Mainfranken Theater
Das Mainfranken Theater ist das größte unterfränkische Theater und befindet sich in der Altstadt. In ihm finden Opern, Operetten, Musicals, Schauspiele, Tänze und Konzerte statt. Intendant ist seit 2004 Professor Hermann Schneider. Es handelt sich um ein Dreispartenhaus. Die Spielzeit wird jährlich Anfang September mit dem Theaterfest eröffnet.
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[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Erstes Stadttheater
Am 3. August 1804 wurde durch Friedrich Julius Heinrich von Soden ein erstes festes Theater als "churfürstlich priviligierte fränkische Nationalbühne" eingerichtet. Als erste Darbietung gab es das Schauspiel "Stille Wasser sind tief". Standort war das ehemal. St.-Anna-Damenstift (Theaterstraße 18). Für die neue Nutzung wurde die Stiftskirche zu einer Bühne mit Zuschauerrängen umgebaut. 1833 übernimmt Richard Wagner für ein Jahr die Stelle des Chordirektors. 1904-06 wird das Theater umgebaut, die Trägerschaft liegt inzwischen bei der Stadt. 1921 ist das Stadttheater eine der Spielstätten der "Würzburger Musik- und Theaterwoche" (Vorläufer des Mozartfests). Der Theaterbetrieb wurde 1944 eingestellt. Das Theater war Notunterkunft der Städtischen Sparkasse von Kürschnerhof, die beim Angriff am 19. Februar 1945 zerstört wurde. Das Gebäude wurde beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 vollkommen zerstört.
Über Aufführungen des Theaters von 1770 bis 1904 geben zahlreiche "Theaterzettel" Aufschluss, welche unter Franconica-Online [1] eingesehen werden können.
[Bearbeiten] Mainfrankentheater
Im Dezember 1966 startete der Spielbetrieb im Neubau am heutigen Standort, wo sich vormals der Ludwigsbahnhof bzw. die Ludwigshalle befand.
Im Zuge des 200jährigen Bestehens wurde das Theater 2004 in Mainfranken Theater umbenannt. Das Theater präsentiert sich gegenwärtig als Dreisparten-Betrieb und prägt trotz zurückliegender Sparmaßnahmen und Fast-Schließungen das kulturelle Leben der Stadt Würzburg und Mainfrankens entscheidend mit.
[Bearbeiten] Spielstätten
Das Mainfranken-Theater verfügt über zwei Spielstätten:
- Der Große Saal bietet Platz für 739 Zuschauer. Die Bühne hat eine Portalbreite von zwölf Metern und ist mit einem Orchestergraben und einer Drehbühne ausgestattet.
- Die Spielstätte Kammerspiele verfügt über 92 Sitzplätze. Hier sitzen die Zuschauer sehr nah am Geschehen.
[Bearbeiten] Öffnungszeiten
- Dienstag bis Freitag: 10 Uhr bis Vorstellungsbeginn
- Samstag: 10 bis 14 Uhr und 17 Uhr bis Vorstellungsbeginn
- Sonn- und Feiertage: Eine Stunde vor jeder Vorstellung bis Vorstellungsbeginn
- An vorstellungsfreien Tagen ist das Kassenpersonal bis 19 Uhr vor Ort; an vorstellungsfreien Sonn- und Feiertagen bleibt die Theaterkasse geschlossen.
[Bearbeiten] Theaterstiftung
Über die Bereitstellung jährlicher Zuschüsse will die Mainfränkische Theaterstiftung den Fortbestand des Mainfranken Theaters Würzburg als einzigem Dreispartenhaus in der Region langfristig sichern. Gespeist werden diese Zuschüsse aus Zinserträgen des Stiftungsvermögens sowie den bei der Theaterstiftung eingehenden Spenden. Die Spenden werden ausschließlich für den gemeinnützigen Stiftungszweck verwendet, also spätestens im folgenden Jahr der Zuwendung an das Theater ausgeschüttet.
Bis Ende des Jahres 2010 konnte die Thetaerstiftung das Mainfranken-Theater bereits mit insgesamt fast 1,2 Mio. Euro fördern, die unmittelbar der künstlerischen Arbeit zu Gute kamen.[1]
[Bearbeiten] Skulptur vor dem Theater: Makrokern 170
Im Jahr 1970 wurde vor dem Theater eine markante Metallwürfel-Skulptur aufgestellt - es war eine der ersten Großplastiken in Deutschland überhaupt. Die Edelstahl-Skulptur des Düsseldorfer Künstlers Karl-Ludwig Schmaltz hatte der "Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie" der Stadt Würzburg geschenkt.[2] Diese hatte einen Wert von 100.000 D-Mark und hieß Makrokern 170. Im Volksmund bürgerten sich vor allem die Begriffe Theaterwürfel oder auch Würfel am Theater für das Kunstwerk ein. Im inneren besaß der Würfel bewegliche (rautenähnliche) Metall-Rhomben, die allerdings nach wiederholtem Vandalismus nicht mehr ersetzt wurden[3] und auch gegenwärtig fehlen (vgl. hierzu Aufnahme aus Düsseldorf mit vollständigen Metall-Rhomben). Auch bei Kindern ist die Skulptur sehr beliebt: als Kletterobjekt.
[Bearbeiten] Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit dem ÖPNV ist das Theater mit den Buslinien 6, 15, 16, 17, 12, 20, 26, 28 (Haltestelle Mainfranken Theater) zu erreichen.
[Bearbeiten] Parkplätze
Parkplätze befinden sich im Parkhaus Theater unmittelbar hinter dem Theater, auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz vor dem Theater und nahe auf dem Residenzplatz vor der Residenz.
[Bearbeiten] Anschrift
- Mainfranken Theater Würzburg
- Theaterstr. 21
- 97070 Würzburg
- Telefon: 0931 - 39 08-0
- Fax: 0931-3908-100
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweis
Kapitel Geschichte basiert auf: Würzburg. Geschichte einer Stadt. Von Peter Moser, Babenberger Verlag, Bamberg 1999, ISBN 3-933469-03-1
- ↑ Theaterwuerzburg.de
- ↑ Info auf Main-Netz.de vom 27. April 2009
- ↑ Info auf Main-Netz.de vom 27. April 2009