule (die stetig steigenden Anmeldezahlen führten zu häufiger Raumknappheit) werden 1993 erste Pläne der Stadt zum Verkauf des Schulgeländes und zu einer möglichen Verlegung an den Stadtrand bekannt. Gründe waren insbesondere eine notwendige Entlastung des städtischen Haushalts und Überlegungen zum Verkauf des zentral und attraktiv gelegenen Geländes. Ab 1997 durften nur mehr zwei fünfte Klassen gebildet werden. Trotz Protesten der Bevölkerung und eines Bürgerentscheids (der für den Erhalt des MOZ als eigenständige Schule votierte) entschied der Stadtrat 1999 die Zusammenlegung mit dem Schönborn-Gymnasium an dessen Standort (Frauenlandplatz) zum Mozart-Schönborn-Gymnasium (heute befindet sich dort das Dag-Hammarskjöld-Gymnasium). 2001 wurde der Schulbetrieb des MOZ im Gebäude Maxstraße/Hofstraße eingestellt.

Die Schließung der Schule führt zu erheblichen Kapazitätsproblemen bei den verbliebenen Gymnasien. So muss das Siebold-Gymnasium gegenwärtig neun Schulklassen, das Riemenschneider-Gymnasium vier Klassen in die Gebäude des Mozart-Gymnasiums zurückverlagern. Der Schulbetrieb im Haus geht weiter, ohne dass die Schüler und Lehrer hier zuhause sind. Der gegenwärtige städtische Schulreferent Muchtar Al Ghusain bezeichnet die Schließung der Schule durch den Stadtrat im Jahr 2001 heute als großen Fehler. [7]

Abrisspläne für eine Einkaufsgalerie[Bearbeiten]

2007 beschloss der Stadtrat einstimmig die Entwicklung einer Einkaufsgalerie von etwa 14.500 qm auf dem Gelände Mozart-Gymnasium/Kardinal-Faulhaber-Platz mit einem Totalabriss der bisherigen Bausubstanz.

2012 wurde europaweit ein Investorenwettbewerb für das Areal ausgeschrieben. [8] Entstehen soll hier nach den Planungen des Stadtrats ein bis zu fünf Stockwerke hoher Neubau mit Einkaufszentrum, Hotel, Gastronomie und Wohnungen. Die Stadt erhofft sich daraus einen Erlös von elf Millionen Euro. Sie befindet sich in Verhandlungen mit einem konkreten, aber noch nicht öffentlich bekannten Investor (Stand Juni 2014). [9]

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege macht erhebliche Bedenken geltend. Sowohl der Abriss des Einzeldenkmals Mozartschule als auch die vollflächige, mehrgeschossige Überbauung unter Wegfall des Kardinal-Faulhaber-Platzes wird abgelehnt. [10]

Bewerbung um das Museum der Bayerischen Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 unterbrach die Stadt ihre Abrissplanungen und bewarb sich mit dem Gebäude des Mozart-Gymnasiums um das Museum der Bayerischen Geschichte. Im Bewerbungsverfahren bezeichnete die Stadt die originalgetreue Renovierung des Gebäudes, die Anpassung an aktuelle technische Standards und die Einrichtung eines Museums als lohnende Aufgabe. Die Bewerbungsbroschüre [11] sprach von einem „Leuchtturmprojekt […] mit völlig neuer Konzeption“ (S. 3).

Über die anliegende Hofstraße hieß es, sie sei „seit Barbarossas Zeiten historischer Grund im Zentrum von Würzburg.“ (S. 40). Hier lägen „Zeugnisse aus sämtlichen Epochen der Würzburger Stadtgeschichte.“ (S. 40). Über das Gebäude des Mozart-Gymnasiums hieß es, es sei „ein repräsentativer Gesamtkomplex“ und ein „typischer Repräsentant seiner Epoche.“ (S. 43). Zusammenfassend bewarb die Broschüre die Mozartschule mit den Worten: „DIESES QUARTIER. Dieser Ort in Würzburg. Was für ein mutiger, integrativer, zukunftsweisender Standort für ein Museum.“ (S. 3).

