Grombühl

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Der Stadtteil und Stadtbezirk Grombühl liegt im Norden Würzburgs. Durch die Bahnlinie und den Hauptbahnhof wird Grombühl im Süden von der Innenstadt abgetrennt, im Norden und Osten begrenzt die Universitätsklinik den Stadtteil, während er im Nordwesten in die Weinberge, in die Lage Würzburger Stein, ausläuft.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Bedingt durch die Entfestigung Würzburgs und die steigende städtische Bevölkerung wuchsen ab der Mitte des 19. Jhd. Stadtteile außerhalb der Kernstadt. Nach Norden bildete sich dabei das Grombühl. Im Zentrum erhielt der neue Stadtteil 1905 eine eigene Pfarrkirche.

[Bearbeiten] Namensherkunft

Der Name Grombühl stammt nach einer Quelle[1] von dem alten Name der Feldlage, nämlich Krahnbühl, was Krähenhügel heißt. Dort stand einst der Galgen, was schon im Jahr 1296 urkundlich belegt ist. In der Wikipedia wird der Name von Grom≈Graben und Bühl≈Hang hergeleitet.

[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

Vor dem Bau der Grombühlbrücke 1879/80 war lediglich eine Einwohnerzahl von 1.800 Personen verzeichnet. Anschließend stieg die Zahl rapide an, um 1900 waren bereits 10.000 Bewohner gemeldet. Im Jahr 2008 wurden 9892 Einwohner des Stadtteils gezählt. Damit stieg die Bevölkerung gegenüber dem Jahr 2000 um ca. 3% an.

[Bearbeiten] Sehenswertes

[Bearbeiten] Brunnen

  • Brunnen am Wagnerplatz: Gestufte Mauer aus Muschelkalksteinen mit halbrunden Becken an beiden Seiten.
  • Brunnen am Rimparer Steig. Laufbrunnen.

Mit dem Bau der Universitäts-Augenklinik (Kopfklinik) an der Josef-Schneider-Straße 11 wurden 1973 vier Brunnen errichtet[2], von denen noch drei vorhanden sind:

  • Der Brunnen auf der Terrasse vor dem Haupteingang stammt von Helmuth Weber. Aus einer ebenerdigen rechteckigen Wasserfläche erheben sich große Natursteinblöcke. Das Wasser sprudelt in belebtem Wechsel aus den Quellen. Mit der Gestaltung wollte der Bildhauer "ein Stück Natur in die geradlinige, sachliche Architektur einfügen".
  • Der Brunnen im Innenhof wurde durch Max Walter gestaltet. Eine hoch aufragender, schmaler Brunnenaufbau aus dem seitlich mehrere halbrunde Schalen ragen, über die das Wasser schrittweise nach unten rinnt.
  • Am Haupteingang des zweiten Bauabschnitts schuf Andreas Sobeck zwei höhenversetzte Wasserflächen, die über einen Wasserfall verbunden sind.
  • Auf der Terrasse an der Ostseite des Hauptgebäudes befand sich ein Brunnen von Dr. Peter Drechseler. Becken und Aufbau wurden zwischenzeitlich wieder entfernt. Aus einem rechteckigen erhöhten Becken ragten 15 verschieden hohe Kupferrohre. Jedes war in unterschiedlicher Höhe und Anzahl mit quadratischen horizontalen Schalen als Wasserträger versehen.

[Bearbeiten] Schulen

  • Josefschule (Grundschule)
  • Pestalozzi-Volksschule (Mittelschule, offene Ganztagsschule)
  • Vinzentinum (private katholische Grund- und Hauptschule mit Tagesheim)

[Bearbeiten] Kindertagesbetreuung

  • Kinderkrippe im Evang. Kinderhaus Thomaskirche
  • Krabbelstube Spatzentruhe "Piepmätze"
  • Ökum. Krabbelstube Thomaskirche/St. Josef
  • Kath. Kindergarten Grombühl e.V.
  • Kindertagesstätte "Baumhaus" - Waldkindergarten
  • Evang. Kinderhaus Thomaskirche
  • Kath. Schülertagesheim Vinzentinum
  • Kath. Kinder- und Jugendhort Grombühl e.V.

[Bearbeiten] Stadtteilzentrum

[Bearbeiten] Vereine

  • TSV Grombühl: Sportverein mit Basketball-, Fussball-, Handball-, Karate-, Schach-, Schützen-, Schwimm-, Tischtennis-, Turn-, Volleyball- und Walking - Abteilung
  • Kammerorchester Grombühl
  • Faschingsgilde KAB St. Josef Grombühl
  • Löschzug 2 (Grombühl)

[Bearbeiten] Kinder & Jugendliche

  • Kupschackerclub Di+Do 15-18 Uhr
  • JUZ Grobmühl Mi+Sa 18-22 Uhr

[Bearbeiten] Senioren

  • AWO-Seniorentreff Mo+Fr 13 bis 18.30 Uhr im Felix-Fechenbach-Haus
  • VDK-Treff jeweils 3. Mittwoch im Monat 14.30 Uhr im Gasthaus zur Gemütlichkeit

[Bearbeiten] Kunst & Kultur

  • Theater Spielberg
  • Ateliergemeinschaft "Kunstforum": Ausstellungen, Kurse, Veranstaltungen. Samstags offenes Atelier 16-19 Uhr. 1.+3. Freitag im Monat WerkAtelier für Schulkinder 16-19 Uhr Homepage Kunstforum
  • Kultmeile Grombühl

[Bearbeiten] Kirche

  • kath. Pfarrgemeinde St. Josef
  • evang. Thomasgemeinde

[Bearbeiten] Verkehr

An Grombühl vorbei führt die B8, die dort als Teil des nördlichen Stadtrings ein Nadelöhr bildet. In die Innenstadt gelangt man am direktesten über die Grombühlbrücke oder die Schweinfurter Straße.

Grombühl wurde bereits 1909 an das Netz der Straßenbahn angeschlossen. Heute verkehren durch den Stadtteil die Straßenbahnlinien 1 und 5.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Quellen

  1. Würzburger Straßennamen Band II. Bruno Rottenbach, 1968. Fränkische Gesellschaftsdruckerei GmbH Würzburg
  2. Werner Dettelbacher: Würzburg, eine Stadt der Brunnen, Echter Verlag, Würzburg 1985. S. 149f]

[Bearbeiten] Weblinks

Wikipedia zu Grombühl