Emy Roeder
Emy Roeder (* 30. Januar 1890 in Würzburg; + 7. Februar 1971 in Mainz) war eine Künstlerin des Expressionismus und Meisterin der modernen Plastik. Ihr Nachlass ist heute Teil des Museums im Kulturspeicher.
Roeder entstammte einer Würzburger Kaufmannsfamilie, auf ihr Geburtshaus am Unteren Markt (heute Marktapotheke) weist eine Inschrift hin. Ihr früher Wunsch, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen wurde von den Eltern unterstützt. Sie besuchte die Zeichenschule des Polytechnischen Zentralvereins. Die Grundlagen der Steinbearbeitung lernte sie beim Würzburger Bildhauer Arthur Schleglmünig. Neben der Portraitmalerei entwickelte sie einen ganz eigenen Stil bildhauerischen Schaffens. Ihre figürlichen Werke erscheinen klassisch-zeitlos und weisen klare Linienführungen auf. Die erste öffentliche Anerkennung erhielt Roeder mit der Verleihung des Preises der Preußischen Akademie, in der Folge wurden ihr noch weitere Ehrungen zuteil.
Roeders künstlerischer Werdegang führte sie unter anderem über München, Worpswede und Oberammergau nach Berlin. Während der Nazi-Zeit lebte sie in Paris, Rom und Florenz, wo sie ein Stipendium der Villa Romana erhielt. Inzwischen wurden ihre Werke in Deutschland als entartet eingestuft und verboten.
1950 kehrte sie nach Deutschland zurück. Sie ließ sich in Mainz nieder, wo sie an der Landeskunstschule unterrichtete. In Verbundenheit zu ihrer Geburtsstadt vermachte sie ihren künstlerischen Nachlass der Städtischen Galerie Würzburg.
[Bearbeiten] Weblinks
Museum im Kulturspeicher zum Nachlass Emy Roeders
[Bearbeiten] Quellen
- Frauen in Würzburg. Stadtführer und Lesebuch. Hrsg.: Gleichstellungsstelle der Stadt Würzburg. Echter-Verlag, Würzburg 1996. S. 75ff
- Würzburger Porträts. Hrsg. Heinz Otremba. Echter Verlag, Würzburg 1982
[Bearbeiten] Literatur
- Beate Reese: Auf der Suche nach Ausdruck und Form. Emy Roeder (1890–1971) und die Plastik ihrer Zeit. ISBN 3-928155-48-2