Kloster Himmelspforten

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Kloster Himmelspforten ist ein Kloster im Stadteil Zellerau und das einzige Frauenkloster aus der Zeit des Mittelalters in Würzburg, das sich in seiner Anlage bis in die Gegenwart erhalten hat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte von 1231 bis 1804

Mit Urkunde von vor dem 15. März 1231 stiftet Bischof Hermann von Lobdeburg (1225-1254), Stifter mehrer Klöster, mit Zustimmung des Kapitels auf dem Gebiet des Bistums das Kloster Himmelspforten. Und bestimmt das Kloster für Zisterzienserinnen. Zur Bewahrung der Ordensregeln wurde das Kloster Himmelspforten den Abt von Ebrach anvertraut.

Dieses Kloster, auf lateinisch "coeliporta", wurde in Himmelstadt eingerichtet. Der Name ist ein Wortspiel mit diesem Ortsnamen. Aus bisher unbekannten Ursachen verließen die Nonnen 1248 dieses Kloster und zogen in das aufgelassene Kloster Schönau, dort hielten sie es bis zum Jahr 1250 aus um dann den Konvent in der Schottenaue bei Würzburg neu zu errichten. In dieses Kloster konnten auch nicht adelige Frauen eintreten und sogar den Rang einer Äbtissin erringen.

In der Regierungszeit des Bischofs Albrecht von Hohenlohe (1350-1372) wurde das Kloster durch Aufständische gebrandschatzt und große Teile wurden zerstört. Danach ging es an dern Wiederaufbau der auch den Kreuzgang mit einschloß.

Die durch Martin Luther hervorgerufene Reformation wirkte sich im Kloster zunächst kaum aus. Äbtissin war zu dieser Zeit Sophie von Grumbach (gest. 1526) .

Eine Blütezeit des Klosters begann unter der Regierung des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn (1573-1617). Umbau im Stil der Renaissance. Auch den 30 Jahre andauernden Glaubenskrieg des 17. Jahrhunderts in Deutschland - der während der Regierungszeit von vier Würzburger Fürstbischöfen tobte - überstand das Kloster ohne großen Schaden.

Die 1803 dort lebenden 35 Nonnen wurden unter Fürstbischof Georg Karl von Fechenbach (1795-1808) von der Säkularisation getroffen und mußten das Kloster verlassen, erlebten die Enteignung, Auflösung des klösterlichen Besitzes durch Verkauf und Versteigerung.

[Bearbeiten] Geschichte von 1804 bis 1844

In den leerstehenden Klostergebäuden wurde dann in folge ein Militärlazarett eingerichtet und anschließend eine Tabak und Farbenfabrik. Diesen Zustand sagten die unverheirateten Geschwister Götz aus Margetshöchheim und Röll aus Dettelbach den Kampf an. Sie erwarben, in der Amtszeit des Bischofs Georg Anton von Stahl (1840-1870) das Klosterareal im Jahr 1844 zum Zwecke einer Wiedergründung des Klosters Himmelspforten. Durch Vermittlung von Karmelitenpatres kamen drei Nonnen aus dem in Österreich gelegenen Kloster Gemunden nach Himmelspforten und wagten einen Neuanfang.

[Bearbeiten] Ab 1844 und Aktuelles, Exerzitienhaus

Die historischen Gebäude fanden schließlich als Exerzitienhaus der Diözese Verwendung. Im Zweiten Weltkrieg wurde die ganze Anlage schwer zerstört und danach bis 1956 wieder aufgebaut.

Gegenwärtig finden regelmäßig bedeutende kirchliche Konferenzen, oft die Deutsche Bischofskonferenz, dort statt.

[Bearbeiten] Kirche

Die Klosterkirche ist ein langgezogener frühgotischer Bau, ursprünglich 1276 geweiht. Er wurde in der Renaissancezeit verändert. Das Innere wird im Westen von der Sepultur und der darüber gebauten Nonnenempore eingenommen. (Vgl. Beschreibung bei bistum-wuerzburg.de und auf der Klosterseite)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

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