Mit zahlreichen Fotos belegte die Broschüre die Qualität von Architektur, Ausstattung und Wandgemälden der Mozartschule. (S. 43-47). Die technische Ertüchtigung des Gebäudes, so hieß es im Text, sei „eine lohnende Herausforderung“. Erreichbar sei eine „weitestgehende Energieeffizienz, ohne die ursprüngliche Leichtigkeit des Gebäudes und seine Entwurfsqualität zu konterkarieren.“ (S. 48). Die Broschüre endete mit einer Vision des „Flairs der 50er“ im fertiggestellten Museum: „Diese gebohnerten Natursteinplatten ... zum Glück erhalten, wie überhaupt der gesamte Gebäudeteil an der Hofstraße. Die Schulzeit, der Abi-Ball, … das CENTRAL Programmkino…Hinein ins Vergnügen! Gehuldigt sei der Lust an der Erkenntnis!“ (S. 50).

Der Freistaat Bayern vergab das Landesmuseum schließlich an Regensburg. Daraufhin nahm die Stadt ihre Planungen zum Totalabriss der Mozartschule und zur Errichtung eines Einkaufszentrums erneut auf. Oberbürgermeister Christian Schuchardt bezeichnete diesen Wechsel von Abrissplanung und Auslobung des Gebäudes im Kommunalwahlkampf 2014 als "schizophren". [12]

Am Erhalt des Denkmals interessierte Bürger nahmen die Bewerbung zum Anlass, die Mozartschule, neben ihren anderen Funktionen, als Standort für eine stadtgeschichtliche Ausstellung vorzuschlagen. Auch der städtische Kultur-, Schul- und Sportreferent und Bürgermeisterkandidat Muchtar Al Ghusain und der Stadtheimatpfleger Dr. Hans Steidle vertreten dieses Konzept. [13]

Gegenwärtige Nutzung[Bearbeiten]

Gegen den äußeren Anschein werden alle Räume des ehemaligen Mozart-Gymnasiums aktuell genutzt. Die Stadt muss Mietanfragen, wie zuletzt von einer Würzburger Hochschule, zurückweisen, weil kein Raum frei ist. Zu den Hauptnutzern gehören jene in Würzburg verbliebenen Gymnasien, die wegen der Schließung des Mozart-Gymnasiums durch die Stadt im Jahr 2001 die ihnen nun zugewiesenen Schüler nicht unterbringen können. Diese Schulen sind gezwungen, mehrere Klassen ins ehemalige Gymnasium auszulagern. Das Siebold-Gymnasium hat neun Schulklassen hierher ausgelagert, das Riemenschneider-Gymnasium vier. Weitere Hauptnutzer ist die private Wirtschaftsschule Main-Bildung. Weitere Nutzer sind die VHS, das Standesamt, die Heiner-Reitberger-Stiftung, die Sing- und Musikschule, eine Yogaschule, das Jugend-Symphonieorchester, Vereine, ein Arzt und verschiedene Tanzgruppen. Turnhalle und Gymnastikhalle werden von unterschiedlichen Sportgruppen genutzt.

Die BI „Rettet das MOZ” wirbt für den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes

Bürgerinitiative „Rettet das MOZ“[Bearbeiten]

Die Bürgerinitiative „Rettet das MOZ” [1] hat sich zum Ziel gesetzt, dem Denkmalschutzgesetz Geltung zu verschaffen und dieses bedeutende Baudenkmal zu erhalten. Es soll zukünftig möglichst schrittweise saniert werden und kulturellen Zwecken dienen. Am 20. Dezember 2013 wurde von der BI ein Bürgerbegehren zum Erhalt des MOZ gestartet. [14] [6] Zu den Unterzeichnern zählt unter anderem auch der Maler Curd Lessig, der 1957 mit seiner Frau das Wandgemälde „Ballspielende und musizierende Mädchen“ an der Fassade des MOZ schuf. [15] Die Heiner-Reitberger-Stiftung hat zwischenzeitlich ein Gesamtkonzept für eine zukünftige Nutzung des Schulgebäudes ausgearbeitet. Dieses umfasst u.a. Räume für die Sing- und Musikschule, den Tourismus, Gastronomie und ein Hotel. Der Innenhof inklusive der Hatzfeldschen Gärten würde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Bürger- und Ratsentscheid[Bearbeiten]

► Nähere Informationen siehe unter Bürgerentscheid MOZ

Nach dem Einreichen der Unterschriften des Bürgerbegehrens durch die BI wurde von der Stadtverwaltung der Termin für den Bürgerentscheid auf den 5. Juli 2015 festgesetzt. Die BI stellt hier die Forderung nach einem Gesamterhalt des MOZ mit weiterer Nutzung für Kultur und Bildung zur Abstimmung.

