Ludwigsbrücke

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Ludwigsbrücke, aufgenommen vom Ludwigkai
Sicht auf die Brücke von der Innenstadt-Seite

Die Ludwigsbrücke (umgangssprachlich Löwenbrücke) ist eine Mainbrücke im Süden der Würzburger Altstadt zwischen der Alten Mainbrücke und dem Sebastian-Kneipp-Steg. Über die Brücke verlaufen die Linien 2 und 5 der Straßenbahn sowie eine dreispurige Straße (zwei Spuren stadtauswärts, eine stadteinwärts). An den Außenseiten befindet sich jeweils ein schmaler Fußweg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Name

Benannt wurde die Brücke nach dem bayerischen König Ludwig III., dem Sohn des Prinzregenten Luitpold. Sie sollte eine friedliche Verbindung zwischen den damals verfeindeten Franken und Bayern symbolisieren. An beiden Enden "bewachen" jeweils zwei Löwen aus Bronze den Bückenaufgang, was recht schnell zu dem Spitznamen Löwenbrücke führte. Bis heute hat sich dieser Name im Sprachgebrauch der Würzburger gehalten, viele kennen diese nur unter diesem Name.

[Bearbeiten] Geschichte

Die ersten Pläne für die Brücke gab es bereits 1882, jedoch wurde erst neun Jahre später mit dem Bau begonnen. Ausgeführt wurden die Bautätigkeiten von der Würzburger Firma Buchner.[1] Die Fertigstellung der Steinbrücke war am 25. August 1895. An diesem Tag erfolgte auch die Einweihung der Brücke. Kurios: Da den Pressefotografen an diesem Tag das Wetter zu schlecht war, wurde die Ludwigsbrücke drei Wochen später nochmals eingeweiht.[2]

Vielleicht lag es an der doppelten Weihe, dass die Brücke bei den Bombenangriffen am 16. März keine Treffer abbekam und somit unbeschädigt blieb. Jedoch sprengten deutsche Truppen am 2. April 1945 zwei Bögen[3], um den Vormarsch der alliierten Truppen aufzuhalten. Es wurde durch die Amerikaner jedoch eine Behelfsbrücke aus Stahl mit zwei provisorischen Stützen gebaut.[4] 1947 wurde diese mit schwerem Gerät wieder abgebaut[5] und mit einer originalgetreuen Restauration begonnen. Als Material wurde Eisenbeton verwendet. Am 20. September 1949 fuhr die erste Straßenbahn über die restaurierte Brücke.[6]

In den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückte die Brücke zuletzt vom 20. bis 28. August 2011, als diese wegen Sanierungsarbeiten für den kompletten Verkehr gesperrt wurde. Hierbei wurden die über 30 Jahre alten Gleise der Straßenbahn erneuert, sowie für rund 150.000 Euro ein neuer Fahrbahnbelag aufgetragen. Betroffen waren auch die Rampen der Löwenbrücke. Statt der Straßenbahn wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.[7]

[Bearbeiten] Löwenquartett

Die Bronzelöwen an den Brückenenden wurden in der Erzgießerei Ferdinand von Miller hergestellt[8]. Miller schuf unter anderem auch das Julius-Echter-Denkmal in der Juliuspromenade und die Bavaria-Statue in München. Eine einzige Bronzestatue kostete damals 380.000 Reichsmark, das Gewicht eines Löwen beträgt rund 1,4 Tonnen.[9] Heute ist das Löwenquartett vor allem bei Touristen ein beliebtes Fotomotiv.

Nahaufnahme einer Löwenstatue

[Bearbeiten] Brückendaten

  • Lage der Brücke bei Mainkilometer 253,1
  • Steinbogenbrücke mit fünf Bögen (Spannweite jeweils 36 Meter)
  • Länge: 205 Meter[10]
  • je zwei Bronzelöwen pro Brückenseite

[Bearbeiten] Brunnen

Linksmainisch befindet sich am Treppenaufgang zur Brücke ein Brunnen. Dieser wurde 1894 im Zuge des Baus der Löwenbrücke geschaffen.

[Bearbeiten] Literatur

  • Steidle, Johann G.: Die Einweihung der Ludwigsbrücke. Würzburg, 1895. Bestellbar in der Universitätsbibliothek.

[Bearbeiten] Siehe auch

Brücken

[Bearbeiten] Einzelnachweise / Weblinks

  1. Info auf Wotzel Online
  2. Main-Post: "Die Brücke mit dem Spitzname"
  3. Video auf Main-Post.de
  4. Fotoserie der Main-Post, Bild von 1946
  5. Fotoserie der Main-Post, Bilder von 1947
  6. Fotoserie der Main-Post, Bilder von 1947
  7. Video von TV Touring
  8. Info auf Wotzel Online
  9. Main-Post: "Die Brücke mit dem Spitzname"
  10. Info von Karl-Gotsch.de

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

Karte wird geladen …