Der Stadtrat stellt dieser Vorlage einen eigenen Ratsentscheid entgegen, der den Wahlberechtigten am selben Termin vorgelegt wird. Der Ratsentscheid sieht einen Verkauf des Grundstücks Mozartschule/Kardinal-Faulhaber-Platz und einen Teil- oder Gesamtabriss der Schule vor. Der Neubau eines Investors soll Raum für Einzelhandel, Hotel und Wohnen bieten.

Bei Erfolg des Ratsentscheids soll eine Woche später eine Bürgerbefragung folgen. Hierbei soll die Meinung der Bevölkerung bezüglich Gesamtabriss oder Teilerhalt des Hufeisens zur Hofstraße festgestellt werden (ohne rechtliche Bindung). [16]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

Zum Gebäudekomplex

  • Suse Schmuck: Die Mozartschule. Hrsg.: Heiner-Reitberger-Stiftung. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Würzburg 2006 (Stadtbücherei: Drk 1 Moz)

Zur Schulgeschichte

  • 50 Jahre Mozart-Gymnasium Würzburg. Festschrift und Jahresbericht 1986/87. Hrsg.: Direktorat des Mozart-Gymnasiums, Würzburg 1987
  • Hans Steidle: Ein halbes Jahrhundert kommunaler Schulgeschichte. Das Städtische Mozart-Gymnasium wurde 50 Jahre. In: Würzburg heute, Heft 44/1987
  • Ehemalige Homepage des Mozart-Schönborn-Gymnasiums: Geschichte des MOZ (offline)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Suse Schmuck: Die Mozartschule. Hrsg. Heiner-Reitberger-Stiftung. Würzburg 2001. (mit zahlreichen Detailaufnahmen)
  2. Bayerisches Denkmalschutzgesetz
  3. Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst zur Zumutbarkeit vom 14.01.2009, S. 2-5
  4. Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst zur Zumutbarkeit vom 14.01.2009, S. 3
  5. Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst zur Zumutbarkeit vom 14.01.2009, S. 6 und 7
  6. 6,0 6,1 Main-Post: „Am Start: Bürgerbegehren gegen Moz-Abriss“ (20. Dezember 2013)
  7. So Muchtar Al Ghusain auf einer Veranstaltung der Würzburger Bildungshäuser vom 27.1.2014 in der Kolping-Akademie. Bericht auf Mainpost.de vom 28. Januar 2014 (ohne Zitat)
  8. Hinweis zum Veräußerungsverfahren auf Wuerzburg.de
  9. Main-Post: „Investor fürs Mozart-Areal gefunden“ (12. Dezember 2013)
  10. Stellungnahme des Landesamts für Denkmalpflege aus dem Jahr 2008, Link entnommen aus www.das-moz.de
  11. Broschüre der Stadt Würzburg zu ihrer Bewerbung um das Museum der Bayerischen Geschichte aus dem Jahr 2011
  12. Christian Schuchardt auf einer Veranstaltung der Würzburger Bildungshäuser vom 27.1.2014 in der Kolping-Akademie: „Da geht man beim Moz hin und will das abreißen und eine Einkaufsgalerie machen. Dann bewirbt man sich erfolglos als Landesmuseum und betont die Werthaltigkeit des Gebäudes. Wie schizophren ist denn das?“ Main-Post: „OB-Kandidaten versprechen Dialog und Transparenz“ (28. Janaur 2014) (mit Zitat)
  13. Main-Post: „Die Frankenhalle bleibt Al Ghusains Vision“ (18. Dezember 2013)
  14. Pressemitteilung zum Start des Bürgerbegehrens
  15. Main-Post: „Maler Curd Lessig unterschreibt für Moz“ (18. Februar 2014)
  16. Main-Post: Moz: OB lässt Bürger alles entscheiden (19. Januar 2015)

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